Chinesisches Weissbuch dokumentiert erfolgreichen Kampf für das unveräußerliche Recht auf Entwicklung
6. Dezember 2016 • 11:48 Uhr

Das Informationsamt des chinesischen Staatsrats veröffentlichte am 1.12. ein neues Weißbuch mit dem Titel Das Recht auf Entwicklung: Chinas Philosophie, Praxis und Beitrag , in dem die Pläne und Grundsätze der Regierung in dieser Frage dargelegt werden. Hier kann man das Dokument auf Englisch lesen: http://news.xinhuanet.com/english/china/2016-12/01/c_135873721.htm

Darin wird betont: „Alle Völker müssen das Recht auf Entwicklung genießen und teilen.“ Die Verwirklichung dieses Rechts sei „die Verantwortung aller Länder und auch die Verpflichtung der internationalen Gemeinschaft“. Armut sei das „größte Hindernis für die Menschenrechte. Ohne die Produktion und Lieferung materieller Güter ist es schwierig oder sogar unmöglich, irgendein anderes Menschenrecht wahrzunehmen.“ Einige Zahlen belegen den außergewöhnliche Erfolg des chinesischen Entwicklungsmodells:

* In den letzten 30 Jahren wurden über 700 Millionen Chinesen aus der Armut befreit, damit hat China als erstes Land die UN-Millenniumsziele erfüllt. Nur 5,7% der Bevölkerung leben noch in Armut, bis 2020 soll sie komplett überwunden sein.
* Die durchschnittliche Lebenserwartung stieg von 35 Jahren (1949) auf 76,34 Jahre (2015).
* 1949 galten mehr als 80% der Chinesen als Analphabeten, nur 20% der Kinder im schulfähigen Alter besuchten eine Schule. 2015 besuchten 99,88% aller schulpflichtigen Kinder eine Schule; 87% gehen zur weiterführenden Schule. Der Anteil höherer Bildung hat annähernd das Niveau durchschnittlich entwickelter Staaten erreicht.
* Von 1978 bis 2015 stieg das jährliche BIP von 368 Mrd. Renminbi auf 68.550 Mrd. RMB, das BIP pro Kopf stieg von etwas über 200 $ auf mehr als 8000 $.

In dem Buch geht es auch um die Reformen in anderen Bereichen: im Rechtssystem, bei Kommunalwahlen, Einführung der Schulpflicht, Verbesserung von Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen auf dem Lande und für die zahlreichen Minderheiten. Sozialhilfe wurde landesweit eingeführt und die Krankenversicherung wird ständig weiter verbreitet. Hinzu kommen Fortschritte im Bereich der Kultur, mit der Pflege von Künsten und Musik auch in abgelegenen Landesteilen, Eröffnung von Bibliotheken, Museen und Kulturzentren, einem digitalen Museum und Internetanschluß in ländlichen Gebieten und einer landesweiten Kampagne für das Lesen. Außerdem wird dargestellt, wie China durch die Neue Seidenstraße und andere Programme zum Aufbau von Nachbarstaaten und Entwicklungsländern beiträgt.