Fortschritte bei US-chinesischer Koooperation für die neue Seidenstraße
27. Juni 2017 • 11:31 Uhr

Präsident Trump und Chinas Staatsrat Yang Jiechi trafen am 22.6 im Weißen Haus zusammen. Anschließend erklärte Yang einer Meldung des Chinesischen Außenministeriums zufolge, der amerikanische Präsident sei bereit, mit China in Projekten, die mit der Gürtel- und Straßen-Initiative verbunden sind, zusammenzuarbeiten. Trump erklärte, er freue sich darauf, mit Präsident Xi Jinping am Rande des Hamburger G20-Gipfels am 7./8.7. zusammenzukommen, nachdem sie bereits Anfang April in Mar-a-Lago, Florida, erfolgreiche Gespräche geführt hatten.

Yang Jiechi, Chinas führender Diplomat, war in Washington, um mit US-Außenminister Rex Tillerson und US-Verteidigungsminister James Mattis und deren chinesischen Kollegen am „Diplomatischen und Sicherheits-Dialog“ teilzunehmen, den Trump auf Kabinettsebene angehoben hatte. Die beiden amerikanischen Vertreter erklärten anschließend, sie seien mit den Fortschritten der Gespräche zufrieden.

In San Francisco nahmen 200 chinesische und amerikanische Regierungs- und Unternehmensvertreter aus dem Infrastruktursektor am „Amerikanisch-Chinesischen Transport-Kooperations-Forum 2017“ teil. Der chinesische Generalkonsul erklärte: „Die Kooperation zwischen China und den USA an der Infrastrukturfront ist im Begriff, zum Glanzlicht des Handelsengagements zwischen den beiden Ländern zu werden.“

Außerdem kamen führende Unternehmer aus den Vereinigten Staaten und China am 20.-21.6. in Beijing zusammen, um die Beziehungen und den Handel zwischen den beiden Ländern zu diskutieren. Der „9. Dialog zwischen amerikanischen und chinesischen Vorständen und früheren hochrangigen Regierungsbeamten“ wurde gemeinsam vom Chinesischen Zentrum für Internationalen Wirtschaftsaustausch (CCIEE) - der Denkfabrik der chinesischen Regierung für die Geschäftswelt - und der US-Handelskammer veranstaltet. In ihrer Erklärung unterstützten sie eine umfassende Zusammenarbeit bei der Seidenstraßen-Initiative und multilateralen Finanzinstituten wie der AIIB. Angesichts der Tatsache, daß die Volkswirtschaften der beiden Länder sich weitgehend ergänzen, betonen die Teilnehmer: „Die Beziehungen in Handel und Wirtschaft bleiben der Anker der chinesisch-amerikanischen Beziehungen, und sie sind von besonderer Bedeutung für die Stabilität, das Wachstum und die Prosperität der Weltwirtschaft.“ Handel und Investitionen seien keine ,Nullsummen-Spiele’ .

In der Erklärung wird außerdem darauf hingewiesen, daß Chinas Gürtel- und Straßen-Initiative mit ihrem Schwerpunkt auf Investitionen in den Bau von Infrastruktur auch viele Chancen für amerikanische und chinesische Unternehmen eröffne, in Drittländern zu kooperieren. Beide Seiten stimmten überein, daß die beiden Länder sich in einer umfassenden Kooperation unter der Gürtel- und Straßen-Initiative und durch eine Reihe weiterer Mittel, wie der AIIB, der Weltbank oder multilateralen Investitions- oder Finanzierungs-Institutionen engagieren können.

In den kommenden zwölf Monaten soll entweder in den USA oder China eine gemeinsame Konferenz über die B&R-Initiative veranstaltet werden. Die amerikanische Seite „wird die chinesische Seite über die jüngsten Infrastruktur-Entwicklungen in den Vereinigten Staaten informieren und Überlegungen über Wege mitteilen, wie sich chinesische Unternehmen an Initiativen zur Revitalisierung der US-Infrastruktur beteiligen können.“

Und was tut Deutschland, um das Potential der Neuen Seidenstraße zu erschließen? Genau wie für die USA, liegt in dieser Art der Kooperation - sowohl bilateral als auch in Drittländern, und vor allem in Afrika- die Zukunft, wie die BüSo seit langem sagt!