Drei Schritte zum Aufschwung?

von Lyndon LaRouche

12. September 2011

Eine Anmerkung für den Leser

Seit dem „Pariser Frieden“ vom Februar 1763 gibt es in der prägenden Weltgeschichte fast durchgehend bis heute zwei widerstreitende englischsprachige Hauptströmungen. Diese beiden Strömungen waren das Britische Empire auf der einen Seite und unsere Republik der Vereinigten Staaten auf der anderen Seite. Sollte das Britische Empire, der eigentliche Gegner unserer Vereinigten Staaten seit 1763, weiterhin die tonangebende Kraft auf der Erde bleiben, würde der gesamte Planet sehr bald in einen Alptraum abstürzen, der noch weit schlimmer wäre als ein „neues finsteres Zeitalter“. Dies ist das drohende Ende eines Trends, der seit dem Mord an Präsident John F. Kennedy und seinem Bruder Robert eingesetzt hat. Solange dieser seit der Ermordung der beiden Kennedys anhaltende Trend nicht abgeändert wird, ist ein weltweiter Wirtschaftskollaps die derzeit wahrscheinlichste Option.

Unser Streit mit dem Britischen Empire wird sich bald auf die eine oder andere Weise erledigen. Der Ausgang dieses Streits wird von Überlegungen zu Aufgaben abhängen, die maßgebliche Nationen der Erde wie die Vereinigten Staaten, Rußland, China und Indien gemeinsam anpacken müssen, um der Herausforderung der nahenden Veränderungen in unserer Galaxis gerecht zu werden. Im Augenblick sind wir in der Hinsicht gewissermaßen in einer Zeit gefangen, in der eine Fortsetzung des ständigen Versagens der jetzigen US-Regierung droht. Wenn nicht die völkermörderischen Impulse der britischen Monarchie sofort unterbunden werden, ist der Absturz des Planeten in ein weltweites „neues finsteres Zeitalter“ so gut wie sicher.

Deswegen wiederhole ich noch einmal, was ich eben gesagt habe: Unsere Aufgabe besteht jetzt unmittelbar darin, die vom Britischen Empire ausgehende Bedrohung für denn Fortbestand unserer Vereinigten Staaten zunichte zu machen. Tatsächlich bedroht das Empire sogar die Existenz der gesamten Menschheit. Diese britische Bedrohung der Zivilisation abzuwenden, ist damit jetzt die entscheidende strategische Aufgabe für die ganze Welt.

Glücklicherweise ist ein schmerzlicher Ausgang für uns, die wir die nahe Zukunft der Erde miterleben werden, nicht unabwendbar. Dennoch muß die Lage als akute Bedrohung für die nahe Zukunft betrachtet werden. Der Himmel stehe uns bei, wenn diese abgehalfterte britische Marionette, US-Präsident Barack Obama, nicht in den kommenden Tagen in Schande aus dem Amt gejagt wird.

Wenn das unsere Sorge ist, dann sollten wir jetzt einen Sprung nach vorn für die Menschheit tun. Fragen wir uns: Was sind die Kräfte, die Aufgaben zum zukünftigen Nutzen der menschlichen Gattung übernehmen können? Für einen Hinweis auf die Antwort auf solche Fragen beginne man mit der Geschichte der europäischen Neuzeit, angefangen mit Nikolaus von Kues’ Rolle bei der Vorbereitung und Durchführung des überaus hoffnungsvollen Konzils von Florenz 1438 und danach.

Was hat Kolumbus entdeckt?

Man betrachte in diesem Licht, was faktisch eine Prophezeiung des Kardinals Nikolaus von Kues war. Cusas damalige Weitsicht bestärkte Christoph Kolumbus, Schiffsreisen über den Atlantik bis in die Karibik zu unternehmen, und so kam die heutige Aufteilung zwischen dem „alten Europa“ und den später triumphierenden Vereinigten Staaten zustande.

So kam es mit dem Versagen maßgeblicher Nationen dazu, daß nach der Renaissance das Schicksal der neuzeitlichen Welt hauptsächlich in die Hand der beiden aufstrebenden englischsprachigen Großmächte der Welt gelegt wurde: das Britische Empire mit seinen jetzt rapide schwindenden Mitteln, und unsere Vereinigten Staaten, die Britannien möglicherweise besiegen können.1Der „Pariser Frieden“ vom Februar 1763 bewirkte, daß in der europäischen Kultur ein langfristiger Trend etabliert wurde, in dessen Mittelpunkt das Ziel steht, eine anglo-holländische transatlantische Kultur zu schaffen. Dies begann damit, daß Wilhelm von Oranien nach seiner Eroberung der Britischen Inseln unter der Flagge der „neuen venezianischen Partei“ an die Macht kam und 1688 Nachfolger Jakobs II. wurde. Wilhelm, dessen Macht auf Paolo Sarpis Coup innerhalb der alten venezianischen Partei basierte, leitete den Machtwechsel auf den Britischen Inseln ein, der dann in die Gründung der britischen Monarchie unter Georg I. mündete. Das moderne Britische Empire entstand mit dem Pariser Frieden vom Februar 1763 in Form der aufstrebenden Macht der Britischen Ostindiengesellschaft unter Führung Lord Shelburnes, der 1782 das britische Foreign Office begründete, das damit faktisch die eigentliche Unterordnung des britischen Königreichs unter die Autorität des späteren Britischen Empire besiegelte.

Leider wurde die Macht, die heute die Staatschefs des heutigen Vereinigten Königreichs vertreten, überwiegend im Dienst der globalen Herrschaft eines britischen Imperialismus ausgeübt.

So leben wir in der jüngsten Vergangenheit entweder unter der weltweiten Vorherrschaft britischer Tyrannen wie der Kaiserin-Königin Elisabeth II., oder in viel zu seltenen, besseren Momenten unter der alternativen Herrschaft von Gegnern des Imperialismus wie einigen US-Präsidenten des 20. Jahrhunderts: William McKinley (sehr kurz), Franklin D. Roosevelt, General Dwight Eisenhower, John F. Kennedy, Lyndon Johnson und „Bill“ Clinton.

Leider haben seit dem Ende der beiden Amtszeiten Präsident Clintons seine Nachfolger den Vereinigten Staaten nur die allerschlechtesten Aussichten gebracht, so wie wir das unter den verheerenden Präsidenten George W. Bush jun. und Barack Obama, dem Marionettenpräsidenten des Empire, erlebt haben.

Was die übrigen wirklich maßgeblichen Staatsführungen unter den Großmächten der Nachkriegszeit bis heute angeht, so waren dies hauptsächlich die Sowjetunion (bis zu ihrem Untergang), Indien und China, die aufgrund ihrer territorialen und kulturellen Geschichte „große Nationen“ waren oder sind. Heute verkörpern Rußland, China und potentiell Indien zusammen mit den USA als Kombination eine wachsende Macht und Bevölkerung.

Die Haupthoffnung der Menschheit ruht derzeit auf einer möglichen gemeinsamen Rolle der Vereinigten Staaten, Rußlands und Chinas, denen sich Indien kurz nach der praktischen Errichtung der Einigkeit der drei Initiatoren anschließen dürfte. Sobald sich Indien als namhafte Macht von den noch verbliebenen Überresten britischen Einflusses befreit hat, wird dieses Land von sich aus in naher Zukunft eine zunehmende Führungsrolle in der Welt beanspruchen.

Entsprechend sind diese vier (bzw. drei-plus-eins) Mächte die wichtigsten Partner, auf die sich die Völker der Welt in den unmittelbar bevorstehenden Jahren stützen müssen. Eine von diesen Nationen ausgehende Zusammenarbeit muß die Menschheit in ein System weltweiter Initiativen führen, welches die Form souveräner Nationen auf unserem Planeten wie auch in der Rolle der Menschheit im Sonnensystem und darüber hinaus annimmt.

Leider spielt das Britische Empire hier immer noch eine bedrohliche Rolle. Es existiert noch genauso wie in den letzten Jahrzehnten mit seinen diversen Einflußagenten wie Margaret Thatcher, François Mitterrand und deren einfältigem, aber hinterhältigen Komplizen US-Präsident George H.W. Bush (sen.), dessen Vater Prescott Bush Adolf Hitler gefördert hatte. Diese Kollektion übelster Staatsführer hat die anderen Nationen West- und Mitteleuropas um ihren Anspruch auf eine wirkliche zukünftige Souveränität gebracht - einen Verlust der Souveränität, den man unter der Herrschaft solcher Halunken jüngst mit der neuen Bezeichnung „Governance“ versehen hat.

In dem Augenblick, in dem diese Zeilen geschrieben werden, ruht deshalb die Hoffnung auf die nötige Initiative für den ganzen Planeten offenbar auf einer Zusammenarbeit zwischen drei der größten Mächten dieser Erde: USA, Rußland und China. Diese bieten die unmittelbare Perspektive eines Trios von Nationen, das in diesem Moment wichtiger Entscheidungen für die gegenwärtige und zukünftige Weltgeschichte für die übrigen Nationen der Erde eine unmittelbar entscheidende Bedeutung hat.

Wir gehen davon aus, daß sich Indien bald jenen drei anschließen wird, um eine vierte führende Nation derselben Gruppe mit ihren gemeinsamen Zielen zu werden.

Vorwort:

Schlimmer als Hitler!

Nur die Menschheit kennt, erlebt oder erleidet Geschichte.

Es war einmal ein Ungeheuer namens Adolf Hitler. Dieser Adolf war aber im Grunde nur eine Marionette, geschaffen von einer imperialen britischen Monarchie, die seine Fäden zog. Diese britische Monarchie dient als ein „viertes Römisches Reich“, und dieses Reich hat sich nach Hitlers Tod als noch bösartiger, aber auch langlebiger als Hitler entpuppt.2Man vergesse nicht den Umstand, daß die Briten Adolf Hitler genau zu jener Zeit an die Macht brachten, als Franklin Delano Roosevelt (kurz als FDR bekannt) ins US-Präsidentenamt eingeführt werden sollte. Alle wichtigen Entscheidungen zur Unterstützung Hitlers wurden zwischen der britischen Königsfamilie, der Bank von England und den Wallstreet-Kreisen abgestimmt; Prescott Bush von Brown Brothers Harriman und die Bank von England schufen und überwachten Hitler in dieser Zeit und kontrollierten seinen Machtaufstieg bis hin zu Hitlers späterem Selbstmord. Das war und ist die königliche Mannschaft imperialistischer Lakaien hinter dem menschenfeindlichen World Wildlife Fund (WWF).3Das ursprüngliche (erste) Römische Reich wurde von Byzanz, der Normannenherrschaft und dem Britischen Empire („viertes Rom“) abgelöst. Dieses „vierte Römische Reich“ entstand faktisch durch den britischen Sieg beim „Pariser Frieden“ von 1763. Seit dieser Zeit wurde die britische Imperialmacht nur durch die antiimperialistischen Vereinigten Staaten von Amerika (USA) wirklich herausgefordert. Was die britische Monarchie am meisten fürchtet, war immer eine wirkliche Wiedergeburt der Vereinigten Staaten. Unter den meisten Kontinentaleuropäern und den Erben der Habsburg-Dynastie sowie selbst unter einfältigen Bürgern der Vereinigten Staaten und sogar unter einigen ihrer Präsidenten herrscht hier allerdings von jeher ziemliche Verwirrung.

Eine klare Veranschaulichung des Problems war Präsident Franklin Roosevelts widerlicher Nachfolger, jener „Harry S Truman“, in dem man besser den Winston-Churchill-Verehrer des Wallstreet-Typs erkannt hätte.

Die Morde an wirklichen amerikanischen Patrioten wie Präsident John F. Kennedy und auch seinem Bruder Robert sollten uns daran erinnern, wie mächtig die britischen Imperialisten und ihre US-amerikanischen Lakaien heute sein können.

Nehmen wir als Beispiel diesen elenden Harry Truman, der im wesentlichen ein Kind der Wallstreet war. Er führte nahtlos die Rolle offen verräterischer, anglophiler Rüpel wie dem Nachkommen der Konföderierten Theodore Roosevelt und dem Ku-Klux-Klan-Fanatiker Präsident Woodrow Wilson fort. Diese beiden wandelten in der Tradition des britischen Agenten Aaron Burr und auch von dessen Günstling, dem zeitweiligen Präsidenten Andrew Jackson. Alle diese bedauerlichen Figuren der amerikanischen Geschichte, Jackson eingeschlossen, waren Kreaturen im Gefolge von Jacksons Wallstreet-Mäzen und Nachfolger im Präsidentenamt, Martin van Buren.

Trumans gescheiterte Wiederwahl durch den Wahlsieg des patriotischen Präsidenten Dwight Eisenhower unterband zumindest für eine gewisse Zeit die allerschädlichsten Folgen von Trumans Erbe. Mit der späteren Wahl von John F. Kennedy, einem der Roosevelt-Tradition verschriebenen Präsidenten, wurde Franklin Roosevelts Politik erneuert. Doch als das liberale Establishment die Hintergründe des Mords an Präsident Kennedy und anschließend an seinem Bruder und führenden Präsidentschaftskandidaten Robert Kennedy vertuschte, begann jener Prozeß der Zerstörung der Vereinigten Staaten, der mehr oder minder aggressiv bis auf den heutigen Tag anhält. Da schlimmste Unheil ereilte die USA erst durch die beiden Amtszeiten von Präsident George W. Bush und anschließend etwas noch weit Schlimmerem, der Amtszeit des geistig nicht normalen, britischen Marionettenpräsidenten Barack Obama.

Präsident Barack Obama verhält sich als der schlimmste und faktisch verräterischste Präsident, den die Vereinigten Staaten je hatten - aber es ist kein Zufall, daß eine erhebliche Anzahl gewählter amerikanischer Präsidenten ebenso wie er de facto offene britische Agenten waren, die gegen die Vereinigten Staaten und ihr Volk wirkten.

Käufliche Präsidenten

Auf der Liste offen verräterischer oder verrückter Präsidenten oder Vizepräsidenten steht u.a. Aaron Burr, der seine Anweisungen vom Boß der Britischen Ostindiengesellschaft, genannt Lord Shelburne, und von Shelburnes Lakai Jeremy Bentham erhielt.

