Britischer Geheimdienst: Vom "Irak-Lügendossier" zu Russiagate
10. Februar 2018 • 15:15 Uhr

In einem Artikel über den "ex"-MI6-Agenten Christopher Steele enthüllte die Washington Post vom 7. Februar die Rolle eines der höchsten britischen Geheimdienstbeamten, Sir Richard Dearlove, der von 1999-2004 MI-6-Chef war, beim "Russiagate" gegen Präsident Trump. Der Artikel trägt den Titel "Hero or Hired Gun?" ('Held oder Auftragstäter? Wie ein früherer britischer Spion zum Brennpunkt der Rußland-Ermittlungen wurde). In dem Artikel heißt es, Dearlove und der frühere britische Botschafter in Moskau, Sir Andrew Wood, hätten Steele zum FBI geschickt. Steele und sein Partner hätten sich bei Dearlove Rat geholt, weil sie über ihre Erkenntnisse über Trump bei der Zusammenstellung ihres Dossiers „erschüttert“ gewesen seien.

Dearlove ist ein Fachmann für Lügendossiers: Er selbst war 2003 verantwortlich für den falschen Bericht über angebliche irakische Massenvernichtungswaffen, den der damalige britische Premierminister Tony Blair zusammen mit George W. Bush, Dick Cheney und anderen neokonservativen Unilateralisten als Vorwand für den zweiten Irakkrieg benutzte - mit dem Resultat, daß Saddam Hussein gestürzt, der Irak zerstört und der Islamische Staat aufgebaut wurden. Dearlove sagt, er habe Steele und dessen Partner Burrows „geraten, diskret mit einem britischen Spitzenbeamten zusammenzuarbeiten, um die Informationen an das FBI weiterzuleiten“. Er lobt Steele als „hervorragenden“ Fachmann.

Ein weiterer klarer Hinweis auf die Verwicklung der höchsten Ebenen der britischen Geheimdienste ist, daß das britische Auswärtige Amt einen Anwalt zu einer Anhörung des Hohen Gerichtshofs in London entsandte, bei der Christopher Steele vernommen werden sollte. Ein Russe namens Alexej Gubarew, dem Steele vorgeworfen hatte, im Auftrag des Kreml im Wahlkampf E-Mails der Demokratischen Partei gehackt zu haben, hat Steele wegen Verleumdung verklagt. Steele erschien nicht vor Gericht, und sein Anwalt argumentierte, man dürfe seinen Mandanten nicht zu einer Aussage zwingen, weil „die Aufdeckung sensitiver Informationen erforderlich sein könnte, die nationale(s) Sicherheitsinteressen und -personal Großbritanniens in Gefahr bringen könnten“. Auch der Anwalt des Außenministeriums war anwesend, um sicherzustellen, daß solche „sensitiven Informationen“ nicht offengelegt würden!

Die jüngsten Ereignisse in der voranschreitenden „Russiagate“-Saga in den Vereinigten Staaten bestätigen voll und ganz, was Lyndon LaRouche und Helga Zepp-LaRouche von Anfang an sagten, seit Trumps Gegner begannen, das Märchen von der russischen Einmischung in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 und Trumps Komplizenschaft mit Rußland zu verbreiten: daß es nicht Rußland war, das die US-Wahl beeinflussen wollte, sondern die Briten, die mit Präsident Obamas Geheimdiensten und mit Hillary Clintons Wahlkomitee zusammenarbeiteten, um Donald Trumps Wahl zu verhindern - eben weil er eine Wende im Verhältnis zu Rußland (und China) herbeiführen wollte.

Lesen Sie auch den Beitrag von "PubliusTacitus" gezeichenten Beitrag vom 7. Februar auf dem englischsprachigen Blog Sic Semper Tyrannis des früheren US-Geheimdienstoffiziers Pat Lang: „Versuchte der britische Geheimdienst, Trumps Präsidentschaft zu zerstören?“ http://turcopolier.typepad.com/sic_semper_tyrannis/2018/02/british-intel...

http://www.bueso.de/content/neues-eir-dossier-die-wahrheit-%C3%BCber-us-...