Moskau widerspricht Berichten von Angriff auf Krankenhaus in Aleppo
6. Mai 2016 • 23:13 Uhr

Ende April tauchten in den Medien Meldungen von einem Luftangriff auf das Al-Quds-Krankenhaus in Aleppo auf, für den man sofort abwechselnd die syrische Armee oder die russischen Streitkräfte verantwortlich machte. Am 4. Mai trat der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, diesen Darstellungen entgegen und bezeichnete das Ganze als „Fälschung“.

Wie die englische Ausgabe von Sputnik-News berichtet, legte Konaschenkow bei einer Pressekonferenz zwei Luftbilder vor, die das Krankenhaus vor und nach dem Tag des behaupteten Geschehens zeigen. Wenn die Daten der Aufnahmen stimmen (Oktober 2015 und 29. April 2016), dann kann ein Angriff aus der Luft nicht stattgefunden haben, denn dann müßten weitere Zerstörungen im später aufgenommenen Bild sichtbar sein. „Die hier präsentierten Fotographien machen ziemlich eindeutig klar, daß alle vorgeblichen „Augenzeugenberichte“ eines Luftangriffs auf das Krankenhaus in der Tat einen weiteren Schwindel darstellen“, kommentierte Konaschenkow.

Die ersten Videoberichte wurden übrigens in den letzten Apriltagen vom britischen Sender Channel 4 gesendet und sofort von westlichen Nachrichtenagenturen weiterverbreitet. Angeblich zeigen die Aufnahmen einen Korridor des Krankenhauses während des Angriffs. Von wem und wie sie das Material erhalten haben, wurde vom Sender allerdings nicht bekanntgegeben.