Diese Liste von US-Präsidenten, die unter dem Einfluß verräterischer oder entsprechender Personen standen, umfaßt solche, die von Leuten wie Lord Shelburnes Handlanger Bentham gesteuert wurden. So war Bentham der Mann hinter Aaron Burr, dem britischen Agent und Verräter an den Vereinigten Staaten. Ähnlich sind praktisch die Fälle all der Lakaien oder bloßen Weichlinge, die man auch heute noch „von innen“ gegen die Vereinigten Staaten arbeiten läßt.4Als Präsident Abraham Lincoln die irregeführten konföderierten Soldaten begnadigte, sollte damit nicht die Tatsache geleugnet werden, daß eine solche Begnadigung als Akt der Vergebung für wirkliche Verbrechen, zu denen viele Teilnehmer der von Britannien ausgehaltenen Konföderation verleitet worden waren, erforderlich war. Lincoln wollte mit diesem Vorgehen die verlorenen Söhne in die Familie, die sie verraten hatten, wieder aufnehmen - ein Vergeben der Verblendung der Soldaten, sich in den britisch-imperialen Schwindel der „Bundesstaatenrechte“ einspannen zu lassen. Gut ein Jahrzehnt nach Präsident Lincolns Tod wurden leider die Rechte der befreiten Negersklaven aufgrund von Britannien angestifteter Übergriffe weitgehend für nichtig erklärt, wodurch ein Zustand faktischer, wenn nicht sogar realer Sklaverei entstand. Britisch beeinflußte, verirrte Kreise hatten sich auf diese moralische Untat als Konzession an britische Imperialinteressen lange nach Präsident Lincolns Ermordung (1865) eingelassen - ein gewissenloses Vorgehen des korrupten designierten Präsidenten Rutherford Hayes. Hayes kam ziemlich genau 100 Jahre vor meiner Geburt (8. September 1922) am 4. Oktober 1822 auf die Welt. Hayes hatte sich in einer hart umkämpften Präsidentschaftswahl durchgesetzt, in der er sich von Präsident Abraham Lincolns gesamtem Vermächtnis abwendete - ein Verhalten, dessen Fluch unsere Vereinigten Staaten bis heute verfolgt: genauso wie das Verhalten des bösartigen Präsidenten Barack Obama, der ein noch viel abscheulicheres Verbrechen als Hayes begangen hat, nicht nur gegen die Vereinigten Staaten, sondern gegen die ganze Menschheit und besonders gegen die heutigen Opfer britischen Massenmords und sklavenähnlicher Brutalität in Afrika.

Lord Shelburne, der auch für seine Förderung von Edward Gibbons und dessen Verfall und Untergang des Römischen Reichs bemerkenswert ist, war aus dem Pariser Frieden von 1763 als wichtige Figur hinter dem Siebenjährigen Krieg hervorgegangen und repräsentierte die Macht der damaligen Britischen Ostindiengesellschaft. Schon damals schickte sich die Ostindiengesellschaft an, sich eine nach außen hin nationale britische Monarchie praktisch einzuverleiben. In Wirklichkeit war das britische Königreich, das sich infolge von Shelburnes Herrschaft und Kaiser Napoleons Niederlage entwickelte, ein „neues Römisches Reich“, das bis heute die alten Traditionen der Cäsaren fortführt.

Das jetzige Britische Empire war und ist das „vierte“ in einer Abfolge römischer Imperien, nämlich als zweites Byzanz, als drittes die von Venedig gelenkten normannischen Kreuzfahrer (die den Überrest des Erbes Karls des Großen zerstückelten), und schließlich als viertes das neuzeitliche (auch als „neues venezianisches Reich“ bekannte) Großbritannien. Gegen das Prinzip aller diese Reiche standen die Ziele des großen ökumenischen Konzils von Florenz im 15. Jahrhundert. Das „Britische Empire“ wurde zum ersten wirklichen Weltreich der Neuzeit, diesen Anspruch erhebt es seither ununterbrochen, und heute herrscht es über ein ruiniertes West- und Mitteleuropa, das nur noch auf einen lächerlichen Lakaienstatus reduziert ist, den man heute als „Governance“ bezeichnet.

Wegen der Abfolge von Verschlechterungen befindet sich das Empire selbst inzwischen in einem Endzustand des Zerfalls. Nun stellt sich die Frage, ob der Zusammenbruch des Britischen Empires zu einem (für das Empire hochverdienten) „neuen finsteren Zeitalter“ führt, wie sich dies unter den Präsidenten George Bush jun. und dem üblen Barack Obama bereits ankündigt - oder ob die USA wieder aufleben, indem der amtsunfähige Obama sofortig abgesetzt wird und wir zur eigentlichen Absicht hinter der US-Verfassung zurückkehren, nämlich daß die Vereinigten Staaten eine führende Stellung unter gleichermaßen souveränen Nationalstaaten einnehmen. Werden die USA dieser Herausforderung nicht umgehend gerecht, wäre die gesamte Zivilisation zum Kollaps verurteilt.

Sollte es den USA nicht gelingen, Obama in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken, werden die Vereinigten Staaten sehr schnell von der politischen Weltkarte verschwinden.

Dazu kann und muß ein Europa souveräner Nationalstaaten mit ihren jeweiligen Landessprachen wiederhergestellt werden. Es kann im Prinzip wiederhergestellt werden, wenn wir zu den Zielen zurückkehren, die einst das große ökumenische Konzil von Florenz 1439 inspirierten. In die heutige Sprache übersetzt bedeutet dies, daß man versucht, zu einer Weltordnung kooperierender Nationen überzuwechseln, die alle vollkommene Souveränität als Nationalstaaten genießen. Das entspricht in diesem Fall voll und ganz der ausdrücklichen Absicht der ursprünglichen Bundesverfassung unserer Vereinigten Staaten.5Siehe auch Nikolaus von Kues, Concordantia Catholica und De Docta Ignorantia. Die Entstehung einer kompetenten Naturwissenschaft sowie der Prinzipien der modernen europäischen Wissenschaft und Staatskunst läßt sich in hohem Maße auf die Beiträge von Filippo Brunelleschi und Nikolaus von Kues zurückführen. Beide teilen sich die Ehre, das physikalische Prinzip der Kettenlinie als Kern der Entwicklung einer physikalischen Geometrie etabliert zu haben, wie es in Brunelleschis Entwurf der Kuppel von Santa Maria del Fiore und in Kardinal Nikolaus von Kues’ De Docta Ignorantia zum Ausdruck kommt. Auch die Weiterführung verwandter Formen der Kettenlinie und deren Beziehung zur Schlepplinie durch den Cusa-Anhänger Leonardo da Vinci ist hier von großer Bedeutung. Auf Cusa gehen auch die Unternehmungen zurück, mit denen im 14. und 15. Jahrhundert die „Entdeckung Amerikas“ möglich wurde. Der Trend zum Verfall der Wissenschaften Ende des 14. und während des 15. Jahrhunderts erzeugte die ironisch gegensätzlichen Richtungen von wissenschaftlichem Fortschritt und der Korruption der modernen Wissenschaft im Zwiespalt zwischen kompetenter Entwicklung und Unterwanderung durch den Liberalismus, ein Prozeß, der bis heute anhält.

Wenn das momentan noch triumphale britische Weltreich reif dafür ist, die Macht an die (jüngst in ihrer Souveränität bedrohten) USA und deren neue Verbündete wie Rußland und China, und in Kürze auch Indien, abzugeben, dann werden sich die Vereinigten Staaten auf eine transpazifische Erneuerung unseres Planeten umorientieren. Die Gefahr für die Menschheit heute liegt in der Gefahr, daß leider die Nationalstaaten auf der ganzen Welt schon sehr bald wie im Zuge eines einzigen Stoßes verschwinden könnten. Ein solcher gefährlicher Stoß kann von der britischen Monarchie ausgehen, die plant, einen Prozeß der Massenausrottung unter der großen Bevölkerungsmehrheit dieser Erde auszulösen.

Als Alternative zu einem so schrecklichen Schicksal für unsere Erde, wie es der Einfluß des heutigen Britischen Empire verkörpert, müssen wir uns die Ziele zueigen machen, die in der Verfassung der USA festgeschrieben sind.

Uns bleibt im Augenblick nur übrig, zu reagieren, indem wir eine globale Freundschaft zwischen souveränen Nationen aufbauen - Nationen, die zwar jeweils spezifische kulturelle Unterschiede aufweisen, die aber einig sind in dem Ziel, möglichst bald völlig souveräne Nationalstaaten zu werden, die als Einheit zu einen gemeinsamen Zweck beitragen. Zweck einer solchen Einheit ist es, Nationen zu entwickeln, die vom Zusammenwirken einer ganzen Palette sich neu orientierender Staaten profitieren. Typisch wäre ein Bündnis zwischen den pazifischen Staaten USA, Rußland und China, die ein gemeinsames Interesse an der Herausbildung vollkommen souveräner Charaktere als Nationen haben, gleichzeitig aber auch gemeinsamen Zielen verpflichtet sind, die der besonderen schöpferischen Natur der menschlichen Souveränität nutzen.

Dieses Ziel läßt sich wirksam erreichen und bewahren, wenn man bestimmten gemeinsamen Grunddefinitionen der praktischen Bedeutung einer solchen Vorstellung von Souveränität folgt. Die Umsetzung dieses historischen Bestrebens ist der Gegenstand der nun folgenden Seiten.

I. Das menschliche Prinzip

Das häufigste Hindernis für die richtige Vorstellung von spezifisch menschlicher Kreativität liegt darin, daß - beispielsweise zwischen Nationen - die notwendigen Haupteigenschaften lebender Menschen nicht erkannt werden. Diese drei Eigenschaften bilden die Ordnung der inhärenten Interessen des Menschen gemäß dem grundlegenden, wissenschaftlichen Fortschritt unserer Gattung. Man sollte sie so auffassen, daß sie den wesentlichen Aspekten der unteren drei von insgesamt vier Stufen einer aufsteigend geordneten Serie entsprechen - wie folgt.

Unser Thema hier ist die wahre Natur des menschlichen Geistes.

Die unteren drei dieser vier Stufen stellt man am besten anhand der folgenden Anordnung ihrer Mängel dar:

  • Ein fälschliches Vertrauen auf sinnliche Gewißheit;
  • Ein fälschlicher Glaube an die Existenz des Raumes (an sich);
  • Ein fälschlicher Glaube an die Existenz einfacher Zeit.6d.h. nicht im Sinne des gescheiterten Pierre-Simon Laplace.

Die vierte, nominell „transzendentale” Stufe in dieser Reihe wird an einem passenden Punkt weiter unten definiert werden.

Die ersten beiden dieser anfänglichen drei Stufen hat Bernhard Riemann erkannt, wie er dies im abschließenden dritten Hauptteil seiner Habilitationsschrift aus dem Jahr 1854 formulierte. Die dritte Stufe ist eine implizite Schlußfolgerung Albert Einsteins, und Riemann wäre bei einigem Nachdenken wahrscheinlich ganz damit einverstanden gewesen.

An diesem Punkt werde ich nun auf dem zusätzlichen, vierten Element dieser Auflistung bestehen, will es jetzt aber nur kurz erwähnen, um es weiter unten in diesem Bericht näher auszuführen. Die drei ersten, oben aufgelisteten Elemente sind nichts besseres als die bloße Erfahrung einer Art Schatten, die von einer Wirklichkeit (dem vierten Element) geworfen werden, welche alle Vorstellungen bloßer Sinneswahrnehmung an sich übersteigt. Aufgrund dieses vierten Aspektes müssen wir uns auf die entscheidende Natur des Unterschiedes zwischen dem menschlichen Gehirn (als praktisch dem Gipfel der Sinneswahrnehmung) und der weit höheren Instanz des menschlichen Geistes konzentrieren - letzteres können wir auch die Qualität nennen, die von der menschlichen Seele ausstrahlt.7An diesem Punkt des Berichtes ist es wichtig zu erwähnen, daß die wahre Entdeckung des Prinzips der universellen Gravitation diejenige ist, die Johannes Kepler als seine Entdeckung beschrieben hat. Diese Entdeckung ergab sich aus der ironischen Gegenüberstellung zweier Reihen physikalischer Messungen, die einen Wert ergaben, der keiner von beiden entsprach. Die Vorstellung, die Kepler zu diesem Zweck anwandte, spiegelt wider, daß er zuvor auf die Stellvertreterhypothese gekommen war, was sein Echo darin fand, wie er in seiner Neuen Astronomie ausdrücklich einen größeren Rahmen im Sonnensystem als vorher behandelte. Aus der vorteilhaften Sicht der Erkenntnisse der späteren modernen Wissenschaft des 19. und 20. Jahrhunderts ist wissenschaftlich schlüssig belegt, daß die wirkliche wissenschaftliche Entdeckung der Gravitation keinesfalls von Sir Isaac Newton stammt; Newton war eindeutig ein Schwindler. Die häufige Inschutznahme des Scharlatans der „schwarzen Magie“ Newton, selbst durch Leute, die sonst den Anspruch erheben, professionelle Wissenschaftler zu sein, ähnelt mehr einem heidnisch-religiösen politischen Betrug, bei dem man mitmacht, um als Mitglied in einem zur Mystik neigenden Club von Scharlatanen ohne Verbindung zu echter Wissenschaft aufgenommen zu werden.
 
Der Fall des Wahnsinns, der den Mathematiker Georg Cantor in den letzten Jahrzehnten seines Lebens erfaßte, ist für den Fall des Newton-Schwindels von Relevanz: Cantor, bereits Ziel scharfer Verfolgung durch die Kreise Bertrand Russells, wollte sich unter diesem schädlichen Einfluß des Newton-Kults für einen ganz erfolglosen Versuch verewigen, den Papst zur Anbetung Isaac Newtons zu bekehren! Diese Angelegenheit klärte sich im Zuge zweier recht turbulenter Sitzungen prominenter Wissenschaftler, die sich bei Treffen einer führenden Wissenschaftsorganisation, der Fusion Energy Foundation (FEF), wiederholt versammelten.
 
Siehe die Anmerkungen zu Philip E. B. Jourdains englischer Übersetzung von Cantors Beträgen in The Founding of The Theory of Transfinite Numbers, 1915, pp. 202-208. Siehe weiter: Herbert Meschkowski und Winfried Nilson (Hrsg.), Georg Cantor Briefe, und den Briefwechsel mit Kardinal Franzelin, Springer-Verlag, Berlin, 1991. Vergleiche auch Cantors eigene Korrespondenz in: Georg Cantor, Gesammelte Abhandlungen mathematischen und philosophischen Inhalts, Springer 1990.

Zwischen den nominellen Objekten der Sinneswahrnehmung - oder vergleichbarem - und der sensorischen Realität besteht im wesentlichen ein ironischer Zusammenhang; das beste Beispiel solcher Ironie ist der Begriff der Metapher. Es gibt kein „wahrgenommenes“ Objekt an sich, welches dem als „Metapher” bekannten Wirkprinzip entspricht. Die Metapher ist kein Ausdruck einer bestimmten Kombination fixer Objekte der Sinneswahrnehmung, sondern ein Wirkprinzip.8In Wirklichkeit existieren Objekte an sich gar nicht. Das tun nur die Quasi-Objekte, die man als „Werdendes“ bezeichnet. Insofern war Heraklit gar nicht so rätselhaft, wie oft angenommen wird, als er schrieb: „Das einzige, was bleibt, ist die Veränderung.“ Auf dieser Besonderheit beruht die Vorstellung eines physikalisch wirksamen Begriffes von „Ontologie“. Elementar? Ja, aber auch in Hinsicht auf althergebrachte Trugschlüsse, als simple Korrektur eines sehr verbreiteten Fehlers, nämlich der Vorstellung fixer Sinnesobjekte, der sog. „sinnlichen Gewißheit“, ein Thema, das ich an einem passenden Punkt weiter unten in diesem Bericht klären werde. Es ist die höchste Eigenschaft des menschlichen Bewußtseins, unter der alle Funktionen der Sinneswahrnehmung als bloße quasi kaleidoskopische Momente eines kontinuierlichen Prozesses absolut nichtlinearen Wirkens zusammengefaßt sind.

