Der Fall Jeremiah Duggan – Die Tatsachen
5. Oktober 2007 •

Jeremiah Duggan, ein 22-jähriger, britischer Student, starb am 27. März 2003, nachdem er auf einer Straße in der Nähe von Wiesbaden von fahrendem Verkehr erfaßt wurde.

Duggan studierte damals an der Universität von Paris und war nach Deutschland gereist, um an einer vom Schiller-Institut veranstalteten Konferenz teilzunehmen. Mehrere hundert Menschen nahmen an der Konferenz teil, welche die Eurasische Landbrücke als Lösung der strategischen Krise zum Hauptthema hatte.

Die Polizei vor Ort kam zu dem Schluß, Duggan habe Selbstmord begangen, indem er in den frühen Morgenstunden des 27. März über die zweispurige Berliner Straße rannte und dabei von zwei Privatfahrzeugen erfaßt wurde. Aussagen der von der Wiesbadener Polizei befragten Zeugen zufolge "sprang" Duggan förmlich in die Spur der Fahrzeuge hinein, was zu tödlichen Kopfverletzungen führte.

Die Beteiligung von Drittpersonen an dem Vorfall schloß die Polizei in Wiesbaden aus.

Diese Befunde wurden daraufhin sowohl von der Staatswanwaltschaft in Frankfurt als auch vom Oberlandesgericht in Frankfurt aufrechterhalten.

Am 14. Juli 2003 kam ein zuständiger Beamter des britischen Metropolitan Police Service zu dem Schluß, Jeremiahs Tod in Deutschland sei bereits "vollständig untersucht" worden. Einer im Rahmen des britischen Gesetzes für Informationsfreiheit (Freedom of Information Act) freigegebenen Aktennotiz zufolge wurde der Metropolitan Police bestätigt, daß alle relevanten Zeugen des Vorfalls verhört und alle möglichen Drittpersonen ausgeschlossen wurden.

Vier Monate später schlußfolgerte der britische Untersuchungsrichter Dr. William Dolman bei einer gerichtlichen Untersuchung, daß Jeremiah als Konsequenz seiner Kollision mit zwei Kraftfahrzeugen starb. Dolman sagte, es gäbe "keine Unklarheiten", die deutschen Behörden gegenüber aufgebracht werden müßten, die den Fall zuerst untersuchten.

Auch in dieser gerichtlichen Untersuchung wurden keine Beweise für die Beteiligung von Drittpersonen angeführt.

Das Schiller Institut hat keinerlei Beteiligung am Tode Jeremiahs und hat die Familie Duggan seiner Anteilnahme und seines Beileids versichert.