China will Kernkraftwerke entlang der Neuen Seidenstraße bauen
11. Dezember 2015 • 18:49 Uhr

Qian Zhimin, Hauptgeschäftsführer des chinesischen Kernenergieunternehmens China National Nuclear Corporation erläuterte am 8. Dezember das große Entwicklungspotential für die Kernenergie in Ländern entlang der Neuen Seidenstraße und der Maritimen Seidenstraße für das 21. Jahrhundert. „Es gibt über 60 Länder“ entlang des „Wirtschaftsgürtel,“ sagte er, „und etwa 40 davon wollen ihre Nuklearindustrie entwickeln. Nach unserer Berechnung könnten wir 30 Kernkraftwerke exportieren, wenn China 20 % dieses Markts bekäme.“

Damit eröffneten sich große Chancen für die chinesische Kernindustrie: Für den Bau jedes einzelnen exportierten Kernkraftwerks sind über 200 Firmen tätig, es werden ungefähr 150.000 Arbeitsplätze gesichert und ein Umsatz von über 100 Milliarden Yuan (14 Mdn. €) für die Herstellung der Ausstattung, den Uranabbau, die Brennstoffproduktion, die Wartung etc. erzeugt. Aber für alle diese Länder bedeute diese Anschaffung eine enorme Quelle günstiger und moderner Energie, und auch die Beschäftigten und die Wirtschaft insgesamt gelangten auf eine höhere technologische Stufe.

Wenn Deutschland Teil dieser Zukunft sein will, ist es höchste Zeit, erneut in den Aufbau eines modernen Kernenergiesektors einzusteigen. Wie der südafrikanische Ingenieur Andrew Kenny in einer langen Kritik über die COP21-Ziele der „Entkarbonisierung“ der Weltwirtschaft ohne Kernenergie schrieb: „Wir müssen uns auf die Wissenschaft verlassen. Sie ist unser sicherster, vielleicht der einzige Weg zur Wahrheit. Und der Fortschritt der Wissenschaft und des Denkens hat tiefgreifende praktische Vorteile für die Menschheit erbracht.“