Die Hierarchie der objektiven Welt, einschließlich die nicht wahrgenommenen Kräfte wie das Prinzip einer wirklich wirksamen Welt, läßt sich demnach in den Realitäten ontologischer Ordnung so gruppieren: als höchstes die Metapher (z.B. die Vorstellungskraft klassischer Dichtung) - dann das, was auf erkannte naturwissenschaftliche Prinzipien zurückgeht - und auf einer noch tieferen Ebene die menschlichen Sinneswahrnehmungen an sich.

Tendenziell steht also das, was man als die am wenigsten „greifbare“ Erfahrung einstufen kann, in dieser Rangordnung höher im Sinne dessen, was unmittelbar „relativ wahrer“ ist. Selbst wenn es teilweise falsch sein sollte, steht es relativ gesehen unserer gegenwärtig bekannten Realität am nächsten und ist somit hoffentlich das „Wahrste“, was uns bisher bekannt ist.

Wir haben es also mit den relativ überlegenen Kräften des individuellen menschlichen Geistes zu tun - den einzigartig, wahrhaftig schöpferischen menschlichen Geisteskräften, den kreativen Mitteln der Metapher. Diese liegen allesamt dort, wo die untergeordneten Fähigkeiten der reinen Sinneswahrnehmung zusammengefaßt sind, etwa durch den Einfluß der höheren Erfahrung wahrer Prinzipien der Wissenschaft. Diese wissenschaftliche Sichtweise steht über der sonst täuschenden Erfahrung der bloßen Schattenwelt reiner Sinneswahrnehmung. Hier liegt die Bedeutung der noetischen (d.h. metaphorischen) Qualität des letzten ausführlichen Absatzes in Percy Bysshe Shelleys Verteidigung der Poesie.

Eine amüsante, aber doch praktische Reflexion der gerade genannten Festlegungen ist es, die Sinnesfunktionen des Menschen mit denen niederer Lebewesen zu vergleichen. Man stelle sich beispielsweise die Frage vor: „Schlafen Vögel während ihres Vogelzuges eigentlich in der Luft“ - schließlich fliegen sie meistens quasi auf „Autopilot”, wenn sie dem durch das Magnetfeld definierten Weg folgen?

Aus der gerade beschriebenen und aus ähnlicher Perspektive heraus ist das menschliche Individuum als Typus das einzige uns heute bekannte denkende Lebewesen, unabhängig davon, wo oder wie eine Nachahmung von etwas ähnlichem nachgewiesen werden kann. Nur der menschliche Geist entspricht der Qualität der Erkenntnis (Metapher), ein Prinzip, wodurch der Mensch sich bewußt entscheiden kann, grundlegend und qualitativ neue Verhaltensweisen zu „erfinden“, die ganz anders sind als das früher Erlebte oder als irgend etwas von vornherein „Eingebautes“.

In Hinsicht auf solche Gedankenspiele denke man an den exemplarischen Fall eines oberflächlich scheinbar menschenähnlichen Effektes, beispielsweise im Verhalten eines beweglichen elektromagnetischen Spielzeugs oder ähnlichem, im Gegensatz zum erkenntnisgesteuerten Verhalten bei den willentlichen, wissenschaftlich geprägten Entscheidungen eines menschlichen Erfinders.

Um gewissermaßen die bisher so angeordneten Punkte zusammenzufassen: Der menschliche Geist drückt die Wirkung seiner besonderen Qualität aus, die man quasi als „von oben“ wirkend betrachten muß, statt der eher zufälligen Methoden des „Suchens und Ausprobierens“, wie sie für die implizit an Erfahrung gebundene Lebensweise unter niederen Lebensformen typisch ist.

Die einzigartige menschliche Kreativität

Die Kreativität an sich als streng definierter, unverkennbarer Einfluß besitzt besondere Eigenschaften, die dafür verantwortlich sind, daß die spezifischen Funktionen der menschlichen Vernunft in verschiedener Hinsicht grundsätzlich anders sind als der Typ der mechanischen Reaktionen oder der andere Typ, der bei scheinbar willentlichen Handlungen anderer Lebewesen außer dem Menschen zu erwarten ist. Jede dieser Kategorien von Typen - die spezifisch menschliche Kreativität als qualitativ höchster Zustand eingeschlossen - unterscheidet sich systematisch von den anderen. Im Falle der menschlichen Gattung existiert bei den Fähigkeiten der einzelnen Vertreter dieser Gattung eine entscheidend wichtige, kategorische Besonderheit, die ebenso deutlich ist wie die zwischen dem seelenlosen Handeln nichtlebender Apparate einerseits und dem lebender Geschöpfe andererseits. Ein vergleichbarer Unterschied markiert die absolute Trennung zwischen den Kategorien bloßer Tiere und dem wirklich Menschlichen.

Die Unterschiede zwischen tierischem und menschlichem Verhalten drücken sich auf vielfältige Weise aus und sind sogar qualitativ größer als die zwischen elektromechanischen Reaktionen und dem Tierverhalten. Diese Besonderheit der Menschheit liegt nicht nur quantitativ, sondern, wie Wernadskijs Werk belegt, ontologisch (d.h. metaphorisch) weit weg von allem, auf das man bei bloß tierischen Gattungen stößt.9Die Erkenntnis des Unterschieds zwischen den Werten, die der menschlichen Sinneswahrnehmung zugeschrieben werden, u.a. Berücksichtigung der inhärenten systemischen Unterschiede zwischen Euklidischen Methoden und physikalischen Systemen, die den Geometrien von Kettenlinie und Schleppkurve (Traktrix) entsprechen, veranschaulicht, um welche relevanten Gegensätze es hier geht. Man muß diese Unterschiede auf einer tieferen ontologischen Ebene untersuchen und sich dabei auf die Bedeutung der ontologischen Überlegungen im dritten Hauptteil von Bernhard Riemanns Habilitationsschrift beziehen.

Wie ich schon angedeutet habe, sind die vermeintlichen Objekte der reinen Sinneswahrnehmung Schatten, die von einem unvollkommenen Ausdruck der Realität geworfen werden - einer Realität, die für die Sinne nicht wahrnehmbar ist, es sei denn als etwas in der Art dieser Schatten. Die beste Darstellung der Natur dieser Schwierigkeit erhält man, wenn man zum Einstieg liest, wie Johannes Kepler für die, wie er es nennt, „Stellvertreterhypothese” argumentiert und sie anwendet - was er dann später zu seiner verwandten Entdeckung des einzigartigen Prinzips der universellen Gravitation ausweitete.

Sobald man bei der Beschäftigung mit der Naturwissenschaft diese Realität berücksichtigt, wird man zwangsläufig beunruhigt über die fehlgeleitete Annahme, Sinneswahrnehmungen könnten schon Abbilder einer „physikalischen Realität“ sein,10Ein Mensch ist mehr als sein Schatten. und nicht bloß schattenartige Wesen, die nichts an sich tragen, was inhärent dem bloßen Bild der fraglichen Sinneseindrücke entspricht. Diese Tatsache sollte für uns natürlich kein Grund sein, die Funktion von Sinneswahrnehmungen überhaupt abzulehnen. Ganz im Gegenteil. Indem wir uns von den verwirrenden Folgen des Versuchs befreien, der sinnlichen Gewißheit eine fixe Qualität ontologischer Gewißheit beizumessen, gewinnen wir Vertrauen in den wahrheitsgemäßeren Aspekt der Sinneseindrücke, nämlich als bewegte Schatten des Lichts eines gespürten, qualitativ ganz anderen Objekts - eine wirkliche transzendente Wahrheit, die sich in nichtlinearen Wirkungsbereichen ausdrückt.

Was ist real? Ist es das Objekt, das wir durch die Sinne wahrnehmen, oder ist es das Objekt der menschlichen Vorstellungskraft im Sinne der ontologischen Qualität der Metapher: beispielsweise Percy Bysshe Shelleys Vorstellungskraft? Wir empfehlen in diesem Punkt Shelley.

Eine Hypothese zu einem relevanten Punkt

Ein Beispiel. Man nehme den Fall von Keplers einzigartiger Entdeckung des Gesetzes der Gravitation. Denken wir erneut an seine Erkenntnis der Notwendigkeit, über eine Stellvertreterhypothese nachzudenken, wie er dies in der Neuen Astronomietut, was sein Echo im Ausgangspunkt der Methode findet, die Kepler für seine Entdeckung des Gravitationsprinzips anwandte.

Es gibt drei wirklich große Prinzipien der Naturwissenschaft, die für einen perplexen Reduktionisten besonders nervtötend sind. Das eine ist die Vorstellung eines Prinzips der „zeitgebundenen“ Wirkung an sich im Sinne des Reduktionisten; das zweite ist das Prinzip der Wirkqualität des Lebens an sich; und das dritte ist das Prinzip der spezifischen Wirkqualität des lebenden Motivs menschlicher Kreativität (d.h. W.I. Wernadskijs Begriff der menschlichen Kreativität).

Nimmt man dies zusammen, so erhält man den Kern des wesentlichen Arguments gegen die Vorstellungen, die mit der Täuschung namens „Reduktionismus“ verbunden sind. Diese Überlegung erinnert uns an die eingeschränkte, schattenartige Unwirklichkeit der ersten drei der vier Vorstellungen von Ontologie (oder was man als „Quasi-Ontologie“ betrachten kann), die zu Beginn dieses Kapitels vorgestellt wurden.

Meine Argumentation wird dem stur überzeugten Anhänger der „sinnlichen Gewißheit“ möglicherweise lästig sein und den Tag verderben - aber Shakespeare beispielsweise könnte diesen Reduktionisten rügen, dessen Vorurteil ihm (oder ihr) die metaphorische Ontologie der Freude am wahren „Namen des Wirkens“ (Handelns) per se vorenthält.

Vielleicht ist man versucht zu fragen: „Was gewinnt man aus solchen Überlegungen?” Was wir gewinnen müssen, ist eine deutlichere Einsicht in die ontologisch überlegene Realität der Idee des menschlichen Geistes als bedeutendste physische Erfahrung - ausgedrückt in der Vorstellung des Prinzips des menschlichen Geistes an sich, oder mit anderen Worten, der „Seele“ statt des „Fleisches“ als einzig wahrer Ausdruck der lebenden menschlichen Identität.

Der Unterschied zwischen Mensch und Tier liegt wesentlich in der spezifisch schöpferischen Vorstellungskraft. Sie drückt sich in den kreativen Schöpfungen aus, die den individuellen Menschen als Typ grundsätzlich von der Existenz aller niederen Formen von Lebewesen unterscheiden.

Erlauben wir uns an diesem Punkt den Luxus, etwas anzustellen, was einigen als bloße Spekulation erscheinen mag. Verwerfen wir die Naivität der Reduktionisten, um entdecken zu können, zu welchen frechen Resultaten scheinbare Spekulation uns führt. Sind diese vier Wirkkategorien, die zu Beginn dieses Kapitels aufgelistet wurden, nicht allesamt Ausdruck physischer Wirkung, zumindest vom Effekt her?

Damit stoßen wir auf die Paradoxe, die in den folgenden Kapiteln dieses Berichts zu behandeln sind.

Eine kurze Warnung an den Leser:

Von diesem Augenblick an muß der Leser, ob Fachmann oder Laie, bis zum Ende des Schlußabschnitts dieses Berichtes grundsätzlich berücksichtigen, daß die im folgenden dargestellten Ansichten nicht nur die eines seit langem herausragenden Wirtschaftsprognostikers auf dem Feld der politischen Ökonomie sind, sondern daß sein nachweislich langanhaltender, außerordentlicher Erfolg als Prognostiker darauf beruht, physikalische Prinzipien anzuwenden, die in gewisser Hinsicht einzigartig sind, weil sie erfolgreich gewisse ironische Eigenschaften des menschlichen Geistes berücksichtigen, während diese aus dem Denken nicht nur von Buchhaltern, sondern auch von sonst kompetenten führenden Ökonomen ausgeklammert werden.

Das Resultat ist, daß bei der Behandlung des Themas hier Parameter berücksichtigt werden müssen, die selbst relevanten Fachleuten oft ganz unbekannt sind und mit denen sich auch heute nur ein kleiner Teil von ihnen vertraut macht. Für Erfolg auf dem Feld der Wirtschaftsprognose muß man heute andere Parameterreihen berücksichtigen, als sie selbst etlichen maßgeblichen Fachleuten bisher bekannt sind.

Diese Parameter, die anders sind als die der meisten bekannten Ökonomen, werden nun in dem hier vorgestellten Bericht angewandt. Der wichtigste Unterschied ist dabei der Unterschied zwischen Faktoren der Sinneswahrnehmung und tiefergehenden Faktoren in den Kategorien menschlichen Verhaltens. Diese Unterschiede werden auf den folgenden Seiten ausführlich vorgestellt und behandelt; man sollte sie erkennen und verstehen, daß diese Unterschiede der Kategorien den Maßstab für die Definition der kategorischen Begriffe beim Lesen des Textes bilden.

II. Die Grundsatzfrage: den Reduktionismus bekämpfen

Die jetzige Kollapslawine im transatlantischen Finanzwesen wurde praktisch unausweichlich, nachdem meine Vorlage für ein Gesetz zum Schutz der Eigenheimbesitzer und Banken im Juli/August 2007 blockiert wurde. Die Blockierung dieses Gesetzes bereitete den Weg für den darauf folgenden Schwindel der hyperinflationären Rettungspakete, der ein Jahr später in Erscheinung trat. Diese Serie internationaler „Bailouts“ setzte zwischen 2008 und 2011 im gesamten transatlantischen Raum und darüber hinaus eine globale, hyperinflationäre Kettenreaktion in Gang.

Der Verlauf der gegenwärtigen hyperinflationären Zusammenbruchskrise seit 2007 folgt inzwischen dem gleichen Muster, das 1923 Weimar-Deutschland traf. Die heutige hyperinflationäre Explosion ist hinsichtlich der absehbaren Folgen für das gesamte transatlantische System inzwischen eine weitaus schlimmere Katastrophe geworden als die Zustände, die Deutschland in den letzten Monaten des Jahres 1923 erlebte.

