LaRouche warnt vor Politik des Weissen Hauses: Hyperinflation in Europa und Sabotageversuche gegen Glass-Steagall
12. Mai 2010 • 15:27 Uhr

Der
amerikanische Ökonom Lyndon LaRouche attackierte am 11. Mai den amerikanischen
Präsidenten und das Finanzministerium, weil sie mit allen Mitteln versuchten, den Glass-Stegall-Gesetzeszusatz im Senat zu verhindern, der von den
Senatoren Cantwell (D-Wash.) und John McCain (R-Ariz.) eingebracht wurde, und gleichzeitig
am Wochenende in Europa ein hyperinflationäres, "Super-TARP"-Bankenrettungsspaket
durchpaukten.

LaRouche
warnte, wenn dieses Finanzrettungspaket umgesetzt werde, gäbe es einen Aufstand
in Amerika. "Die amerikanische Bevölkerung wird nicht erneut ein Mega-Billionen-Dollar-Rettungsaktion
für das hoffnungslos bankrotte internationale Finanzsystems tolerieren - vor allem,
wenn jetzt die amerikanische Federal Reserve als Kreditgeber der letzten
Instanz für ausländische Banken mit Sitz in Europa herhalten soll. Das ist
Hyperinflation wie Weimar 1923, und diesmal weltweit."

Zuverlässige, dem Weisen Haus und der Demokratischen Parteiführung nahestehende Quellen haben bestätigt, daß Präsident Obama, Finanzminister Tim Geithner und
der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Larry Summers, rund um die Uhr eine
konzentrierte Kampagne führen, um den Cantwell-McCain-Gesetzeszusatz zu
eliminieren, mit dem diese das Glass-Steagall-Trennbankensystem wiedereinführen
wollen.

Die Dynamik im Senat für das Glass-Steagall-Gesetzesamendment war bei den
republikanischen Abgeordneten am Wochenende nach der Niederlage von Senator
Robert Bennett (R-Ut.) bei den republikanischen Vorwahlen deutlich gestiegen. Bennett
hatte sich dadurch ins Aus befördert, daß er das TARP-Megarettungspaket für die
Wall Street vehement verteidigt hatte. Würde das Cantwell-McCain-Amendment zur
Abstimmung zugelassen, was Harry Reid, der demokratische Senatsvorsitzende in
Zusammenarbeit mit dem Weißen Haus um jeden Preis verhindern will, so käme es
auf jeden Fall durch und wäre damit Teil des ansonsten schwammigen
"Dodd-Finanzreform-Gesetzes".

Den Quellen zufolge macht das Weiße Haus seit dem Wochenende Überstunden, um mit
Senator Harry Reid, dem Chef des Senats-Bankenausschusses, Christopher Dodd
(D-Ct.) und den Senatoren Carl Levin (D-Mich.) sowie Jeff Merkley (D-Or.) ein "alternatives"
Gesetz zusammenzubasteln. Diese sog.
Alternative basiert auf den sog. "Volcker Rules" des früheren Chefs
der Federal Reserve. Diese sind völlig zahnlos; sie würden spekulativen
Aktivitäten von Banken und Bankholdings zwar einige Beschränkungen auferlegen,
aber nicht im geringsten dazu beitragen, die notwendige "Brandschutzmauer"
zu schaffen, mit der reguläre Geschäftsbankenaktivitäten von Investment Banken,
Hedgsfonds, Versicherungen und Private Equity Funds getrennt werden müssen, wie
dies das Glass-Steagall-Gesetz verlangt.

Aber nur
dieser letztere Ansatz, zusammen mit der geordneten Konkursreorganisation des
gesamten internationalen Finanzsystems entlang dieser Prinzipien, stellt eine
Lösung dar. LaRouche
sagte dazu, Paul Volcker habe sich offenbar seinen Schneid abkaufen lassen, denn
intelligent genug, um zu wissen, worum es geht, sei er schließlich. Er zöge es offenbar
vor, sich bei der Administration beliebt zu machen. Aber das sei ein
"Ausverkauf der Vereinigten Staaten", und Volcker, genauso wie
Senator Levin, sei sich auch darüber bewußt. Präsident Obama Vorgehen,  bezeichnete LaRouche als "gleichbedeutend
mit Verrat", denn er würde die USA schutzlos ausliefern. Mit dieser
Politik, warnte er, schlüge das Weiße Haus "die Richtung zur Diktatur" ein,
denn 80% der amerikanischen Bevölkerung lehnten dieses Vorgehen ab und würden
dagegen revoltieren.

Seit dem
Crash der Wall Street am letzten Donnerstag um 1000 Punkte, der durch den
Kollaps der Schuldenblase der EU ausgelöst wurde, spielten Geithner und Summers
mit aktiver Unterstützung von Präsident Obama eine entscheidende Rolle dabei,
das über 1 Billion $ schwere Finanzrettungspaket für die europäischen Banken am
Wochenende in Europa durchzupauken. Präsident Obama telefonierte am Sonntag mit dem
französischen Präsidenten Sarkozy und Kanzlerin Angela Merkel und hatte offenbar massivsten Druck ausgeübt,  um die Kanzlerin zu dem gigantischen
Super-TARP-Finanzrettungspaket für die Banken zu bewegen. Die Federal Reserve hatte
am Sonntagmorgen erklärt, sie sei bereit, durch ihr "Swap-Window",
genau wie 2007-2008, der EZB, der Bank of England und der Schweizer
Nationalbank bis Januar 2011 praktisch unbegrenzte Mengen US-Dollars zur
Verfügung zu stellen.

Diese Maßnahmen werden aber absolut nicht dazu
beitragen, die globale finanzielle Desintegration zu stoppen, sondern
vielmehr
die Bevölkerungen von Kontinentaleuropa und den USA einer mörderischen
Schachtschen
Sparpolitik unterwerfen, mit der Folge unausweichlicher sozialer
Explosionen in
der gesamten transatlantischen Welt. Gleichzeitig ist
das die Entscheidung für eine hyperinflationäre Politik, um das bankrotte internationale
Finanzsystem zu retten. LaRouche warnte,  dies könne tatsächlich zur "Hölle auf Erden" führen und in einer, von bestimmten
Teilen der britischen Monarchie jahrelang propagierten "Bevölkerungsreduktion auf unter zwei
Milliarden Menschen" resultieren. "Hier will jemand offenbar Chaos in der
gesamten transatlantischen Region säen," so der amerikanische Staatsmann.