Medienheuschrecke macht Schmutzarbeit für Cheney, Gore und Blair
11. April 2007 •

Zum Artikel in der Berliner Zeitung vom 4. April 2007

Der folgende Bericht faßt einige neue wesentliche Erkenntnisse aus der laufenden Arbeit eines internationalen Forschungsteams zusammen, die für die Öffentlichkeit von allgemeinem politischem und strategischem Interesse sein werden.

Die Berliner Zeitung beteiligte sich am 4. April 2007 an einer Rufmordkampagne gegen die LaRouche-Organisation, die alle Kennzeichen einer klassischen „schwarzen Propaganda-Operation“ des britischen Geheimdienstes trägt. Dabei geht es um inzwischen immer absurdere Verleumdungen in einer wiederholt diskreditierten Lügengeschichte hinsichtlich der Ursachen und Umstände des Selbstmordes des jungen Briten Jeremiah Duggan vor vier Jahren. Hinter dieser Kampagne stehen Kreise der Londoner Fabian Society und der amerikanischen Neokons, die sich ganz offensichtlich durch die Veröffentlichungen ihrer diversen Schandtaten in internationalen, mit LaRouche assoziierten Publikationen, unter Druck gesetzt fühlen.

Es ist gewiss erstaunlich, daß Erika Duggan mittlerweile von eine höchst imposanten Mischung aus PR-Firmen, Anwaltskanzleien, Medienheuschrecken, sowie politischen Kreisen im Umfeld von Dick Cheney, Al Gore und der Downing Street Nr. 10 umgeben ist. Mit Sicherheit sind die dafür aufgewandten Mittel so enorm wie die Methoden der Verleumdung auf dem niedrigsten Niveau, worauf der Vorstandsvorsitzende Eric Dezenhall von der PR-Firma Dezenhall Resources auch noch stolz ist.

Zur Strategie dieser PR-Firmen gehört es, immer wieder neue „Untersuchungsergebnisse“ von „Experten“ aus dem Bereich der Phantasie zu produzieren, die nur den einen Zweck haben, eine neue Welle von Verleumdungen in den Medien zu lancieren. Man setzt einfach beliebige Wahnthesen in die Welt, wie die, Jeremiah habe sich nicht, wie der offizielle forensische Bericht und mehrere Zeugenaussagen zweifelsfrei ergaben, mehrfach in offenbar selbstmörderischer Absicht gegen vorbeifahrende Fahrzeuge geworfen, sondern sei schon vorher tot gewesen, bzw. umgebracht worden. Auf jeden Fall spiegeln die solchen „Experten“ zugeordneten Äußerungen eher die Mentalität des „Pittbulls der Public Relations“ Eric Dezenhall wieder, als irgendeine Realität.

Anlaß für den BZ-Artikel, der im übrigen vollkommen schlampig recherchiert ist, war der Londoner Auftritt einiger „Experten“ am 27. März 2007, bei dem neben den politisch-institutionellen Unterstützern wie der Unterhausabgeordneten Louise Ellman und Lord Janner auch zwei PR-Firmen auftraten, deren Tätigkeiten direkt in hochrangige politische und finanzielle Kreise des englischen Establishments führen. Zum einen handelt es sich um die Londoner Firma Luther Pendragon, zum anderen um die in Washington ansässige Firma Dezenhall Resources.

Pendragon wird geleitet von David Elstein, vormals an führender Stelle im Medienkonzern von Rupert Murdoch. Elstein arbeitete bei dessen Fernsehsender Sky TV und gründete einen weiteren Fernsehsender, Channel 5, für die Mediengruppe. Sky TV half Mitte März 2007 mit, als Al Gore, der frühere US-Vizepräsident und jetzige „Klimaberater“ des britischen Premierminister Tony Blair, sein neues Internet-Propagandaprojekt in England zur Klimafrage, Current TV, aus der Taufe hob. Hauptzielgruppe für Current TV ist die junge Generation zwischen 18 und 35 Jahren. Die Zusammenarbeit zwischen Gore und Murdoch geht zurück auf ein Gespräch in Murdochs Privathaus im Jahr 2006, bei dem beide enge Verbündete bei der globalen Medienkampagne für den Klimaschwindel wurden.