Man verstehe die in meinem Bericht dargestellten möglichen Auswege aus der jetzt aufziehenden Endphase der transatlantischen Zusammenbruchskrise im Zusammenhang mit meinem einzigartigen Erfolg als führender Wirtschaftsprognostiker der Welt bei der Entwicklung einer modernen physikalischen Wirtschaftswissenschaft auf der Grundlage des Prinzips von Kredit statt von Geld. Die tieferen Ursachen der heutigen Krise reichen sehr weit in die Geschichte der europäischen Zivilisation zurück, zu einer Zeit noch vor Gründung des Römischen Reichs. Die Lösung für das heutige Problem scheint weniger kompliziert zu sein, wenn man vom Standpunkt der neuzeitlichen Naturwissenschaft ausgeht - doch dies scheint nur so.

Nehmen wir den Fall meiner Beziehung zum Werk Bernhard Riemanns.

Die Begegnung mit Riemann

Meine Arbeit mit Bernhard Riemanns Habilitationsschrift aus dem Jahr 1854, die ich als Grundlage meiner Wirtschaftsprognosen übernahm, war im wesentlichen im Februar 1954 in groben Zügen abgeschlossen. Die grundsätzlicheren Schlußfolgerungen für das physikalische Prinzip wurden später Schritt für Schritt deutlich, wir werden im weiteren Verlauf dieses Kapitels noch teilweise darauf stoßen.

So verbrachte ich viele Abendstunden in der Stadtbibliothek von Boston damit, mich durch die Verweise auf die Werke der Riemann-Anhänger Max Planck, Albert Einstein und ähnlicher Autoren zu kämpfen, als ich mich erstmals 1940-41 und später 1946-47 mit dem Thema beschäftigte. Man bedenke, daß dies weniger reine Studien-, sondern auch Kriegsjahre waren, und die Zeit des Übergangs von den Bedingungen des „Zweiten Weltkriegs“ zum sogenannten „Kalten Krieg“. Wie sich herausstellen sollte, liefen zwei Arten von Krieg für mich ironischerweise auf das gleiche hinaus.

Die Zeit Anfang der fünfziger Jahre und später wurde für mich wieder zum Schlachtfeld eines anders gearteten Krieges, eines Krieges, den ich Mitte der dreißiger Jahre zum ersten Mal erklärt hatte, indem ich als Heranwachsender die reduktionistischen Denkfehler der Euklidischen Geometrie ablehnte. Ich übertreibe keineswegs, wenn ich erkläre, daß in den zwei Arten des Krieges, dem in Bezug auf die Wirtschaft und dem militärischen Krieg, letztlich derselbe Streitpunkt zum Ausdruck kam. Mir geht es dabei um folgendes.

Der Umstand, daß ich als Jugendlicher alles ablehnte, was irgendwie der Euklidischen Geometrie glich, gereichte mir im Grunde zum eigenen größten Vorteil, um mich den Lebensweg wählen zu lassen, den ich gegangen bin. Diese Gegenüberstellung erfordert eine Erklärung, aber, wie ich im weiteren Verlauf verdeutlichen werde, übertreibe ich dabei nicht im geringsten.

Wahrscheinlich werden einige Leser annehmen, mein Vergleich zwischen Mathematik und Krieg habe mit Geld zu tun. Ich meine aber keinen finanziellen Gewinn oder ähnliches, sondern das erfolgreiche physische Endergebnis kultureller Entscheidungen, gemessen über eine Zeitspanne ganzer sogenannter „Kulturen“, bis hin zu einer gesamten Gattung, die erfolgreich ist, im Gegensatz etwa zu dem berühmten „Musterfall“ des Aussterbens der Dinosaurier.

Nehmen wir als Beispiel die vier aufeinanderfolgenden Phasen des Römischen Reichs. Jede davon war eine ausgemachte Katastrophe, entweder in der Vergangenheit oder heute, wo die vierte Phase in Form des Britischen Empire ihrem wahrscheinlich baldigen Untergang entgegengeht. Welchen Kurs wird das Verhalten einer Tierart oder einer menschlichen Kultur letztlich nehmen? Welchem Leben muß man nachtrauern, und welches hätte Verachtung verdient?

Um zu verdeutlichen, was eine gescheiterte Gesellschaft definiert, betrachte man das klägliche Versagen eines strenggläubigen Anhängers der Ideologie des notorischen britischen Schwindlers Adam Smith. Smith beharrte darauf, daß das menschliche Leben keinen beweisbaren Sinn in Hinsicht auf eine erkennbare Qualität von gut oder böse hätte. Im Fall der römischen Kaiser und ihrer Nachfolger in Byzanz, ebenso wie im alten venezianischen System oder bei der neuen venezianischen Partei, woraus das Britische Empire hervorging, haben sich die ersten drei am Ende als untauglich erwiesen, und das vierte, das heutige Empire von Königin Elisabeth II., steht kurz vor dem gleichen Schicksal.

Letzten Endes sind Kulturen - vergangene, gegenwärtige und zukünftige - entweder erfolgreich oder sie scheitern, und der Maßstab liegt in dem, was man ihre „Seele“ nennen sollte, wie ich im folgenden erläutern will.

Im Falle unserer Vereinigten Staaten etwa wurzelt unsere nationale Kultur in den Zielen der neuzeitlichen Zivilisation, die das große ökumenische Konzil von Florenz vertrat. Es mag den Anschein haben, daß dieses Konzil in gewissem Sinne besiegt wurde, dennoch war die Entstehung unserer Vereinigten Staaten nichts anderem zu verdanken als den Bestrebungen eben dieses Konzils; vor allem das Genie des Nikolaus von Kues hat darauf hingearbeitet. Das Ergebnis seiner Bemühungen kam in der Initiative der Plymouth-Siedler und der Massachusetts Bay Colony zum Ausdruck, bis diese im Zuge der Invasion der neuvenezianischen Wucherer zerschlagen wurde. In Fällen wie diesen ist „Erfolg“ an dem Vermächtnis zu messen, das der zukünftigen Menschheit überantwortet wird, selbst wenn die ursprünglich Beteiligten vielleicht besiegt wurden.

Trotz der Ungewißheiten, die bei aller Vorliebe zu Gewißheiten bleiben mögen, gibt es dennoch eine klare Vorstellung, was eine gute Kultur ist, im Unterschied zu einer Kultur, die an sich selbst scheitert. Das läuft stets so, daß die Zukunft irgendwann das Ergebnis zeigt. Das große ökumenische Konzil von Florenz etwa zeigte, daß Jeanne d’Arc letztlich über die abartigen, bösartigen Normannen triumphierte, die sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt hatten.

Dazu ein Beispiel: Ich hatte in diesem Zusammenhang das Glück, als einen meiner frühesten und wichtigsten eigenen Fortschritte nach intensivem Ringen die ontologische Bedeutung der Verbindung zwischen den nur fragmentarisch erhaltenen Schriften des Heraklit und den vergleichbaren Folgerungen aus Platons Dialog Parmenides erkannt zu haben.11Trotz des abscheulichen Betrügers G.W.F. Hegel. Dies gehört sicher zu den wichtigsten meiner berichtenswerten Erfahrungen, die sich auf die ontologischen Aspekte meiner erfolgreichen realwirtschaftlichen Prognosen auswirkten.

Nach den besten derzeitigen Erkenntnissen über wirkende physikalische Prinzipien ist der „Raum“ ironischerweise überall extrem dicht mit kosmischer Strahlung angefüllt. Das heißt also: Es gibt weder einen endlich begrenzten noch einen „leeren“ Raum. Am Anfang steht, wie bei der klassischen künstlerischen Komposition, ein Verlangen nach klar ausgeprägten Ideen; anders gesagt, es gibt eine Metapher. Dann folgt die hoffentlich erfolgreiche Suche nach brauchbaren Vorstellungen physikalischer Prinzipien. Auf der untersten, am wenigsten stabilen Ebene der Untersuchung kommt dann der Effekt in Form einzelner Wirkungen.

Um die Betrachtung über die Bedeutung des Lebens und seiner Kämpfe zusammenfassen: Die Gesellschaft von Wert ist ein wißbares Konzept. Es gibt Gesellschaften, deren Verdienste eindeutig erkennbar sind, selbst wenn eine solche Gesellschaft zerschlagen worden ist. Ihr Wert überdauert trotz allem.

Ähnliches

Um sich von bloßen Illusionen wie einfachen Sinneswahrnehmungen zu befreien, bedenke man folgendes. Man muß lernen, sein Bemühen auf etwas zu richten, was keine wortwörtliche Auslegung beispielsweise von etwas ist, was man sieht oder hört. Das Prinzip, das man besonders bei Fragen der Wissenschaft und Moral beachten muß, ist der Begriff der Metapher - statt einer Fixierung auf sogenannte „konkrete“ Einzelobjekte.

Anders formuliert: Man sollte sich dem Ziel verschreiben, Sinneswahrnehmungen lediglich als manchmal nützliches, dennoch aber nur einzelnes Bild des Ausschnitts eines flüchtigen Schattens aufzufassen, statt wie die eingefleischten Reduktionisten angenommene Gewohnheiten für die Ursache einer wahrgenommenen einzelnen Wirkung an sich zu halten.12Zum Unterschied zwischen Symbol und Realität siehe auch Kapitel I. Mensch sein heißt, leidenschaftlich kreativ zu sein in dem Bestreben, nie weniger als Beteiligter eines beständigen Prozesses schöpferischer Entwicklung zu sein: kreativ sein, statt sich als Opfer der Stagnation eines geschwätzigen Reduktionismus begraben zu lassen.

Der beste Charakterzug, den man dem Menschen beimessen kann, ist „willentliche Kreativität“. Hierbei schaffen wir einen Zustand, der zuvor nicht existierte, und tun das in einem bewußten Schaffensakt. Dieser Prozeß der durch entsprechende menschliche Intention bewirkten willentlichen kreativen Veränderung ist es, der das menschliche Individuum und auch die menschliche Gattung am besten von den Tieren unterscheidet. Unser Vermächtnis, das, was wir eigentlich sind, besteht in dem, was wir am Ende aus unserem Leben gemacht haben.

Sicher, die Arten entwickeln sich - aber die willentliche Veränderung der menschlichen Natur von einer Generation zur nächsten bedeutet eine Veränderung im Charakter der menschlichen Gattung hin zu einer (hoffentlich) höheren Seinsqualität, und das mittels bewußter Kreativität. Die Aufwärtsentwicklung äußert sich entweder in einer qualitativen Veränderung bei einer Art oder in der willentlichen Kreativität der Menschheit als Gattung, die sich bewußt selbst erschafft.

Man denke zum Beispiel an Johannes Kepler, dem es gelang, durch zielgerichtete schöpferische Arbeit falsche Vorstellungen, die bis dahin als „ewige Wahrheiten“ galten, zu widerlegen. So konnte er etwas erreichen, wozu die Nachläufer Isaac Newtons später niemals fähig waren, nämlich das wirkliche Prinzip der Gravitation entdecken.

Bei dem eben Gesagten geht es mir darum, daß die Gravitation, so wie Kepler sie entdeckt hat, kein bloßes Einzelereignis ist, sondern ein Prinzip.

Leute wie Sir Isaac Newtons genarrte Nachläufer begreifen fast alles im wesentlichen nur als willkürliches Symbol, als bloßes Etikett - einen toten, unbeweglichen Schatten dessen, was wirklich entsteht. Es ist und bleibt ein Schatten ohne jede aktive Bedeutung, außer daß Einfältige ihn als reines Symbol bewundern. Vergessen wir das bloße Objekt, das wir mit den Augen, den Ohren oder ihren traumähnlichen Begleitern wahrnehmen: das Flüstern, das die Seele wahrnimmt, muß als eine Art unterschwellige Leidenschaft zu uns dringen, wie von einem fernen, höheren Ort ausstrahlend, wo man leidenschaftliche Ruhe findet, die alles bloße Sehen und Hören überwindet.

Der im Geist, vielleicht auch scheinbar im Ohr gehörte Klang diene uns als zarte Andeutung einer Stimme, die in der Vorstellung leise, aber in Wirklichkeit stark ist, für die schon ein angedeutetes Flüstern die mächtigste Ideen ist - als höre man diese Ideen wirklich im Geist. Der Grund dafür liegt in der Ironie, die ich bereits weiter oben in diesem Bericht als Prinzip der Metapher definiert habe.

Der Glaube an „sinnliche Gewißheit“ ist praktisch der reduktionistischen Lehre des britischen Betrügers Adam Smith zuzuschreiben, der das zulässige menschliche Wissen auf diskrete und irrationale reine Sinneswahrnehmungen begrenzt hätte, wenn er es gekonnt hätte. Smith hat jedes Vorausschauen auf die Folgen einer konkreten Handlung verboten. Aber wenn man wirksame Naturwissenschaft betreibt, verlassen wir uns auf Entdeckungen universeller Prinzipien, deren Absicht unsere Welt, sogar unser Universum verändert, statt auf bloße vermeintliche Sinneseindrücke, die in Wirklichkeit ohne Bedeutung sind.13Adam Smith, Theorie der moralischen Empfindungen, 1759, und Der Reichtum der Nationen, 1776.

Sollten wir wie die Toren sein, die dem Betrüger Adam Smith glauben? Intelligente Menschen werden sich nicht anmaßen, etwas, was sie lediglich empfinden, wirklich zu „wissen“; was wir tatsächlich wissen, ist die Erfahrung von Veränderungen im Zusammenhang mit wirkenden Prinzipien, etwa durch die Entdeckung und Anwendung eines universellen physikalischen Prinzips - im Gegensatz zu Adam Smiths willkürlicher Annahme einer „unwißbaren Wahrheit“ im Universum.

Um Teile der Vorgänge im Universum zu verstehen, muß man Wissen über das Prinzip erlangen, das im Universum von oben nach unten wirkt, statt einzelne Sinneserfahrungen zu sammeln. Was macht nun die Universalität zu einem integrierbaren entstehenden Ganzen?

Die Lehre aus einer persönlichen Erfahrung

Ein Beispiel: Ich habe mich daher schon bewußt für eine bestimmte funktionellen Idee einer „physikalischen Intention“ entschieden, als ich im Alter von 14 bis 15 Jahren erstmals darauf stieß. Die Erkenntnis stellte sich ein, als ich zum ersten Mal sinngemäß erkannte: „Etwas sagt mir, daß die Zeit gekommen ist“, die Euklidische Geometrie als gemeinen Schwindel für laute Klassenzimmer abzulehnen. Daraufhin gab ich bald den Versuch auf, rein nominellen Phänomenen eine zielgerichtete Wirkung zuzuschreiben. „Was die Seele ausdrückt, ist weniger eine Sache der Tastatur als der Kraft, die sich im eindringlichen klanglosen Flüstern des Geistes ausdrückt.“

Somit war für mich bereits in meinem 15. Lebensjahr jeder Versuch, Euklid eine Bedeutung beizumessen, gleichbedeutend mit der unzumutbaren Forderung, dem verhaßten olympischen Zeus oder seinesgleichen zu huldigen. Ich lehnte es ab, an Linien zu glauben, die man in die nichtexistente Endlosigkeit einer rein formalen Geometrie eines unbegrenzten und entleerten Raums zieht. Ähnlich kannte ich wohl den Schmerz, spürte aber, daß der wahre Sinn unseres Lebens weder in Schmerz noch Lust an und für sich liegen könnte. Lust und Schmerz sind jeweils nur als Varianten der Sinneswahrnehmung zu betrachten, die wir uns auf ihre Weise nützlich machen müssen, wenn man sie als Ansporn für entsprechende Leidenschaften braucht; sonst sind sie nur Lügen und Ärgernis.

