Labour-Chef Corbyn: Sanktionen gegen IS-Unterstützer
24. November 2015 • 18:21 Uhr

In einer Fragestunde des Premierministers im Unterhaus am 18.11. fragte Jeremy Corbyn, britischer Oppositionsführer und Vorsitzender der Labour-Partei, Regierungschef David Cameron: „Ein wesentlicher Beitrag dazu, ISIL zu besiegen, wäre sicherlich, seine Geldquellen, Waffenversorgung und Handel abzuschneiden. Kann ich den Premierminister drängen, sicherzustellen, daß unsere Verbündeten in der Regionen, eigentlich alle Länder in der Region, alles tun, was sie können, um gegen Personen und Institutionen in ihren Ländern vorzugehen, die ISIL mit lebenswichtiger Infrastruktur versorgen?

Wird er über die Europäische Union und andere Foren, falls notwendig, Sanktionen erwägen gegen diese Banken und Unternehmen und wenn nötig Staaten, die ihre Augen vor denjenigen verschließen, die Geschäfte mit ISIL machen und ihm bei seinem Werk helfen?“

Corbyn hatte schon vorher, nach den Pariser Terroranschlägen, erklärt: „Saudi-Arabien - vielleicht nicht auf Regierungsebene, aber mit Sicherheit auf Unterstützerebene - liefert ISIL Unterstützung.“ Corbyn sieht auch die Rolle der Türkei kritisch, weil sie Stellungen der kurdischen YPG in Syrien bombardiert, obwohl die YPG für den Kampf gegen ISIS unverzichtbar ist.

Ein wichtiger Punkt fehlt allerdings - noch - in der Debatte: die Rolle Londonistans, das seit Jahrzehnten das entscheidende Rekrutierungszentrum für Dschihadisten in Europa ist.

Mehr zu diesem Hintergrund u.a. hier: Der „islamische“ Terror geht von Londonistan aus, Neue Solidarität, 21. Januar 2015.