In Elsteins Werdegang findet sich ein weiterer aufschlußreicher Aspekt in seiner Rolle als Gründer der Firma Brook Associates im Jahr 1982. Diese schloß sich später mit der Firma Brian Lapping Productions zusammen und trat danach als Brook-Lapping auf: zum Beispiel 2004 mit der Produktion eines Dokumentarfilms über den amerikanischen Kriegsfalken Richard Perle und seine führende Rolle im „Krieg gegen den Terrorismus“ - eine Auftragsarbeit für die Corporation for Public Broadcasting (CPB), die für den Fernsehsender PBS produziert. PBS drehte damals eine ganze Serie von Filmen unter dem Thema „Amerika am Wendepunkt“ (nach den Ereignissen vom 11. September 2001). Dies Medienprojekt geht auf eine Initiative von Lynne Cheney, der radikal neokonservativen Aktivistin und Ehefrau des amerikanischen Vizepräsidenten Richard Cheney, zurück. Bei PBS findet sich an prominenter Stelle John Train, ein langjähriger Koordinator von Aktivitäten gegen LaRouche.

Eric Dezenhall, Chef von Dezenhall Resources, hat sich spezialisiert auf die aggressive propagandamäßige Verteidigung von Firmen (zumal im Erdölsektor) und rechtslastigen Organisationen gegen Umweltgruppen und andere öffentliche Kritiker. Der als „Pitbull der Public Relations“ berüchtigte Dezenhall beschrieb selbst seine Methoden in einer Rede, die er 1999 auf einer Veranstaltung von Lynne Cheneys Independent Women’s Forum hielt: „Treibt die Angreifer (Kritiker) selbst ins Risiko.“ Die Methode, die offenbar auch in der laufenden „Öffentlichkeitsarbeit“ im Duggan-Fall zur Anwendung kommt, setzt darauf, dem Gegner vor allem über Mitwirkende in den Medien so zuzusetzen, daß er aus Furcht vor weiteren Verlusten klein beigibt. Curt Davies, Recherchen-Direktor der britischen Organisation Greenpeace, schilderte vor kurzem die Vorgehensweise des ihm hinlänglich bekannten Dezenhall: „Er infiltriert gegnerische Gruppen, stiehlt Unterlagen aus ihrem Papierabfall, lügt und tut alles, um den Gegner fertigzumachen.“ Die haarsträubenden „neuen Fakten“, die am 27. März 2007 in London zum Duggan-Fall präsentiert wurden, erinnern übrigens stark an die Machart jener Mysterienkrimis, für die Dezenhall als Buchautor im Nebenberuf bekannt ist.

Die Londoner Firma Luther Pendragon selbst unterhält engsten Kontakt zum Kabinettssekretariat des englischen Premierministers, für das es mehrfach breit angelegte Propagandakampagnen arrangiert hat. Mike Granatt, einer der Gesellschafter von Pendragon, stammt aus dem Informationsamt der englischen Regierung und rückte 1998 in den Kabinettsstab von Premierminister Tony Blair auf, wo er dem Kabinettsekretär Sir Richard Wilson direkt zuarbeitete im Bemühen, mit medienwirksamen Kampagnen das Ansehen der Regierung in der Öffentlichkeit zu verbessern. „Granatt hatte auch eine führende Rolle“, so heißt es hierzu im Internet-Lexikon Wikipedia, „bei der Koordinierung öffentlicher Informationen durch die Regierung während der Vorbereitung auf das Millenium (Jahrtausendwende 2000), während der landesweiten Treibstoffproteste 2000, sowie während des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche im Jahr 2001.“

Die Dienste, die Granatt hier leistete, verschafften ihm den Auftrag, ein Konzept für ein Ziviles Notstandsbüro (Civil Contingencies Sekretariat, CCS) auszuarbeiten, das im Juni 2001 eingerichtet wurde und nach dem 11. September 2001 in volle Aktion im Rahmen der Neuordnung „antiterroristischer“ Maßnahmen trat. Im Jahr darauf übernahm Granatt die Leitung des Informations- und Kommunikationsamts der Regierung (GICS), einen der höchsten Posten in der Regierungsbürokratie. Die Aufgaben des GICS erstrecken sich innenpolitisch auf Kontakte zu Medien und zum Abgeordnetenhaus, zur Polizei, außenpolitisch sogar bis hin zur Beratung von Regierungen. Die Internetseite von Pendragon selbst stellt Granatt vor als jemand, der neben den bereits erwähnten Posten auch an der nationalen Verteidigungsakademie tätig ist, bei der BBC Themen wie Terrorismus und Notstand kommentiert und überdies Erfahrung mit Umweltthemen besitzt - für die laufende Kampagne Blairs und Gores zum angeblichen „Klimanotstand“ eine überaus nützliche Eigenschaft.