Trotzdem will ich betonen, daß Euklids niederträchtiger Text eine Lüge ist.14Siehe Kurt-R. Biermann, Carl Friedrich Gauß: Der „Fürst der Mathematiker“ in Briefen und Gesprächen, Urania-Verlag, 1990. Brief 99, An F. Bolyai, Göttingen, 1832. Und siehe Bernhard Riemann, Habilitationsschrift, III. Anwendung auf den Raum, 1854. Die Lüge liegt in Euklids Dogma, das die Skrupellosen häufig zur Erbauung der Leichtgläubigen gelehrt haben, und die Wirkung war entsprechend. Wenn man heute Geometrie lehren will, braucht man hingegen als wissenschaftliche Grundlage das, was Bernhard Riemann hierzu aufgezeigt hat.

Euklids Tradition der Definitionen, Postulate und Axiome ist insgesamt ein Betrug, diese liefern Randbedingungen für den Kult um den Euklidischen Schwindels, der sich nicht einmal mit ehrlichen Sinneserfahrungen begründen läßt. Es war und bleibt ein Schwindel, manchmal zwar nützlich, aber im Grunde nur ein Elaborat wilder, leerer Einbildung.15Siehe die brillante Aufdeckung des Schwindels der Euklidischen Geometrie sowie deren wichtigen theologischen Bedeutung durch einen Freund des Apostels Petrus, Philo von Alexandria, in bezug auf diesen Abschnitt des vorliegenden Kapitels.

Auf diese eben dargestellte Weise diente der Glaube an etwas, was tatsächlich nie existierte - der Glaube an den leeren Raum im nichts - als Auslöser für Ansichten, die nie wirklich bewiesen wurden und insofern mit Fußabdrücken vergleichbar sind, die ein fußloser Reisender im nichts hinterlassen hat. Je mehr die Menschen solchen rein symbolischen, bedingt übernommenen Ansichten huldigen, desto mehr sind sie gefangen in Dingen, die für unser Leben und seine Folgen letztlich nichts bedeuten. Sie waren der Widerhall des irrtümlichen und völlig willkürlichen Glaubens an Sinne, Raum und lineare Zeit.

Euklids Opfer haben das für wahr gehalten, so wie alle, die diese Ansichten bewunderten, weil sie sich nie einen triftigen Grund zum Zweifel daran vorstellen konnten. Viele halten die unvorstellbare Kluft, wie bei dem euklidischen Trugbild, gerade um so mehr für selbstevident, weil sie scheinbar durch nichts eingegrenzt ist! Das sind die Beweise, die sich „selbstevident“ nennen; wie die böse Überraschung in einer dicken, aber leeren Geldbörse! Das ist das „Selbstevidente“ für die ziemlich verbreitete Sichtweise unter den Bedingungen der allgemeinen Zusammenbruchskrise der Märkte des derzeitigen Weltfinanzsystems. Es ist der „Durchblick“ eines sinnentleerten, nutzlosen Menschen, dessen Verständnis des Lebens wie ein ewig paralleles Linienpaar, also praktisch wie nichts geworden ist.

Betrachten wir deshalb in erster Annäherung die klinische Wahrheit über sogenannte „Sinneswahrnehmungen“. (Vielleicht war ja das Klingeln, das Sie hörten, nur der Nachklang teurer Töne aus dem Inneren der längst leeren Geldbörse Ihres Kreditgebers.)

Zusammenfassend möchte ich mein grundsätzliches Argument noch einmal anhand des folgenden historischen Beispiels darstellen.

Der Konflikt zwischen Eratosthenes und Archimedes

Man kann ohne weiteres sagen, daß die sogenannten Prinzipien der sogenannten Euklidischen Geometrie im wesentlichen ein Schwindel sind, der Leuten eingetrichtert wurde, die man nur noch als „die Leichtgläubigen“ bezeichnen sollte. Je mehr eine nominell gebildete Person mit höchsten akademischen oder vergleichbaren Ehren bedacht wird, desto wahrscheinlicher wird diese sich als Scharlatan mit angelerntem Unwissen herausstellen. Es gibt Ausnahmen von dieser Regel; aber im realen Universum sind solche Abweichungen eher in der Minderheit. Alles Denken in den derzeit üblichen Wegen drückt weitgehend einen Zustand der Unkenntnis aus, der als „schlechte Lehrmeinung“ an die Leichtgläubigen weitergereicht wird.

Nach dem bisher hierzu Gesagten wenden wir uns nun einem oder zwei bestimmten Beispielen zu, die ich zur Klärung vorstellen möchte.

Nehmen wir die durchaus gegensätzlichen, aber aktiv zusammenhängenden Fälle des Eratosthenes und Archimedes mit Blick auf das Prinzip der Kreiserzeugung.

Eratosthenes war unter den wahrhaft Gebildeten zu recht berühmt für seine physikalische Messung des ungefähren Erdumfangs (und der Entfernung zwischen der antiken ägyptischen Hauptstadt und der Stadt Rom auf einem ungefähren Großkreisbogen).

Der offen gesagt dumme Fehler des ansonsten begabten Archimedes, der blind seinen offenbar pro-euklidischen Phantasien über den Ursprung des Kreises vertraute, hatte zweifellos seinen Ursprung in jemandes politischen Motiven zur damaligen Zeit. Kardinal Nikolaus von Kues hat später den Archimedes zugeschriebenen Fehler aufgedeckt. Dieser Cusa hatte früher in seinem wissenschaftlichen Hauptwerk De Docta Ignorantia Vorstellungen entwickelt, auf denen praktisch die gesamte kompetente Wissenschaftslehre seit dieser Zeit beruht.

Warum sollten wir angesichts solcher Überlegungen so töricht sein, an eine willkürliche, reduktionistische Ansammlung eher leerer Annahmen zu glauben, z.B. bezogen auf relative Extreme des „recht Großen und recht Kleinen“ oder von „laut oder leise“, die von ziemlich dürftigen Prämissen vorgegeben sind - vorgegeben von Leuten mit einem begrenzten, schattenhaften Verständnis der Realität des vermeintlich „Gehörten“ oder „Gesehenen“, oder vielleicht auch „zum verstummen Gebrachten“. So lagen die tatsächlichen experimentellen Extreme von Vorstellungen wie dem sehr Großen und dem sehr Kleinen.16Siehe Bernhard Riemanns Habilitationsschrift, Abschnitt III: „Es führt dies [von der Mathematik] hinüber in das Gebiet einer andern Wissenschaft, in das Gebiet der Physik, welches wohl die Natur der heutigen Veranlassung nicht zu betreten erlaubt.“

Wenn man in ähnlichen Begriffen denkt wie Bernhard Riemann, muß man sich heute fragen, warum einfältige Menschen weiter auf der Gültigkeit eines sogenannten „Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik“ beharren, wenn die überlieferten Belege aus mehr einer halben Milliarde Jahren „Geschichte“ lebender Prozesse schlüssig das genaue Gegenteil beweisen: Das angebliche „Prinzip“ des Universalen als fester, umgrenzter Wert17Ebendieser „Zweite Hauptsatz der Thermodynamik“. muß als Schwindel verworfen werden, der schlimmer wäre als bloße Inkompetenz. Man muß daher davon ausgehen, daß diese Angelegenheit abgelöst ist durch die Erkenntnis ständig höherer Grade der „Energieflußdichte“, und das ohne nennenswerte Ausnahme.

Es trifft zu, daß ganze Artengruppen von Lebewesen ausgestorben sind. Wenn wir uns das vor unser geistiges Auge halten, ist dies häufig mit dem weithin akzeptierten, aber völlig falschen Maßstab für die Beurteilung einer Bandbreite von Lebensprozessen verbunden. Dieser Fehler muß durch die Wahrheit korrigiert werden, daß der evolutionäre Fortschritt verschiedener Arten eine Anpassung an höhere Zustände relativer Energieflußdichte erfordert.

Warum stellt sich dieses Problem so häufig?

Man verlegt sich gerne auf die alberne Vorstellung eines abwärts gerichteten „Fortschritts“ hin zum Ausgangspunkt einer relativ niedrigeren Stufe mittlerer „Energieflußdichte“ pro Kopf des Bevölkerungswachstums. Tatsächlich müßte man sich auf das beziehen, was bezogen auf den Fluß vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger Lebenssysteme relativ höhere allgemeine „Plattformen“ sind. Die Beweise für eine aufwärtsgerichtete evolutionäre Transformation der lebenden Arten zeigen, daß die Realität von relativ niedrigeren zu relativ höheren Arten verläuft, bezogen auf die Existenzfähigkeit pro Kopf oder vergleichbare Fähigkeiten, wobei auch die Nebenprodukte ihrer Weiterentwicklung höhere Stufen erreichen, die sich leicht als Anstieg in der Energieflußdichte messen lassen.

Wenn sich das leichtgläubige Volk ständig zum kläglichen Narren macht und an den offen betrügerischen „Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik“ glaubt, beruht das nicht auf realen Beweisen, sondern es ist das Ergebnis einer Massengehirnwäsche jener leichtgläubigen Leute, die sich offenbar nichts wichtigeres vorstellen können, als sich an die leere Leidenschaft ihrer armseligen Überzeugungen zu klammern. Diese Torheit ist das Ergebnis einer Konditionierung, die sie in eine verlogene und sogar verrückte Form religiöser Verehrung getrieben hat - die gleiche Verehrung wie bei denjenigen, die an das angebliche leibhaftige Abbild eines oligarchischen „Satans“ glauben.

Ich meine hiermit ein Bild Satans, wie man es verbreitet unter jenen findet, die sich soweit erniedrigt haben, Untertanen des „oligarchischen Prinzips“ zu werden, wo die Verehrer das Prinzip des oligarchischen Systems mit Satan gleichsetzen. Der gleiche „Satan“ ist die entsprechende Person (Großinquisitor) in Dostojewskijs Die Brüder Karamasow bzw. der Wallstreet: eine Anbetung des Satans oder von Präsident Barack Obama als manische Karikatur einer satanischen Figur bzw. eines Möchtegern-Zeus.

De Docta Ignorantia

Beim heute verfügbaren Wissensstand bleibt es unklar, wieviel von der schöpferischen Leistung des Kardinals Nikolaus von Kues bereits in den Entdeckungen jenes Filippo Brunelleschi enthalten war, der die Seilkurve (d.h. die Kettenlinie) als universelles physikalisches Prinzip entdeckte. Brunelleschi führte seinen Beweis, bevor sein etwas jüngerer Zeitgenosse Nikolaus von Kues das gleichlautende Argument vorlegen sollte, aber mir ist derzeit unbekannt, ob dies zufällig war oder nicht.

In dieser Angelegenheit gibt es eigentlich keinen Streit; für unseren Zweck genügt es, daß ihr bekanntes Wirken vom Prinzip her auf ein gemeinsames Ergebnis hinauslief und daß ihre Argumente bei beiden auf jeweils eigenen Entdeckungen beruhten.

Zur Veranschaulichung: Bei mir persönlich stellte sich ein klareres Verständnis von Brunelleschis und Cusas physikalischem Prinzip der Kettenlinie Mitte der achtziger Jahre während einer Zugfahrt ein, die mich von Florenz zu meinem damaligen Wohnort im Rhein-Main-Gebiet zurückbrachte. Auf dieser Fahrt kam mir das Prinzip hinter der Bauweise der Kuppel von Santa Maria del Fiore blitzartig in den Sinn.

Wohl zu der gleichen Zeit war ein Wissenschaftler „dort unten“ in Florenz, mit dem ich damals zusammenarbeitete, zu der gleichen Schlußfolgerung gekommen. Mein Freund in Italien und ich hatten uns über einen fast herangereiften Beweis in noch unvollkommenem Zustand ausgetauscht, bevor ich meinen Zug nach Frankfurt bestieg - einen Beweis des physikalischen Prinzips in Bezug auf die Kettenlinie und deren Gegenstück, die Schlepplinie - die letztere verdeutlichte uns Leonardo da Vincis Konstruktion. Meine Erfahrung mit dem besonderen physikalischen Prinzip der Kettenlinien fiel zeitlich zusammen mit einer erneuten hitzigen Debatte über Keplers Entdeckung der Gravitation, an der ich als deren Befürworter auf zwei höchst spannenden Sitzungen der Fusion Energy Foundation (FEF) Mitte der achtziger Jahre beteiligt war.

Die Einsicht, die ich im Gedenken mit Brunelleschi, Cusa und dessen Anhänger Leonardo da Vinci teile, hat eine ganz besondere Bedeutung: Ich erkannte, daß die Kettenlinie Ausdruck eines universellen physikalischen Prinzips ist, welches in seiner Ordnung über der Kreiskrümmung steht. Der Beweis entsprach dem eines universellen physikalischen Prinzips des Universums, wie es uns durch solche und verwandte physikalische Experimente bekannt ist.

Was die genannte Entdeckung Brunelleschis angeht, so steckt der physikalische Beweis des Konstruktionsprinzips in der Besonderheit der „freihängenden Bauweise“ der Kuppel von Santa Maria del Fiore, einer Konstruktion (auch als hängende Seilkurve bekannt) im Bau selbst.

Die Bedeutung der Kettenlinie geht über das mit ihr verbundene universelle physikalische Prinzip hinaus. Leonardo da Vinci hat mit seiner Entdeckung des komplementären physikalischen Charakters von Kettenlinie und Schlepplinie den gleichen Grundgedanken eines universellen physikalischen Prinzips noch weiterentwickelt.

Dieser Bezug auf Prinzipien gilt auch z.B. in Cusas De Docta Ignorantia, insofern, daß Cusas Werk den einzig kompetenten Ansatz an alle tieferen epistemologischen Äußerungen der Prinzipien der neuzeitlichen Physik von Cusa bis Einstein und Wernadskij und darüber hinaus definiert. Dies wird auf entscheidende Weise durch Johannes Keplers ureigene Entdeckung des universellen Gravitationsprinzips sowie eine spätere grundlegende Entdeckung Albert Einsteins erweitert: Das von Kepler entdeckte Gravitationsprinzip führte nämlich zu der entscheidenden Entdeckung Albert Einsteins, wonach Keplers Entdeckung im Grunde unser Sonnensystem oder die Galaxis, in der es angesiedelt werden muß, als „endlich, aber unbegrenzt“ definierte.

