Der Klimagate-Skandal und die Öko-Diktatur
16. Dezember 2009 •

von Stephan Ossenkopp, Landesvorsitzender der BüSo Niedersachsen

Klimagate-Skandal enthüllte jüngst ein Netzwerk von Wissenschaftsfälschern, das seit geraumer Zeit die Lüge aufrecht erhält, eine menschengemachte Klimakatastrophe bedrohe die Erde. Auf einer am 4. Dezember 2009 von echten Forschern besuchten Klimakonferenz in Berlin zeigte man darüber offene Entrüstung und Widerstand.

Die kürzlich veröffentlichte interne E-Mail-Korrespondenz zwischen führenden Anhängern der Theorie des angeblich durch menschliche Aktivitäten verursachten Klimawandels zeigen klar und deutlich: das Ganze ist lediglich eine Verschwörung mit gigantischen kriminellen Dimensionen. Auf einer am 4. Dezember in Berlin veranstalteten Klimakonferenz, auf der sich wirkliche Forscher und Experten austauschten, war diese skandalöse Enthüllung - Klimagate oder Climate-Gate getauft - selbstverständlich das allgegenwärtige Thema.

Der amerikanische Physiker und Klimatologe Fred Singer eröffnete seine Ansprache mit den Worten: „Ich bin sicher, Sie sind sich der Tatsache bewußt, daß die Enthüllungen der vergangenen Tage einen Betrug in der Klimaforschung aufzeigen, der den gesamten IPCC-Bericht in Frage stellt. Mehr noch, die gesamte wissenschaftliche Grundlage für die Kopenhagener Konferenz muß nun angezweifelt werden.“ Der „Weltklimarat“ (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) ist der harte Kern der Klimawandel-Theoretiker. Ihr Selbstverständnis ist das einer unangreifbaren Kaste, deren Verlautbarungen kaiserlichen Edikten gleichkommen.

Eines seiner führenden Mitglieder, Professor Phil Jones, Meteorologe am Klimaforschungsinstitut der University of East-Anglia, steht im Zentrum des Skandals. Jones hatte in seinen E-Mails u.a. Mitarbeiter angewiesen, Datenmaterial, das im Zusammenhang mit einem Forschungsbericht des IPCC steht, zu löschen. Der Britische Politikberater und Wissenschaftsexperte Lord Christopher Monckton bezog dazu auf der Berliner Klimakonferenz Position: „Das ist ein Verbrechen. Warum? Drei Wochen zuvor hatte der Wissenschaftler David Holland auf der Grundlage des Gesetzes über die Freigabe von Informationen eine formale Anfrage an die University of East Anglia gestellt, und er wollte genau jene Daten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben, die man anschließend zu vernichten trachtete.“ Monckton und Singer haben bereits Beschwerde eingereicht und rechnen mit einer Verurteilung und einer hohen Bußgeldstrafe für Jones.

Internationales Netzwerk von Betrügern

Doch Klimagate ist viel umfangreicher. Christopher Monckton deckte in seinem Konferenzbeitrag ein internationales, eng verflochtenes Netzwerk von Betrügern auf, die einen „organisierten und systematischen Wissenschaftsbetrug“ begangen hätten, indem sie wissenschaftliche Daten verzerrt, verfälscht und vernichtet hätten. Zu diesem Netzwerk gehören unter anderem James Hansen vom Goddard-Institut der NASA, der Daten aus Temperaturmessungen so verbog, daß sie einen dramatisch überspitzten Temperaturanstieg zeigten, Ben Santer, der den IPCC-Bericht von 1995 willkürlich umschrieb, indem er einen „menschlichen Einfluß auf das Klima der Erde“ attestierte, obwohl der ursprüngliche Bericht aussagte, es gebe keine Schlußfolgerungen in diese Richtung. Außerdem gehören dazu der prominente Michael Mann, der die gefährlich nach oben ausschlagende „Hockeyschläger-Kurve“ durch Tricks in seinem mathematischen Algorithmus erzeugte, Tom Karl, der Direktor des US-Klimadatenzentrum, dessen eigene Daten eigentlich eine globale Abkühlung zeigen, während er vor dem amerikanischen Kongreß schlicht das Gegenteil behauptete, zu diesem Netzwerk gehören aber auch Stefan Rahmstorf und Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, beide Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung.

Monckton äußerte sich später in einem Gespräch mit Konferenzgästen so: „Wir haben immer den Verdacht gehegt, daß sie alle miteinander verbunden seien, aber wir konnten es nie beweisen. Nun können wir es.“ Diese Leute haben, so Monckton, die „Daten verdreht, verzerrt und erfunden, haben miserable mathematische Prozeduren und falsche Wissenschaft verwendet, die Dinge vorsätzlich nur in eine Richtung gedrängt, eine falsche Richtung hin zu größerer Sorge, als man sie haben sollte.“

Das alles sei unter anderem aus finanziellen Gründen, aus Profitgier geschehen. Außerdem habe er durch das Lesen der E-Mails den Eindruck bekommen, daß es sich um äußerst unangenehme und extremistische Zeitgenossen handele. „Ich glaube, daß viele Wissenschaftler sehr schockiert waren, als sie herausfanden, daß eine so unwissenschaftliche Herangehensweise angewandt wurde, und zwar von Leuten, von denen man dachte, daß man ihnen trauen könnte“, sagte Monckton einem Konferenzteilnehmer.