Der mysteriöse Todesfall des Dr. David Kelly und der Duggan-Fall

Im Umfeld von Granatt findet man übrigens Phil Bassett, ursprünglich Redakteur in Murdochs Londoner Tageszeitung Times, der zum Leiter der Abteilung „Recherche und Information“ im Amtssitz von Tony Blair (10 Downing Street) avancierte und zusammen mit Blairs Pressesprecher Alastair Campbell 2002 die transatlantische Propagandaallianz Blairs mit Bush und Cheney für den „Krieg gegen Terrorismus“ und den Irakkrieg aufbaute.

In diese Phase bis zum Ausscheiden Bassetts im Oktober 2003 fällt übrigens die massive Kampagne zur Diskreditierung des englischen Rüstungsexperten Dr. David Kelly unter maßgeblicher Beteiligung von Campbell. Dr. Kelly hatte höchstwahrscheinlich das berüchtigte Blair-Dossier vom September 2002 gegenüber dem BBC-Korrespondenten Andrew Giligan in Frage gestellt, das entscheidend für die Herstellung der Lügen war, die zum Irakkrieg führten. Auf dem Höhepunkt der Medienhetzjagd gegen Kelly wurde dieser im Juli 2003 unter ungeklärten Umständen tot aufgefunden“. Die offizielle, von vielen bezweifelte Lesart ist, daß es „Selbstmord“ war. Zeitgleich begann damals die Kampagne englischer Medien, den Selbstmord von Jeremiah Duggan in perfider Weise in eine Serie von Verleumdungen gegen LaRouche umzuinterpretieren.

Bassett ist der Ehemann von Baroness Elizabeth Symons, die bereits im Sommer 2003 in der ersten Medienkampagne gegen LaRouche im Duggan-Fall aktiv war. Für Bassetts früheren Arbeitgeber, die Times, hatten wiederum David James Smith und Carol Midgley schon den ersten Verleumdungsartikel gegen LaRouche verfaßt, wobei Smith eine besondere Rolle bei Versuchen spielte, einzelne Mitglieder der LaRouche-Bewegung in Deutschland und Frankreich mit der Duggan-Kampagne einzuschüchtern und „Informationen“ als Stoff für künftige Verleumdungsartikel zu sammeln.

Bassett ist seit 2003 persönlicher Referent von Lord Falconer, dem Vorsitzenden der Verfassungskommission, der im März 2007 zum Leiter des von Blair gerade neu geschaffenen Justizministeriums ernannt wurde und vermutlich seinen Referenten mit ins neue Amt nehmen wird. Bassetts Ehefrau, die bereits erwähnte Baroness Symons, ist nach verschiedenen Funktionen in der englischen Regierung seit 1974 derzeit tätig als Beraterin für die britisch-amerikanische Anwaltskanzlei DLA Piper, zu deren Klienten auch die US-Luftfahrt- und Rüstungsfirma Lockheed Martin gehört. Dort hatte Lynne Cheney einen Direktorenposten von 1994 bis 2001, als ihr Mann Vizepräsident in Washington wurde. DLA Piper gehört neben Murdochs Sky TV zu den sieben Sponsoren des „Unternehmensgipfel zum Klimawandel“, den Prince Charles am 1. Mai 2007 veranstalten wird. Dort soll der frühere amerikanische Vizepräsident Al Gore, mittlerweile „Klimaberater“ von Blair, auftreten. Bereits ein Auftritt Gores vor 1000 geladenen Gästen in Sheffield Anfang Februar 2007 wurde durch das dortige Büro von Piper organisiert.

Public Relations für Heuschrecken-Kapitalismus

Was die eigentlichen Auftraggeber der Verleumdungskampagne gegen LaRouche betrifft, der ja als entschiedener Gegner monetaristisch-ausbeuterischer Methoden in englisch dominierten Finanzkreisen der „Heuschreckenfonds“ gefürchtet ist, so enthüllt ein Blick auf die Geschäfte der erwähnten PR-Firmen Pendragon und Dezenhall Interessantes. In einem Rückblick auf Juni 2002 berichtete Business Week am 17. April 2006, daß Dezenhall damals für seinen Klienten Exxon-Mobil Demonstranten organisiert habe, die mit provokanten Sprüchen wie „Kapitalismus ist toll!“ oder „Stoppt globales Jammern“ gegen Umweltgruppen wie Greenpeace agierten, die Kritik an der Ölfirma geäußert hatten. Die Gegendemonstranten waren aus der neoliberalen Organisation „Amerikaner für Steuerreform“ rekrutiert worden. Zu dem Vorfall befragt, sagte Dezenhall damals: „Wir unterstützen regelmäßig Think Tanks and andere Experten, deren Ansichten mit denen unserer Klienten übereinstimmen, und wir werden das auch fortsetzen, ohne uns zu entschuldigen.“

