Abstimmung in Italien: Niederlage für Schäuble und EU-Oligarchie
5. Dezember 2016 • 12:31 Uhr

Die überwältigende Ablehnung beim italienischen Referendum für Ministerpräsident Renzis "Reform"-vorschlag mit 60% zu 40% ist nach der Brexit-Abstimmung und der anti-Obama/Clinton-Wahl in den USA ein weiterer Schock für das bankrotte Paradigma der Globalisierung, mit weitreichenden europäischen und globalen Implikationen.

Diese Abstimmung ist sowohl eine klare Niederlage des oligarchischen EU-Establishments als auch für Wolfgang Schäuble, der die italienische Bevölkerung aufgefordert hatte, mit Ja zu stimmen. Mit dieser Empfehlung, die in Italien sehr übel vermerkt wurde, hat Schäuble wieder einmal gezeigt, wo seine Prioritäten liegen. Die „Finanzmärkte“ hatten auf ein „Ja“ gedrungen und unverhohlen eine spekulative Attacke auf Italien angedroht.

Italien wird vor der Entscheidung stehen, den Euro zu verlassen und dafür entsprechende nationale Maßnahmen zu ergreifen, um das Land vor spekulativen Angriffen zu schützen, sowie die Glass-Stegall-Bankentrennung durchzusetzen (wofür mehrere Gesetzesentwürfe im Parlament vorliegen). Die Alternative ist Chaos und eine neue Runde von Finanzfaschismus und Zerstörung, wie sie EU-Kommissar Mario Monti begonnen hatte.

Diese Änderung muß ganz Europa umfassen, es ist Zeit für eine grundlegende Umkehr - hin zur Zusammenarbeit mit dem Neuen Paradigma der Seidenstraße, weg von imperialer Finanzdiktatur. Nach Hollande nun Renzi - auch in Berlin muß dringend ein Wechsel her!