Trump-Gate und Ukraine-Putsch - zwei Seiten derselben Medaille?
21. November 2017 • 11:45 Uhr

Als Grundlage für das sog. „Russiagate” dient ein Dossier über Trumps angebliche russische Verbindungen, das ein „ehemaliger” britischer MI6-Agent namens Christopher Steele mit Hilfe seiner Quellen in russischen Diensten erstellt hatte. Das Dossier ist inzwischen völlig diskreditiert, vor allem, seit herauskam, daß dieses von der Clinton-Kampagne und dem FBI mit finanziert wurde. Interessant ist nun , was der Guardian-Journalist Luke Harding in seinem neuen Buch Collusion enthüllt: derselbe Steele hatte jahrelang zuvor auf Anfrage von "privaten" Auftraggebern hunderte von Berichten zur Ukraine und Rußland geliefert, die bei US-Außenminister John Kerry und Victoria Nuland landeten, die Neocon-Strippenzieherin des Maidan-Putsch 2014 in der Ukraine. https://www.theguardian.com/us-news/2017/nov/15/christopher-steele-trump...

Genau zu dieser Überlappung hatten LaRouchePAC in den USA, die BüSo und andere Organisationen im Februar 2017 einen internationalen Aktionstag veranstaltet : "Obamas und Soros' Farbrevolutionen - 2014 Naziputsch in der Ukraine, 2017 in den USA?"
http://www.bueso.de/content/farbrevolutionen-2014-naziputsch-der-ukraine...

Langsam, aber sicher nimmt der Gegenangriff gegen den Versuch des „Staats im Staat”, Trump zu stürzen, jedoch an Stärke zu, denn es läßt sich nicht mehr verbergen, daß die ganze „Russiagate“-Operation nur darauf abzielt, den brandgefährlichen Neocon-Kriegskurs der Obama-Regierung gegen Rußland und China um jeden Preis (!) fortzuführen:

So betont der Vorsitzende des Senats-Justizausschusses, Charles Grassley, immer wieder, daß ihm die Nachrichtendienste noch keinerlei Beweise für Absprachen zwischen Trump und Rußland geliefert wurden, obwohl er sie wiederholt darum ersucht hat. Auch die Sprecherin der Demokraten in dem Ausschuß, Senatorin Dianne Feinstein, bestätigte am 5.11. gegenüber CNN, daß sie noch keine Beweise gesehen habe.

Zudem riefen zwei republikanische Kongreßabgeordnete, Jim Jordan aus Ohio und Matt Gaetz aus Florida, in einem Brief vom 13.11. Justizminister Jeff Sessions auf, einen weiteren Sonderermittler zu ernennen, der u.a. Fragen zu Hillary Clinton, Ex-FBI-Direktor Comey und dem Rußlanddossier der Firma Fusion GPS (Steeles Dossier) untersuchen soll. Sie fragen u.a., warum die Klage gegen Clinton wegen ihrer unrechtmäßigen Verwendung privater Server vom FBI und nicht dem eigentlich zuständigen Justizministerium fallengelassen wurde; wie das FBI Steeles Dossier benutzte, um aus offensichtlich politischen Motiven heraus „mit Donald Trumps Wahlkampf verbundene Amerikaner auszuspionieren”; warum Robert Mueller als Sonderermittler nominiert wurde; und warum Sessions dieser ganzen Angelegenheit nicht auf den Grund geht.

Während seiner Asienreise hatte Präsident Trump die US-Dienste direkter als jemals zuvor dafür angegriffen, daß sie seine Regierung sabotieren wollen, vor allem mit Hilfe von Ex-FBI-Direktor Robert Mueller, der jetzt die Untersuchung über Wladimir Putins angebliche Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl zugunsten Trumps gegen Hillary Clinton leitet. (Man erinnere sich, daß diese Untersuchung seit Mai 2017 läuft, etliche andere sogar schon seit weit über einem Jahr, und trotzdem noch keinerlei Beweise für diesen Vorwurf vorgelegt werden konnten.)

Nachdem Donald Trump die Ex-Direktoren von CIA (John Brennan), DNI (James Clapper) und FBI (James Comey) als „politische Akteure” gebrandmarkt - d.h. daß sie ohne Rücksicht auf die realen Geheimdiensterkenntnisse politische Ziele verfolgen -, warfen die ersteren beiden Trump zwei Tage später am 13.11. im Sender CNN vor, mit seiner versuchten Annäherung an den „Erzfeind“ Rußland bringe er die USA in Gefahr. Dieselben Kreise werfen ihm vor, seine Zusammenarbeit mit China sei ein Ausverkauf nationaler Interessen.