Auch im Fall der Energiehandelsfirma Enron, die 2001 wegen ihrer rabiaten Geschäftsmethoden, mit denen die Sicherheit der Stromversorgung in Kalifornien akut gefährdet wurde, zu Recht Zielscheibe breiter öffentlicher Kritik wurde, stand Dezenhall auf der Seite des Unternehmens. Und der unter anderem wegen ihrer Raubrittermethoden im 2003 militärisch besetzten Irak unter Beschuß kommenden Ölfirma Halliburton (Cheney war dort prominent vertreten, ehe er US-Vizepräsident wurde) empfahl Dezenhall, ihre Kritiker kompromißlos fertigzumachen!

Luther Pendragon handhabt auch unter anderem die Öffentlichkeitsarbeit für die Menatep-Gruppe, den früheren Mehrheitsaktionär beim russischen Ölgiganten Yukos, der in den „wilden Reformjahren“ der Ära Jelzin nach 1991 unter Leitung von Michail Chodorkowskij mit mafiösen Methoden zu einem Erdölimperium zusammengerafft wurde. Im Vorfeld des Petersburger G-8-Gipfeltreffens im Juni 2006 lief eine internationale Medienkampagne gegen den russischen Präsidenten und Gipfelgastgeber Wladimir Putin, in der dieser als Urheber der angeblich allerschlimmsten Machenschaften gegen Chodorkowskij, den eigentlichen Macher und Steuerhinterzieher in Milliardenhöhe, beschuldigt wurde. Federführend für einen größeren Teil dieser Medienkampagne war die Londoner PR-Firma APCO, geleitet seit September 2005 von Darren Murphy, einem früheren politischen Sekretär in Blairs Amtssitz in der Downing Street. Die Londoner Times schrieb hierzu am 13. Juli 2006: „Die Firma [APCO] arbeitet auch zusammen mit der ebenfalls in London ansässigen Firma Luther Pendragon, die Medienbeziehungen für GML, vormals Group Menatep, handhabt. GML besitzt 51 Prozent von Yukos, die früher im Besitz von Chodorkowskij war. Luther Pendragon hat GML bei Strafanzeigen gegen die Russische Föderation beraten wegen Anteilen, die bei Yukos wegen angeblicher Steuerhinterziehung konfiziert wurden.“

Aber Pendragon arbeitete Mitte 2003 auch mit David und Simon Reuben zusammen, die in den 90er Jahren ein Milliardenvermögen durch die kriminelle Übernahme von Teilen der russischen Aluminiumwirtschaft gemacht hatten, durchgeführt von den international berüchtigten Raffzähnen Marc Rich und Michael Chernoy. Die Brüder Reuben agierten hierbei mit Rückendeckung der Londoner Metallbörse. Marc Rich wurde bereits in den 80er Jahren wegen ähnlicher Geschäfte in den USA verurteilt, konnte aber - offenbar mit Hilfe oder Wissen seines Anwalts Lewis Libby (2001-2006 Stabschef von Cheney und kürzlich in Washington in einem spektakulären Prozeß verurteilt) - ins europäische Ausland flüchten. Hier knüpfte er bald Kontakte zur Reuben-Firma TransWorld Metals Group, die in der erwähnten Jeltsin-Ära den Zuschlag zu großen Teilen des russischen Aluminiumsektors erhielt.

Was die Vorgänge in der nach-sowjetischen „Reformära“ ab 1991 betrifft, so ist der Aufstieg einer gewissen Julia Timoschenko interessant, der sich zunächst im Rahmen der brutalen Privatisierungen in der ukrainischen Industrie vollzog, bevor sie durch politische Aktivitäten zur Ikone westlicher Geopolitik gegen Rußland verbrämt wurde. Die derzeitige Öffentlichkeitsarbeit für Timoschenko in Washington wird von Dezenhall gemacht.