Ich habe zwar zu den Einsichten in diesen besonderen Wissensbestand einige mir nützlich erscheinende Aspekte hinzugefügt, wie ich sie auch in meinen Argumenten dieser Schrift vorstellte, doch diese Betrachtungen bleiben lediglich die von mir erkannten Implikationen der grundlegenden Errungenschaften überragender Genies unserer Neuzeit wie Albert Einstein und W.I. Wernadskij, deren Leistung im besonderen Bezug auf Bernhard Riemanns berühmte Habilitationsschrift von 1854 verstanden werden muß.

Die praktische kleine Verfeinerung, die ich zu diesem enormen Vorrat an neuzeitlichem wissenschaftlichem Fortschritt beigetragen habe - so auch in diesem vorliegenden Bericht -, besteht nur darin, daß ich für mich notwendige Schlußfolgerungen gezogen habe. Solche Schlußfolgerungen hätte jede wohlmeinende Seele ziehen können, die diese Implikationen einer Riemannschen Sichtweise in dem Zusammenhang erkannt hat, so wie ich dies gerade im vorangegangenen Kapitel dieses Berichtes zusammengefaßt habe.

„Das größte wissenschaftliche Prinzip“ seit dem Werk von Filippo Brunelleschi und Nikolaus von Kues stieß auf Resonanz bei einem Mann, der in neuerer Zeit seinen besonderen Beitrag zu den seither aufeinander folgenden Stufen im systematischen Fortschritt der Wissenschaft leistete, Akademiemitglied W.I. Wernadskij. Man kann mit Recht sagen, daß die berechtigte Begeisterung eines jeden wirklichen Entdeckers ausdrückt, was er oder sie in jedem solchen Fall als Augenblick der intensivsten persönlichen Erfahrung erlebt. Das ist eine reale Erfahrung in einem ähnlichen Augenblick für jeden, der zu einer solchen mehr oder weniger qualitativ wichtigen älteren oder neueren Entdeckung oder auch nur Wiederentdeckung das Seine beiträgt.

Meine bescheidene, aber doch wesentliche Wiederentdeckung dessen, was ich als Kreativität von Brunelleschi und Cusa beschrieben habe - eine Erfahrung, die insbesondere bei der Bahnfahrt von Florenz nach Frankfurt ihr Echo fand -, war inspirierend und wichtig, soweit derlei Übungen gehen, obwohl es zugegebenermaßen in dem Fall meinerseits nicht allzu tiefgehend war; dennoch klang es nach als etwas, was an und für sich praktisch sehr wichtig war. In solchen Fällen liegt die wesentliche Bedeutung im Erleben irgendeiner ähnlichen Erfahrung einer so gearteten Entdeckung. Ich meine den Fall, wenn man etwas erkennt, was einem sozusagen schon seit längerem „vor der Nase“ lag. Es ist das, was eigentlich hätte offensichtlich sein sollen, nur daß man es vorher noch nicht in dieser Weise, nicht in dieser besonderen, reicheren Bedeutung erfahren hatte.

In einem anderen Fall gelangte ich auf genau die gleiche Art und Weise vor Jahren zu der Schlußfolgerung, daß die Vorstellung der Sinneswahrnehmung, wenn man sie zur Definition der Verwendung der Sprache verwendet, keine notwendigerweise wirksame Verbindung zu dem Thema hat, auf das der Begriff einer bestimmten Qualität der Sprache angewandt wird. Das ist die Bedeutung des Themas des vorliegenden Berichtes, wenn man darüber als, wie man treffend sagen könnte, „abgerundete Erfahrung“ im Ganzen nachdenkt.

Das Prinzip der Metapher

Um die maßgeblichen Elemente des bisher Dargestellten zu rekapitulieren, betrachte man die primitiven, irrigen Vorstellungen über die eigentlich paradoxen Grundlagen dessen, was bisher als Vorstellung implizit physikalischer Wahrnehmung akzeptiert wird: Es ist die Vorstellung von „Realität“, die auf einen Kern abgebildet wird, der gewöhnlich von einem engeren Band der fünf körperlichen Sinne zu einer Bandbreite von etwa 20 reicht. Ich habe in diesem Bericht bereits betont, daß wir uns dieses Spektrum umstrukturiert vorstellen sollten, anhand jener problematischen Fälle, die quasi als Kern der vier bzw. „drei plus eins“ zu Beginn des ersten Kapitels genannten Kategorien identifiziert sind: drei einer implizit „körperlichen“ Unterkategorie, und eine vierte, die im wesentlichen „geistig“ ist.

Im Fall der von mir identifizierten vierten Kategorie, die ich zur Idee der ersten drei, die allgemein sind, hinzugefügt habe, beschränkt sich diese vierte - die Kreativität als etwas „Metaphorisches“ oder (nach unserem besten bisherigen Wissen) „spezifisch Menschliches“ - auf die menschlichen „Schöpferkräfte“. Um den Punkt zu wiederholen: Man fasse die unteren drei Vorstellungen von „Sinn“, relativ gesprochen, als Schatten auf, und den Bereich begründbarer Metaphern als den Bereich des Höchsten und allein Realen.

Deshalb wurde in meinem in dieser besonderen Veröffentlichung ausgearbeiteten Bericht bereits betont, daß man allen Vorstellungen wie den anfangs angegebenen „drei unteren” Elementen notwendigerweise eine gewisse inhärente Schattenhaftigkeit beimessen muß; das gilt für alle jene traditionell verbreiteten, aber falschen Vorstellungen, die fälschlich als Erfahrung der „physikalischen Realität“ bezeichnet werden, worauf ich mich im vorangegangenen Kapitel bezogen habe.

Die Wahrheit über den menschlichen Geist

Um eine notwendige Neuformulierung des gerade gesagten Punktes vorzunehmen: Die Objekte, die herkömmlich als Objekte der Sinneswahrnehmung behandelt werden, sind mit dem Irrtum verbunden, das, was bloße Sinneswahrnehmung ist, sei bereits unmittelbar objektive Realität. Die eigentliche Wirklichkeit, nach der wir suchen sollten, ist jedoch das reale Objekt, das wir nicht direkt sehen, sondern nur als Schatten wahrnehmen.18„Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Wort, dann aber von Angesicht zu Angesichte. Jetzt erkenne ich's stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.“ 1. Korinther 13, 12. Das Römische Reich, das die Apostel Peter und Paulus ermordete, war offensichtlich nicht erfreut. Die eigentliche Realität, die sogar sonst fähige professionelle Wissenschaftler häufig nicht verstehen, liefert indirekt die Grundlagen einer kompetenten Naturwissenschaft des universellen physikalischen Prinzips des Kredites (so wie ich dies kürzlich im Rahmen einer Ansprache an die Nation beschrieben habe).

Wir sollten also erkennen, daß diese einzigartigen bewußten Schöpferkräfte des Menschen die eigentliche Wirklichkeit der wißbaren menschlichen Erfahrung sind. Dazu muß man die Tatsache erkennen, daß die wirklich metaphorische Qualität menschlicher wissenschaftlicher Kreativität - die sich in der menschlichen Fähigkeit ausdrückt, die Ordnung des Universums, das wir als naturwissenschaftliche Kreativität erfahren, zu verändern - der Ausdruck des wirklichen Universums ist. Daß dies der Fall ist, zeigt die Rolle der schöpferischen Geisteskräfte des Menschen, durch die wir das Universum durch unser willentliches Handeln verändern können. Die Entdeckung eines wahren universellen physikalischen Prinzips durch die intellektuellen Fähigkeiten des Menschen hat sich experimentell als die einzigartige direkte menschliche Erfahrung unserer aktiven Beziehung zum Universum erwiesen.

Wenn die nachweisliche Rolle der schöpferischen Kräfte des individuellen menschlichen Geistes anhand der Wirkung des Menschen auf das Universum experimentell erkannt wird, sollte es nicht schwer sein, die mit den angegebenen „ersten drei“ verbundenen Typen von Erfahrung so darzustellen, daß diese ersten drei in dem Sinne symbolisch wahr sind, daß sie wie die Schatten sind, die von der sonst unsichtbaren Realität der Erfahrung des Menschheit geworfen werden. Ich behaupte somit: es gibt keine verläßliche funktionale Entsprechung zwischen einer solchen scheinbaren Symbol-Option, d.h. einem symbolischen „Namen” für ein mit den Sinnen wahrnehmbares Objekt, und der Realität der Funktion der inhärent „metaphorischen“ Wechselbeziehung der Menschheit zum wirklichen Universum.

Vielmehr sollten wir die wirksame Realität nicht innerhalb der Grenzen dessen lokalisieren, wofür die ersten drei der vier von mir aufgezählten Typen beispielhaft stehen, sondern nur in Verbindung mit der Funktion, die tatsächlich in der letzten der vier ausgedrückt ist, also in derjenigen Kategorie von Erfahrung, die mit den noëtischen Eigenschaften des vierten Falls verbunden ist, dem Fall der spezifisch menschlichen Erkenntniskraft.

Alles andere einmal beiseite: Es sind nicht die zugeschriebenen „Teile” der Sinneswahrnehmung als solcher, welche die wirksame Beziehung der Menschheit zum Universum verkörpern, sondern es ist der Prozeß, der durch die reale menschliche physische Kreativität zum Ausdruck gelangt, wie er sich aus der menschlichen physischen Kreativität per se erahnen läßt.

Nach einer ersten Auswertung dürfte meine Argumentation hier von kompetenten Wissenschaftlern und ebenso, bei einer gewissen Verlagerung des Schwerpunkts, unter klassischen Künstlern tendenziell im großen und ganzen akzeptiert werden. Meine Einschränkung dabei ist, daß ich Einwände gegen solche Erklärungen aus solchen Quellen hätte, wenn diese nur im Rahmen der zeitgenössischen Begriffe der heutigen Schulwissenschaft oder ähnlicher Vorstellungen von Wissenschaft vorgetragen werden. Ich würde darauf bestehen, und tue dies auch hier, daß eine solche enge Schlußfolgerung im Grunde nicht zu tolerieren ist, besonders wenn man die höheren ontologischen Fragen einer Wissenschaft der physikalischen Wirtschaft, meine Spezialität, berücksichtigt. Ich habe in Hinsicht auf diesen besonderen Unterschied bereits die Worte des Apostels Paulus zitiert.

Deshalb behandele ich die menschliche wirtschaftliche Kreativität, ausgedrückt in der Rolle der Zunahme der physischen und verwandten Macht des Menschen im Universum, als das unsterbliche Prinzip der wahren Bedeutung des Prinzips des Kredits in der Ökonomie der Menschheit. Kredit, so definiert, steht für den wesentlichen ontologischen Charakter der immer weiter zunehmenden Fähigkeit der Menschheit, im Universum zu existieren, und das ist das einzige wirkliche Prinzip der Wirtschaft.

Ich möchte dieser Vorschrift noch hinzufügen, daß ein solcher strengerer Maßstab heute obligatorisch sein müßte, wenn man die ruinösen Effekte der zeitgenössischen, gewöhnlich falschen Vorstellungen über die Rolle der Wirtschaft berücksichtigt. Das ist der Kern der Argumentation, die ich im Laufe der verbleibenden Kapitel des vorliegenden Berichtes liefern werde.

III. Die Wirtschaftsfunktion

Nach dem bisher Gesagten sollten wir für einen Augenblick innehalten, um uns mit zwei tatsächlich recht kurzen, aber wichtigen Themen zu beschäftigen, die sich um zwei bedeutungsvolle hypothetische Fragestellungen drehen.

Mit Blick auf die zwei relativ kurzen Kapitel, die ich jetzt vorlege, möchte ich erklären, daß es zum gebührenden Verständnis der wahren Genialität menschlichen Lebens nicht ausreichend wäre, lediglich menschliches mit tierischem Leben auf der Erde im allgemeinen zu vergleichen; wir müssen uns mit der Perspektive zukünftigen menschlichen Lebens oder sogar mit vorstellbaren höheren Lebensformen befassen. Wir brauchen deshalb eine Art Maß für die Eigenschaften unserer eigenen Galaxis im Vergleich zu den Eigenschaften anderer Galaxien, besonders jenen, die unsere Spaßvögel von der Wissenschaft vielleicht als „nahe Galaxien“ bezeichnen würden. Es ist für unseren Bericht dringend notwendig, daß wir uns in gewisser Weise bessere Einsichten in die Zukunft (und Vergangenheit) einer Palette anderer existierender Galaxien verschaffen.

Wir können davon ausgehen, daß es im Rahmen eines akzeptabel angenäherten Verständnisses der Fragen, auf die man bei der Beschäftigung mit unserem Universum notwendigerweise stößt, Hinweise auf einen nachvollziehbaren Existenzzweck der Menschheit geben muß. Meine Deutung der Aussage des Apostels Paulus, auf die ich im vorigen Kapitel verwiesen habe, enthält eine gewisse erste Antwort auf solch existentielle Fragen; aber auch die ist noch nicht voll befriedigend.

Es mag unmöglich sein, schon heute die Antwort auf solche Fragen angemessen einzugrenzen; aber selbst eine etwas besser angenäherte Antwort könnte uns Menschen, die wir absehbar alle einmal sterben, in besserem Frieden leben lassen, mit der Freude, die man beim Gedanken an das letztlich tödliche Ende unseres menschlichen Lebens daraus ziehen kann. Hieraus ergeben sich einige bedeutsame Konsequenzen, über die sich mindestens einige der heute lebenden Menschen Gedanken machen müßten.

Ich möchte in diesem relativ kurzen Kapitel aufzeigen, daß derartige Fragen eine sehr große praktische Bedeutung für die heute Lebenden haben. Diese Fragestellungen sind verbunden mit einer weiteren Frage, der nach der Bedeutung eines „existierenden Schöpfers“. Schon diese Frage an sich wäre für jedes andere bekannte Lebewesen unterhalb der Seinsstufe von uns Menschen undenkbar, und ebenso undenkbar für alle vielleicht vorhandenen Lebewesen einer höheren Seinsqualität als der unseren. Sie erfordert ein Wesen von keiner geringeren Seinsqualität als die Menschheit, wie das heute bestmöglich beurteilt werden kann. Es ist keine müßige Frage; es ist eine notwendige Frage, die wir uns in diesen schweren Krisenzeiten stellen müssen.

Zweifellos werden einige behaupten, es sei „albern“ von uns, so etwas zu verlangen; ich widerspreche dem nachdrücklich. Wie das Zitat des Apostels Paulus unterstreicht, kann unsere Existenz eine so pessimistische Unterscheidung zwischen Zweck und Verwirklichung nicht zulassen.

