Deutschland widersetzt sich der G7; besteht auf Mindestregulierung von Hedgefonds
16. April 2007 • 09:20 Uhr

(EIRNS)– Beim gestrigen Treffen der Finanzminister der G7 in Washington blockierte Großbritannien mit Unterstützung anderer Regierungen jegliche Regulierug der Hedgefonds. Anschließend erklärte jedoch der deutsche Staatssekretär im Finanzministerium, Thomas Mirow, gegenüber der Presse, die Bundesregierung werde nicht aufhören, einen "Verhaltenskodex" für Hedgefonds zu fordern. Das Thema sei weiterhin wichtig und werde von Deutschland auch weiter vorangetrieben. Mirow fügte hinzu, die Anzahl von Terminen und Veranstaltungen, die sich mit diesem Thema beschäftigen, zeige zumindest eines: es sei nicht bloß eine Laune der Deutschen.
Bundesbankchef Axel Weber, der bisher auf einem freiwilligen Verhaltenskodex der Fonds bestanden hatte, sagte, wenn man mit dem privaten Finanzbereich darüber diskutiere, bekomme man den Eindruck, viele aus der Branche seien sich zunehmend darüber bewußt, daß die Risiken nicht aus der Realwirtschaft, sondern von den Finanzmärkten stammen. Man brauche mehr Informationen über die Verbindungen zwischen Maklern, Banken und Fonds.
Am 15. April werden sich etwa 20 Vertreter von Hedgefonds mit den Finanzministern und Zentralbankenchefs der G7 treffen, und am 19. Mai kommen die Finanzminister der G7 in Potsdam mit Rußland zusammen, um erneut die Thematik der Hedgefonds zu diskutieren und sich auf die Tagesordnung für den G8-Gipfel am 6-8. Juni in Heiligendamm vorzubereiten.