Anwälte und Lohnschreiber

Während die Interessen der Duggan-Kampagne in Deutschland von den Anwälten Becker, Conen und Strucke mit prominenter Vorgeschichte im linksradikalen und grünen Milieu vertreten werden, ist auch auf englischer Seite ein entsprechend orientierter Anwalt aktiv: Martyn Day von der Anwaltsfirma Leigh & Day. Bis vor einem Jahr war Day Vorsitzender des englischen Greenpeace-Ablegers und ist in anderer Funktion weiterhin im Beirat der Organisation tätig. Es ist schon eine Ironie der Geschichte, daß Day heute ausgerechnet mit Dezenhall, der 2003 in der Auseinandersetzung um Exxon-Mobil der amerikanischen Greenpeace die Steuerfahndung auf den Hals hetzte, in der Duggan-Affäre kooperiert.

Einer der Anwälte, die die Duggans in Deutschland vertritt, ist Nicolas Becker, der in den 70er und 80er Jahren RAF- Mitglieder, später Erich Honecker und den ETA-Terroristen Ramos Vegas verteidigte. Becker kommt aus einer interessanten Juristenfamilie; sein Vater, Hellmut Becker, verteidigte Ernst von Weizsäcker beim Nürnberger Prozess. Die offizielle Webseite der Frankfurter Schule berichtet, daß sein Großvater, Carl Heinrich Becker, 1927 zu ihren Gründungsmitgliedern gehörte. Ein anderer Anwalt, der eine Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe für Frau Duggan einreichen soll, vertritt viele Kurden; sein prominentester Klient war Öcalan, Chef der extremistischen Kurdenorganisation PKK.

Der Verfasser des Verleumdungsartikel in der Berliner Zeitung vom 4. April, Frank Nordhausen, hatte bereits am 11. April 2004 ähnlich verleumderisch über den Duggan-Fall berichtet. Nordhausen arbeitet seit langem eng mit Pastor Thomas Gandow zusammen, dem Sektenexperten der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg, der seinerzeit mit dem berüchtigten Pfarrer Haack, dem deutschen Vertreter der American Familiy Foundation (AFF) zusammenhing. Die AFF stammt aus anglo-amerikanischen Geheimdienstoperationen des Kalten Krieges, wie dem Kongress für Kulturelle Freiheit (CCF), der Kybernetik-Gruppe und dem Projekt MK-Ultra und verfügt über beste Beziehungen zur Wall Street.

Was die Berliner Zeitung angeht, so wurde sie 2005 von der britischen Mecom-Gruppe geschluckt, einem Finanzprojekt von Lady Hogg, die auch im Aufsitzrat von BBC sitzt und Tony Blair bei seinem Coup gegen die BBC-Führung unterstützte, die zuvor seine Lügen aufgedeckt und in diesem Zusammenhang Lyndon LaRouche zu Wort kommen ließ. Die Mecom-Gruppe wurde dabei von dem amerikanischen und Londoner Investmentfunds Veronis Sulher Stevenson, der sich auf Medienübernahmen spezialisiert hat, unterstützt. Die Redaktion wehrte sich vergeblich gegen die Übernahme durch diese „angelsächsische Heuschrecke“. Sowohl der Chef von Mecom, David Montgomery, als auch der neue Chefredakteur, Josef Depenbrock, sind für ihre rücksichtslose profitorientierte Herangehensweise bekannt. Sie erklärten, der Profit müsse um 20 Prozent steigen.

Mit ehrlichem Journalismus hat dies alles absolut nichts zu tun. Andrew Marr, der Herausgeber de britischen Zeitung Independent, in der Montgomery als Chef der Mirror-Gruppe einen entscheidenden Einfluß hatte, verglich Montgomerys Methoden bei der Berliner Zeitung mit seinen Erfahrungen beim Independent: “Jedem, der in den 90er Jahren beim Independent arbeitete, wird das alles bekannt vorkommen. Davids Besessenheit war es damals, so viel traditionelle Berichterstattung von der Zeitung zu entfernen wie möglich, und sie stattdessen in ein Skandalblatt für Yuppies zu verwandeln.“

Eines ist jedenfalls klar: wenn man den Hintergrund der Personen und Interessengruppierungen beleuchtet, die sich jetzt den Duggan-Fall auf die Fahnen geschrieben haben, tun sich wahre Abgründe auf. Die Lügen über die angeblichen Umstände des Selbstmordes von Jeremiah entspringen offensichtlich einem reichen Erfahrungsschatz aus der eigenen Praxis.





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