Schwarz-Gelb schlimmer als Rot-Grün

Die Referenten dieser hochkarätig besetzten und von einem äußerst kompetenten Publikum besuchten Berliner Konferenz machten eindeutig klar, daß keines der Argumente der Klima-Angstmacher stimmen kann, wenn man Beobachtungen von Experten, sowie die Aufzeichnungen und Messungen der Wettersatelliten und Wetterstationen gründlich auswertet und historisch einordnet. Es ist der Komplizenschaft eines Medienkartells und der scheinbar unerschöpflichen Korruption unter Politikern und Akademikern zu verdanken, daß die breite Öffentlichkeit diesen Betrug nicht durchschauen konnte. Christopher Monckton sprach von einer „Verschwörung des Schweigens“ bei den Medien. So habe BBC erst Wochen nach dem Erhalt der E-Mails reagiert - aber nur, weil eine kleine Webseite bereits Aufsehen damit erregt hatte. Die deutschen Medien und die Führung in der deutschen Politik und Wirtschaft übertrumpfen sich bei der Klima-Debatte leider in vorauseilendem Gehorsam. So sagte der deutsche Umweltminister Norbert Röttgen, ein Jurist, im Vorfeld der Kopenhagener Konferenz, wir bräuchte eine „massive CO2-Reduzierung“, und sprach von der Gefahr eines Anstiegs des Meeresspiegels um 7 Meter.

Der ehemalige Chef der US-Wettersatellitendienstes, Fred Singer, belegte jedoch eindeutig, daß keine der Meßdaten eine bemerkenswerte Erwärmung anzeige. Für die deutsche Wirtschaft wäre eine massive Reduktion des CO2-Ausstoßes bzw. die Besteuerung der Emissionen gleichbedeutend mit dem Zusammenbruch Deutschlands. Singer war zurecht entrüstet über so viel Dummheit seitens der deutschen Wirtschaftsführung: „Ich habe hier etwas, was vom BDI veröffentlicht wurde. Sie akzeptieren jedes Wort des IPCC. Wie ist es möglich, daß gebildete Leute, die vielleicht sogar ausgebildete Ingeniere sind, einen solchen Unsinn hinnehmen können? Sie glauben vielleicht, daß sie davon profitieren werden. Das werden sie nicht! Alle werden verlieren, jeder hier wird dabei verlieren, und es ist eine Schande, daß diese Dinge geschehen können. Ich lese Ihnen die Namen einiger dieser Leute vor: Keitel, Löscher, Schulz...“

Man hatte gehofft, so Singer, daß die neue deutsche Regierung in die Richtung der Australier gehen würde. Dort brachten die Liberalen das Emissionshandelsgesetz zu Fall. „Doch jetzt“, sagt Singer, „stellen wir fest, daß Schwarz-Gelb einen Weg verfolgt, der sich nicht von Rot-Grün unterscheidet oder sogar noch viel schlimmer ist. 40% Senkung bis 2020? Das ist lächerlich, das macht gar keinen Sinn.“

Weltregierung im Kopenhagener Vertrag

Lord Christopher Monckton ist einer der wenigen, die den Vertragsentwurf der Kopenhagener Konferenz überhaupt gelesen haben. Was die Vertreter von 192 Nationen dort unterschreiben sollen, sei nichts weniger als der Wunschtraum jedes Diktators, nämlich ein nicht gewähltes Regime, das über mehr Macht verfügt als irgendeine Nation der Welt - USA, China, Rußland und Indien eingeschlossen. „Ich habe den Vertrag von Kopenhagen gelesen“, sagte Monckton in Berlin auf Nachfrage eines Gastes im Publikum. „Der Vertrag besagt, daß es eine Weltregierung geben wird, die mit der Macht ausgestattet sein wird, in den USA Steuern in Höhe der Hälfte des jährlichen amerikanischen Verteidigungshaushaltes zu erheben, und in anderen Ländern wird es auf das gleiche hinauskommen. Sie wird die Befugnis haben, alle Patentrechte aufzuheben, alle freien Märkte zu schließen und sie durch Behörden zu regulieren. All diese Punkte stehen in dem Vertrag. Man will die Freiheit, die Sie seit 20 Jahren in Deutschland genossen haben, abschaffen, will die Freiheit des Westens beenden, die zu einem großen Teil zu Wohlstand in der Welt geführt hat. All das würde verschwinden. Und keine größere Nachrichtenagentur hat erwähnt, daß diese und andere Regelungen in dem Vertrag enthalten sind. Man hat völliges Stillschweigen bewahrt. Das hat nichts mit Wissenschaft zu tun, sondern das ist Politik, und zwar der übelsten Sorte.“

Die Idee einer Weltregierung mit ungeheuren Machtbefugnissen, so erzählte Monckton am Rande der Konferenz, hatte Sir Maurice Strong bereits im Kopf, als er den IPPC als politische Körperschaft innerhalb der Vereinten Nationen gründete. Früher habe man geglaubt, daß das durch Gewalt geschehen würde, militärische Gewalt. Statt dessen geschehe dies durch einen „bürokratischen Staatsstreich“ im Namen der Rettung des Planeten: „Sie sind zu dem Schluß gekommen, daß sie selbst die freien Nationen des Westens überreden können, ihre Demokratie aufzugeben, ihre Freiheit aufzugeben und letztendlich alle wirtschaftliche und ökologische Macht an eine nicht gewählte Weltregierung abzutreten.“ Das wäre dann die Öko-Diktatur von Kopenhagen.