Betretenes Schweigen des Westens nach der Befreiung von Palmyra
5. April 2016 • 10:32 Uhr

Der langjährige Nahost-Journalist Robert Fisk veröffentlichte im britischen Independent einen scharfen Angriff auf David Cameron und Barack Obama und ihr Verhalten, als die Barbaren des „Islamischen Staats“ (ISIS) zum Rückzug aus Palmyra gezwungen wurden. Er erinnert auch daran, daß die Amerikaner damals zugelassen hatten (zumindest durch Nichtstun), daß die Mörder überhaupt die Stadt einnahmen. Das gleiche gilt jedoch auch für die europäischen Regierungen. Wir zitieren:

„Die größte militärische Niederlage, die ISIS in mehr als zwei Jahren erlitten hat. Die Rückeroberung von Palmyra, der römischen Stadt der Kaiserin Zenobia. Und wir schweigen. Ja, liebe Leute, die Bösen haben gewonnen, nicht wahr? Sonst würden wir doch alle feiern, oder nicht?“

„Weniger als eine Woche, nachdem die verlorenen Seelen des ,Islamischen Kalifats’ das Leben von mehr als 30 unschuldigen Menschen in Brüssel zerstörten, sollten wir – oder etwa nicht? – dem vernichtendsten militärischen Rückschlag in der Geschichte von ISIS applaudieren. Aber nein. Als die schwarzen Meister der Exekutionen in der vergangenen Woche aus Palmyra flohen, schwiegen die Herren Obama und Cameron wie das Grab, in das ISIS so viele seiner Opfer geschickt hat. Der Mann, der unsere Fahne auf Halbmast gesetzt hatte, um den kopfabschlagenden König von Arabien zu ehren (ich rede hier natürlich von Dave [David Cameron]), sagte kein Wort…“