Statt Russiagate - Clintongate mit britischer Handschrift
7. November 2017 • 12:08 Uhr

Am 2.11. erschien im US-Magazin Politico ein hochbrisanter Auszug aus einem neuen Buch der langjährigen Aktivistin der Demokratischen Partei Donna Brazile, womit eine der unangenehmen Wahrheiten, die das „Russiagate“ übertünchen soll, wieder ins Rampenlicht gerät: daß die Clinton-Kampagne mit unlauteren Methoden dafür sorgte, daß Hillary die Präsidentschafts-Vorwahlen gegen Bernie Sanders gewann. Die Überschrift lautet: „Inneneinblicke in Hillary Clintons heimliche Übernahme des DNC“ (siehe: https://www.politico.com/magazine/story/2017/11/02/clinton-brazile-hacks...).

Brazile enthüllt, daß das aus Obamas Wahlkampf 2012 hochverschuldete DNC eine Absprache mit der Clinton-Kampagne traf, damit diese half, die Schulden abzutragen. Im Rahmen eines „Abkommens über gemeinsame Spendensammlung“ erhielt die Clinton-Kampagne als Gegenleistung für die Zahlung von 10 Mio.$ die völlige Kontrolle über die Parteifinanzen, Personalentscheidungen und politische Strategien. Gleichzeitig wurde ein Kanal geschaffen, über den Spenden an Landesverbände der Partei in Clintons Wahlkampfkasse geschleust wurden, um die gesetzliche Obergrenze für Spenden von Einzelpersonen an die Kampagne eines Präsidentschaftskandidaten zu umgehen. Das Abkommen wurde im August 2015, lange vor den ersten Vorwahlen, unterschrieben.

Donna Brazile war von Juli 2016 bis Februar 2017 Geschäftsführende Vorsitzende des DNC, nachdem ihre Vorgängerin Debbie Wasserman Schultz zurücktreten mußte, weil Wikileaks am 22.7.2016 interne E-Mails des DNC veröffentlicht hatte, die bewiesen, daß die Parteiführung Sanders’ Kampagne systematisch benachteiligte. Eine zweite Lieferung belastender Mails veröffentlichte Wikileaks Anfang Oktober. Anstatt sich der Debatte über diesen offensichtlichen Wahlbetrug zu stellen, lenkte das Clinton-Lager vom Thema ab und begann eine hysterische Kampagne gegen Rußland - russische Hacker hätten die DNC-Mails gestohlen, um Donald Trump zum Wahlsieg zu verhelfen. Diese Kampagne wurde von der Regierung Obama und ihren Geheimdienstchefs massiv unterstützt. Es paßte auch perfekt zu Clintons oft wiederholter Behauptung, Präsident Putin wolle einen Sieg Trumps, weil der gegenüber Moskaus aggressiven, kriminellen Absichten klein beigeben würde. Braziles Buch folgt kurz auf die Enthüllung, daß das von Clinton gesteuerte DNC das pornographische Lügendossier des „früheren“ MI-6-Agenten Christopher Steele für die Firma Fusion GPS bezahlt hatte .

Nimmt man Clintons neokonservativen außenpolitischen Kurs der „unipolaren“, globalistischen Drohungen gegen Rußland zusammen mit der Kontrolle ihrer Kampagne über das DNC, das Steeles Dossier gegen Trump finanzierte, dann wird der ganze Schwindel hinter „Russiagate“ deutlich erkennbar. Es erklärt auch den Absturz der Demokratischen Partei, die für ihre Zukunft ausschließlich auf Anti-Trump-Kampagnen setzt. Brazile meint, wenn die Partei in Auflösung begriffen sei, liege das an den „drei titanischen Egos“ von Obama, Clinton und Wasserman Schultz, die die Partei völlig ausgehöhlt hätten, um sie für ihre Zwecke zu benutzen. Der innerparteiliche Aufstand hat gerade erst begonnen, wichtige Stimmen dazu sind die Senatorin Elizabeth Warren und besonders klar die Kongreßabgeordnete Tulsi Gabbard.