Es sei hier der bedeutsame Umstand berücksichtigt, daß ich in meinem Elternhaus und auch anderswo mit vielen religiösen Fragen aufgewachsen bin und dabei überwiegend die Erfahrung machte, daß die Antworten, die angeboten wurden, gewöhnlich eine alberner als die andere waren. Das lag nicht daran, daß die Frage an sich unwichtig war - der Glaube an einen Schöpfer ist extrem wichtig, daher habe ich auch im letzten Kapitel auf den Apostel Paulus verwiesen. Aber die Antworten, die heute geboten werden, bleiben weit hinter der Absicht der Fragen zurück. Das Anliegen bei derartigen Überlegungen und Mutmaßungen ist, den Gegenstand davon ausgehend zu betrachten, daß die Frage in den Rahmen des Themas dieser Schrift gestellt wird; es ist unser Versuch einer wirklich funktionellen Erklärung des spezifischen Zwecks des Universums, das wir bewohnen.

Die derzeit besten Versuche, die Idee einer notwendigen Existenz unserer Galaxis unter einem Gedanken zusammenzufassen, reichen noch nicht aus, um die Aktualität eines wirklichen Schöpfers zu konzeptionalisieren. Wenn man jedoch als Alternative dazu darüber nachdenkt, welche Bedeutung solche Begriffe in Bezug auf die Beziehungen zwischen zwei oder mehr Universen (Galaxien) erhalten, wird unsere Aufmerksamkeit auf ein Wissen gelenkt, von dem ein Schöpfer meinen könnte, daß es die Menschheit oder vielleicht unsere möglichen Nachfahren zur rechten Zeit herausfinden möge.

Die Voraussetzung für jedwede praktisch lohnende Spekulation über „den Schöpfer“ von diesem Standpunkt aus ist es, den grundsätzlichen Unterschied zwischen der menschlichen Gattung und allen anderen, uns derzeit bekannten Arten von Lebewesen zu erkennen. Nennen wir diese Sichtweise das Resultat davon, daß der Mensch nach heutiger Einschätzung im Verlauf der letzten Millionen Jahre auf der Erde erschienen ist. Man bedenke, daß die Menschheit zu einer Zeit des, wie man es nennen könnte, „extraterritorialen Imperativs“ in Erscheinung getreten ist, worin ein besonderes Merkmal der Bestimmung der Menschheit liegen mag.

Von diesem Standpunkt betrachtet hat der Schöpfer für quasi satanische Geschöpfe wie Präsident Barack Obama offensichtlich keinen anderen zukünftigen Nutzen als den einer Art Vogelscheuche. Das heißt, Obama oder sein Ebenbild Dick Cheney haben keinen anderen erkennbaren Daseinszweck als den einer Abschreckung für diejenigen, welche die existentialistischen Neigungen solch armseliger Figuren oder von Befürwortern einer menschlichen Massenausrottung, etwa aus dem Familienkreis der derzeitigen Königin von England, fälschlicherweise akzeptieren.

Was also sollten wir mit dem Begriff eines lebenden und willentlichen Schöpfers versuchen zu verstehen? Den Unterschied zwischen der Existenz von Tierarten und den qualitativ anderen Merkmalen der menschlichen Gattung? Die notwendige Antwort auf solche Fragen liegt ontologisch in der genannten Eigenschaft der menschlichen Gattung, kreativ in dem Sinne zu sein, daß kein Tier dem schöpferischen menschlichen Willen gleichkommt.

Die Ablehnung wahrhaft menschlicher wissenschaftlicher Kreativität zeigt um so deutlicher den Unterschied zwischen dem Tier und dem aktiv „kreativen“ menschlichen Geist - den Unterschied des Geistes zum Tier oder zu den von ihnen selbst zugegebenen, barbarischen Anschauungen sogenannter „Liberaler“ wie den Anhängern des zu recht berüchtigten, praktisch satanischen „Adam Smith“ - kurz des „alten Adam“.

Ich weigere mich, auf einfältige Fragen wie „Welche Absichten hat Gott mit mir?“ zu antworten. Das sind alberne Fragen, weil alles, was sich darüber äußern ließe, bereits von jemand anderem mehr oder weniger gut genug gesagt worden ist, aber niemals gut genug, um eine vernünftige Antwort auf unser Thema in diesem Bericht zu liefern.

Die Frage ist: Welche Absicht verfolgt der Schöpfer mit sich selbst, damit wir Menschen dieser Absicht weiser dienen können, als es das menschliche Wirken in letzter Zeit gezeigt hat? Sollte ein Schöpfer nicht geeignete Absichten voraussehen, die die von Ihm Geschaffenen freiwillig verfolgen können? Sollen wir denn nicht zu einem gewissen Grad Abbild eines Schöpfers sein, statt so etwas wie eine „im Laden gekaufte Aufziehpuppe des Himmels“? Brauchen wir nicht eine angemessen absehbare Aufgabe, die wir erfüllen sollen? Wie können wir Ihm besser „gehorchen“ als indem wir vorausdenken, was wir im Rahmen unseres Beitrags zum universellen Schöpfungsprozeß schaffen müssen - sollen wir nicht zum Mittel der Erfüllung der Absichten des Schöpfers werden, und das bewußt und willentlich?

Warum sollte ein Mensch weniger als das anstreben? Wir müssen für unsere Untersuchungen hier die universelle Kreativität betrachten, beschränkt auf unser bestes derzeitiges Wissen. Wir müssen in ihr, zumindest hypothetisch, den Ursprung wie den weiteren Entwicklungsgang unseres werdenden Universums sehen. Auf welcher Passion, welcher Leidenschaft muß die Motivation unserer Weiterexistenz zum Nutzen unseres Universums beruhen? Steckt in der Frage nicht bereits die Antwort? Fragen wir uns, was wir tatsächlich wissen können.

Warum diese Fragen jetzt stellen?

Unsere damit befaßten Mitarbeiter und andere Quellen weisen zu recht auf die Anzeichen einer im Umfeld unserer Galaxis im Gang befindlichen, möglicherweise katastrophalen Entwicklung hin - Umstände, die eine qualitative Bedrohung darstellen, wie sie der Mensch im Verlaufe seiner nachweislichen Existenz über einige Millionen Jahre oder länger noch nicht erlebt hat. Welches Ausmaß die Gefahren für unsere Gattung nun tatsächlich annehmen mögen, jedenfalls ist die Existenz einer solchen Bedrohung inzwischen so deutlich geworden, daß nachdenkliche, wissenschaftlich gebildete Menschen mehr oder weniger nachdrücklich auf Diskussionen über Alternativen in der Kategorie „extraterritorialer Imperativ“ drängen.

Wenn wir die sich daraus ergebenden Fragen so gestellt haben, wollen wir für den Augenblick einmal von den denkbaren Bedrohungen absehen. Beschränken wir unsere Untersuchung erst einmal darauf, daß sich irgendwann in der Zukunft auch irgendeine ganz andere existentielle Bedrohung stellen kann. Wohin soll sich unsere Gattung in einem solchen Fall wenden? Wie? „Warum?“ Oder: „Was können wir sonst noch tun?“ und erneut: „Warum?“

Unter Fragen wie denen, die ich gerade gestellt habe, ist ein Umstand sehr klar. Es geht um den Begriff der Kreativität als solcher. Dieser Begriff menschlicher Kreativität unterscheidet den menschlichen Willen von dem der Tiere. Diese Tatsache ist der bisher beste Versuch einer Antwort auf solche existentiellen Fragen. Das beste, wozu wir bisher in der Lage sind, bleibt unser Bemühen, durch fortgesetzte Untersuchungen die Entwicklungsrichtung unseres Universums von der Vergangenheit in die Gegenwart zurückzuverfolgen und entsprechend nach einer aufwärts gerichteten Fortsetzung zu suchen.

Der Mensch ist kein Wesen, das zufällig danach strebt, einen höheren Zustand des Universums zu erzeugen; wie ich in den beiden ersten Kapiteln dieses Berichts betont habe, ist die Menschheit grundsätzlich kreativ und könnte sonst als menschliche Gattung oder in einem anders definierbaren Universum gar nicht existieren.

Die Untersuchung kann sich nicht auf die Vergangenheit als solche beschränken. Nur die menschliche Befähigung, höhere Ordnungsprinzipien zu entdecken, als wir sie in unseren besten revolutionären Veränderungen in der Vergangenheit erlebt haben, bietet uns einen Anhaltspunkt, wohin sich die Zukunft wahrscheinlich bewegen wird. Wir brauchen reichere Einsichten, welche Richtung die qualitativen Veränderungen in der Zukunft wahrscheinlich nehmen werden, wenn man von der Erfahrung vergangener revolutionärer Umwälzungen vorgegebener Trends ausgeht. Diese Herausforderung, nichts Geringeres als das uns noch Unbekannte, ist das Rätsel, zu dessen Lösung wir uns selbst reizen müssen - und das im voraus.

Das entscheidende Prinzip, das sich aus diesem Kapitel ergibt, ist die vierte Grundtatsache unter den vier Prinzipien, mit denen ich das erste Kapitel eingeleitet hatte: Der Mensch unterscheidet sich vom Tier, so wie das vierte Prinzip es definiert. Der Mensch unterscheidet sich vom Tier, weil ihm die Idee innewohnt, daß seine zukünftige Existenz von der Wirkung her der einer höheren Gattung als der unsrigen entspricht.

Damit kommen wir zu der Frage von NAWAPA und was NAWAPA für uns auf der Erde wirklich bedeutet.

IV. NAWAPA spricht!

Es gibt keinen begründbaren Zweifel daran, daß der ursprüngliche Plan der Nordamerikanischen Wasser- und Stromallianz (NAWAPA) für ein wasserwirtschaftliches Bündnis zwischen den USA, Kanada und Mexiko lediglich der unerläßliche „Fuß in der Tür“ war, um den riesigen Raum der Pazifikregion zum nächsten großen Entwicklungsprojekt unseres Planeten zu machen. Praktisch bedeutet dies vor allem eine große Entwicklungsallianz, angefangen mit Rußland, China und den Vereinigten Staaten. Dieser Triade von Nationen fällt aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften eine führende Rolle zu, zuerst im gesamten Raum des Pazifischen und Indischen Ozeans, bei der Eroberung der letzten Geheimnisse von Arktis und Antarktis und weiter auf diesem Weg bei der Besiedlung bestimmter planetarer Bereiche des Sonnensystems und darüber hinaus.

Einige weise Propheten der Weltraumforschung haben bereits die breite Besiedlung geeigneter Bereiche des Sonnensystems vorhergesehen, entgegen der absurden Vorstellung, die Menschheit insgesamt würde weniger Risiken eingehen, wenn man törichterweise den Bereich menschlicher Aktivität auf die Erde beschränkte. Wir müssen daran denken, welchen Gefahren - das ist durchaus kalkulierbar - die Menschheit sich aussetzt, wenn es uns nicht gelingt, über die auf den Planeten Erde begrenzten menschlichen Lebensgewohnheiten hinauszugehen.

Lassen wir die entsprechenden „Neinsager“, wie den törichten, wahrscheinlich unzurechnungsfähigen Barack Obama, erst einmal beiseite. Es wird sich als nützlich erweisen, wenn wir von vornherein einräumen, daß derartige Zukunftsunternehmungen eine Pro-Kopf-Energieflußdichte erfordern, die über alles, was wir derzeit auf der Erde kennen, weit hinausgeht. Das galt schon für Christoph Kolumbus’ erste Atlantiküberquerung. „Was soll’s“ also, um die Worte des abartigen Bertrand Russell zu übernehmen. Wir erleben heute immer noch einen verrückten, geradezu massenselbstmörderischen Widerstand gegen die unverzichtbare Rolle bewährter Prinzipien der Kernspaltung; wir reichen kaum an die weitaus größeren Ressourcen der Kernfusion heran; und wir sind noch weit von der Möglichkeit von „Materie-Antimaterie“-Reaktionen entfernt.

Die eine klare Aussage, die unsere Galaxis für unsere Belehrung bereithält, lautet: Wenn man sich vor Augen führt, was die eigentliche zukünftige Rolle der Menschheit in diesem Universum sein wird, bildet die Eroberung einer Region von der Größe eines Sonnensystems noch eine relativ untergeordnete Herausforderung. Der Großteil der heutigen wissenschaftlichen Praxis hat die tiefere Bedeutung des dritten, abschließenden Abschnitts von Bernhard Riemanns Habilitationsschrift von 1854 nicht verstanden.

Wir wissen also bereits, daß menschliche Kreativität menschliche Überkreativität erzeugt, und das in immer höheren Größenordnungen. Wir haben noch nicht einmal ansatzweise verstanden, was der Platz der Menschheit in den Weiten der Nachbargalaxien unseres Universums sein wird.

Was hat die Menschheit bis in die heutige Zeit wissenschaftlich rückständig gehalten? Die beste Antwort, die uns bekannte Wissenschaftler bisher geliefert haben, lautet: Es ist das oligarchische Prinzip, das den naturwissenschaftlichen Fortschritt von Nationen bekämpft - ein Produkt jenes teuflischen Ungeheuers, das uns aus der Darstellung des Aischylos als der Olympier Zeus bekannt ist.

Dieser Typ des oligarchischen Zeus des Olymp ist der Feind innerhalb der Menschheit, der erklärte, oftmals britische Feind der Menschheit. Der richtige Name des heutigen Feindes der Menschheit ist daher „das oligarchische Prinzip“. Es ist in der transatlantischen Region und am Mittelmeer bis heute als Abfolge von vier bösartigen Großreichen bekannt, vom imperialen Rom über Byzanz und die Kreuzfahrerherrschaft bis zum heutigen Britischen Empire in allen seinen unterschiedlichen Phasen.

Falls jemand so töricht sein will, zu bestreiten, was ich eben über die Weltraumforschung gesagt habe, denke er an die erklärte Absicht der britischen Monarchie, die Bevölkerung dieses Planeten von heute gut sieben Milliarden Menschen auf eine Milliarde oder weniger zu reduzieren. Man denke daran, wieviel Dummheit der Menschheit durch massenmörderische „grüne“ Politik aufgezwungen wird. Es ist eine Kombination aus Barbarei und Massenmord, Teil des britisch-imperialen Plans für noch viel schlimmere Ziele, als Adolf Hitler sie je verfolgt hat. Der gleiche verbrecherische Geist steckt in der heutigen „grünen“ Politik der britischen Monarchie, die auf dem gesamten Planeten durchgesetzt werden soll. Niemand könnte ehrlich leugnen, daß die britische Monarchie und ihre „grüne“ Politik die widerlichste von all den kriminellen Banden ist, die derzeit auf die Menschheit losgelassen sind.

Durch die Politik der völlig verkommenen britischen Monarchie und ihrer Trabanten droht heute den Völkern der Erde ein Massensterben, wie wir es in der bekannten Geschichte noch nicht erlebt haben. Allein vielen Millionen Amerikanern droht heute der Tod durch die Pläne, die die britische Monarchie über ihren Marionettenpräsidenten Barack Obama anstrebt. Das sind durchaus bekannte Tatsachen - nur die Angst von Feiglingen in hochgestellten politischen Kreisen, die Wahrheit zu sagen, verhindert es, daß die Menschheit vor Räubern wie der britischen Monarchie in Sicherheit gebracht wird. Der Massenmord durch Londons Politik für Afrika erscheint dem ehrlichen Beobachter als typisch britisches imperiales Verbrechen, das schlimmer noch ist als das von Adolf Hitlers Schergen.

Die Macht, dem Bösen in Gestalt des heutigen Weltreichs der britischen Monarchie Einhalt zu gebieten, liegt bei den Kräften, die sich derzeit als transpazifische Allianz um jene Länder formieren, die ich oben genannte habe: Vereinigte Staaten, Rußland und China, die gegen die moralische Verkommenheit des Britischen Empire antreten. Die größte Gefahr für die Menschheit heute ist der buchstäbliche Mangel an Mut, die notwendigen Lösungen zu unterstützen.

Die Gefahr liegt sozusagen „traditionell“ in den Problemen, die auftreten, sobald man sich auf die vermeintlich konventionelle Bedeutung einer Wissenschaftssprache verläßt.

V. Die Zukunft der Menschheit entziffern

Nachdem ich nun in den zwei vorhergehenden Kapiteln relativ kurze Zwischenbemerkungen eingefügt habe, richte ich unsere Aufmerksamkeit wieder auf das eigentliche Hauptthema des Berichts.

In den beiden Eingangskapiteln des Berichts hatte ich darauf aufmerksam gemacht, daß normale Sinneswahrnehmungen nicht wirklich das darstellen, was die gängige Meinung meistens noch immer für Objekte hält - aber in Wirklichkeit sind es nicht die tatsächlichen Objekte des realen Universums, d.h. die Substanz der Realität, sondern eigentlich nur Schatten. Ich möchte die diesbezüglichen Aussagen aus Kapitel I dieses Berichts neu formulieren. Dabei lege ich besonderes Gewicht auf die Lehre aus den aus zwei Hauptquellen abgeleiteten astronomischen Entdeckungen eines Systems universeller Gravitation, wie Johannes Kepler dies äußerst erfolgreich dargestellt hat.

Für unsere Zwecke hier beginne ich dieses Kapitel mit dem Hinweis auf die Entdeckungen in Keplers Neuer Astronomie und Weltharmonik, den beiden Werken, die als Kernstück von Keplers Abhandlungen zu betrachten sind. Ein außerordentlich fähiges Spezialteam meiner Mitarbeiter hat sich mit diesen astronomischen Prozessen befaßt und ihre Arbeit spiegelte auch scharfe Kritik an allzu typischen reduktionistischen Fehlern wider, die man einige Jahre zuvor mindestens in einer führenden Universität in der Bostoner Gegend gemacht hatte.

Das lenkt unsere Aufmerksamkeit auf einen entscheidenden Aspekt der einzigartig erfolgreichen Bemühungen Keplers zur Begründung einer neuzeitlichen Astronomie, wie sich diese am prägnantesten in seiner ureigenen Entdeckung des universellen Gravitationsprinzips ausdrückt. Wesentlich für sein Werk ist nicht nur diese Entdeckung des Gravitationsprinzips, sondern auch die zusätzliche Schlußfolgerung daraus in Albert Einsteins Begriff eines endlichen, aber unbegrenzten Universums. Einsteins Behandlung dieser Frage ist heute höchst bedeutsam, weil dadurch gezeigt wird, daß kein implizit wahres Prinzip des bekannten Universums gleichsam „objektiv“ abgeleitet werden kann.

Darin liegt das Problem, das für die gegen Kepler gerichtete Verwirrung in einschlägigen akademischen Kreisen verantwortlich ist. Dieses Problem an diesen und ähnlichen Stellen ist maßgeblich die Folge einer massiven Lügenkampagne gegen Kepler und sein Werk, die von demselben neuvenezianischen Halunken Antonio S. Conti (1677-1749) ausging, der für eine verzweifelte Anstrengung zur Verleumdung des führenden Wissenschaftlers seiner Zeit, Gottfried Wilhelm Leibniz, angeheuert wurde. Typisch ist, daß Conti - ein wichtiger Vorläufer des satanischen Denkens von Adam Smith -, mit seinem öffentlichen Angriff auf Leibniz wartete, bis ihm versichert wurde, daß Leibniz gerade gestorben war. Als „Joker“ für ihre Kampagne gegen Leibniz verwendeten Conti & Co. einen britischen Spezialisten für schwarze Magie namens Isaac Newton, einen Mann, der nachweislich nie irgendein entdecktes Prinzip der modernen Wissenschaft bewiesen hat.

Wie ich im ersten Kapitel dieses Berichts festgestellt habe, wurde noch nie durch irgendeine Standardmethode auf der Grundlage bloßer Sinneswahrnehmungen irgendeine gültige Entdeckung eines Naturgesetzes beschrieben, geschweige denn verstanden. Denken wir an die einfachste Annäherung an eine Definition eines Versuchsgegenstands mit Hilfe unserer bescheidenen fünf Sinne: Alle Versuche, einen experimentellen Gegenstand anhand einer Kombination unterschiedlicher Wahrnehmungen unserer „dürftigen fünf Sinne“ darzustellen, sind als schwerer systemischer Fehler zu betrachten. Kepler, ein hochbegabter Schüler der Gründer der neuzeitlichen europäischen Naturwissenschaft und der einzige wahre Entdecker des physikalischen Prinzips der Gravitation, stützte sich hierbei auf die Arbeiten von Brunelleschi und Kardinal Nikolaus von Kues.

Keplers ureigene Entdeckung des Gravitationsprinzips wurde zum ersten Schritt der erweiterten Erforschung des Gravitationsprinzips durch geeignetere, wechselwirkende physikalische Experimente. Tatsächlich „gemessen“ wurde ein Komplex schattenhafter, sinnesempfindungsartiger Effekte und ähnlicher „Schatten“ im Rahmen einer Vielzahl von Beobachtungen, die man im besten Fall als physikalische Experimente auffaßt. Die typischsten Beiträge Keplers zur neuzeitlichen Physik führten zu Leibniz’ ureigener Entdeckung des Kalkulus und zur Untersuchung elliptischer Funktionen durch die Kreise um Carl F. Gauß.

Es ist mit Sicherheit nicht falsch, Keplers Methoden anzuwenden. Die entscheidenden Fehler von Keplers vermeintlichen Rivalen und Kritikern entstehen dann, wenn jemand meint, scheinbar elementare deduktive Methoden lieferten direkte Beweise für Schlußfolgerungen, die man aus falsch ausgewählten experimentellen Daten ziehen könnte.

Für unsere Zwecke in diesem Bericht ist es wichtig zu betonen, daß in der modernen Physik des russischen Akademiemitglieds W.I. Wernadskij die zu erforschenden Gegenstände in drei Kategorien von Erscheinungen eingeteilt werden: die Lithosphäre, die Biosphäre und die Noosphäre. Jede der drei ist grundsätzlich definiert als (erstens) ein Prinzip des Nichtlebens, (zweitens) als Prinzip des Lebens an sich und (drittens) als Wirkqualität hinter dem schöpferischen Prinzip des menschlichen Denkens an sich.19Wie Wernadskij selbst ab Mitte der dreißiger Jahre betonen sollte, beruht ein kompetentes Konzept für ein universelles Lebensprinzip, besonders wenn es um den menschlichen Geist (d.h. die Noosphäre) geht, auf dem Werk Riemanns.

Man vergleiche diesen Einteilungsprozeß mit Bernhard Riemanns Argument in dem bereits oben erwähnten Schlußabschnitt seiner Göttinger Habilitationsschrift von 1854. Kurz gesagt, aus diesen und vergleichbaren Gründen besteht keine Notwendigkeit einer direkten Korrelation zwischen der Palette der Sinneswahrnehmungen und der Erstellung gültiger Definitionen ableitbarer Phänomene durch die Arbeit des menschlichen Geistes. Die Notwendigkeit, „ein Prinzip des Lebens“ und „ein Prinzip der menschlichen Kreativität“ zu definieren, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um die Aufgabe zu lösen, die tatsächlichen Gegenstände der Sinneswahrnehmung - und dies auf relativ einfachste Weise - zu definieren.

Eine Riemannsche Sicht auf Begriffe wie „Leben“ und „Kreativität“ als Prinzipien, wie man sie mit prominenten Namen wie Albert Einstein verbindet, löst einen Bereich von Fragen. Der Preis dieser Errungenschaft war die Verpflichtung, die Bedeutung von „Wahrheit“ in Begriffen einer geeigneten physikalischen anstelle einer rein mathematischen Methode zu definieren. Dabei geht es um folgende wichtige Punkte.

Eine substantielle Frage

Die inhärente Inkompetenz mathematischer Methoden bei physikalischen Gegenständen und auch bei den noch höheren Eigenschaften menschlichen Denkens sollte man als „psychologisch“ einstufen, und zwar im grundlegenden Sinn der ontologischen Verwendung des Begriffs „Geist“. Ich erläutere dieses wichtige Prinzip einer kompetenten modernen Wissenschaft, wie folgt.

Als Einführung in dieses heute wenig verstandene Prinzip des Geistes sollte man betonen, daß zu den wichtigsten Prinzipien der gesamten Wissenschaftsmethode die beiden verwandten, aber doch unterschiedlichen Konzepte von „Leben“ als solchem und des „menschlichen Geistes“ gehören.

Beide Phänomene sind, richtig verstanden, mit der Funktion der „Metapher“ verbunden: sowohl bei den Prinzipien von Entdeckungen im Bereich der klassischen Kunst als auch in der praktischen Naturwissenschaft, wenn es um Entdeckungen von Prinzipien geht. Die Schwierigkeiten, die noch heute in Bezug auf die klassische künstlerische Komposition wie auf die Entdeckung physikalischer Prinzipien hartnäckig zutage treten, sind von ihrem Ausdruck her systemisch. Dieser steht in Zusammenhang mit den reduktionistischen Schwierigkeiten, die den Hintergrund der häufig anzutreffenden, inkompetenten populärwissenschaftlichen und laienhaften Meinungen etwa über Entdeckungen von Naturprinzipien in der Wissenschaft und in der klassischen Kunst bilden. In beiden Fällen sind dies Produkte einer radikal reduktionistischen Verkennung der Prinzipien menschlicher Kreativität. Diese geistige Störung kommt in den bekannten Fällen auf typische Weise diagnostisch zum Ausdruck, so wie man sie etwa in der klassischen künstlerischen Komposition mit Hilfe kompetenter Einsichten in die Wurzeln naturwissenschaftlicher Entdeckungen behandeln sollte.

Besonders ist es hierbei wesentlich, wie ich es gewöhnlich tue, zwischen den Funktionen des menschlichen Gehirns als solchem (d.h. dem „Nervensystem“) einerseits und des menschlichen Geistes andererseits zu unterscheiden. Die Möglichkeit einer Definition dieses Unterschiedes straft den reduktionistischen Irrtum Lügen, „Gehirn“ und „Geist“ sei dasselbe. Der Unterschied läßt sich nur in Hinsicht auf die Unterschiede zwischen den Verhaltensfunktionen der menschlichen Kreativität (einer Funktion des „Geistes“) und der eigentlich tierischen Vorstellung des bloßen „Gehirns“ wirksam definieren. Die häufige Schwierigkeit, diesen Unterschied im menschlichen Individuum zu erkennen, liegt offenbar darin, daß sich die jeweiligen unterschiedlichen Merkmale gegenseitig beeinflussen, wobei aber der Geist auf einer qualitativ höheren Stufe steht als das Gehirn.

Bei erster Betrachtung der eben dargestellten Unterscheidung liegt das Paradox auf der Hand; aber die Lösung für die offensichtliche Verwirrung erfordert eine weitere Klärung. Ich fahre wie folgt fort.

Die Klärung

Der Unterschied zwischen den beiden Zuständen, wenn sie in wechselnden Graden der „Intensität“ aufeinander einwirken, scheint zu belegen, daß es dabei um eine Art Widerstreit zwischen einem „kreativen Überhirn“ und einem tierischen (bzw. „wortgetreuen“) „Unterhirn“ geht - beide in einem gemeinsamen, „normalen“ menschlichen Individuum, im Unterschied zum Tier. Zur Veranschaulichung mag der Gegensatz zwischen der Musikauffassung J.S. Bachs und der heutigen sogenannten „Unterhaltungsmusik“ dienen.

Um den gleichen hypothetischen Gang fortzusetzen, seien die folgenden Überlegungen angestellt.

Man untersuche die unterschiedlichen menschlichen Verhaltensmuster in der Weltsicht eines qualifizierten klassischen Musikers und bei jener flachen Unterhaltung, die mit der kulturellen Verrohung durch die Machenschaften des „Kongresses für Kulturelle Freiheit“ nach dem Zweiten Weltkrieg verbunden ist. Diese Hypothese scheint den funktionellen Ausdruck des Problems zu treffen.

Man betrachte nun, welche Rolle das verbreitete Syndrom des radikalen „Umweltschutzes“ in der „populären“ Unterhaltung und verwandten Bereichen spielt; dieser Faktor gehört offenbar zu den systemischen Eigenschaften des genannten geistigen degenerierten Typs. Untersucht man die Tendenz zur „Gehirnwäsche“ von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, erhält man Beispiele für die Neigung zu „barbarischem“ Verhalten bei Personen mit einem „Mangel an kognitiven Fähigkeiten“ - ein wichtiges Thema für „klinische“ Studien der entsprechenden Syndrome.

Konditioniert man Menschen zu existentialistischem Verhalten, verwandelt sich deren Persönlichkeit mit Sicherheit in Brutalität. Das ist ein langfristiger Trend von Verhaltensänderungen unter den nachfolgenden Generationen der amerikanischen und europäischen Bevölkerung und von Differenzierungsmustern unter den sozialen „Klassen“ im Lauf der fast einhundert Jahre seit meiner Geburt 1922. Studiert man die Verhaltensmuster der Generationen über meine Lebensspanne, von meiner Geburt bis heute, so zeigt sich über viele Generationen hinweg ein qualitativer Rückgang produktiver und verwandter Fähigkeiten. Die gängigen Muster „kultureller Konditionierung“ der Bevölkerung im Verlauf mehrerer Generationen spiegeln häufig eine Tendenz wider, die man einen stark zunehmenden „Faktor moralischen Verfalls“ unter diversen Gesellschaftsschichten und -gruppen nennen kann.

Soviel zu pathologischen Verhaltensmustern; suchen wir nun in der gleichen Thematik von menschlich oder sozial induzierten verrohten Verhaltensmustern nach Syndromen, die ich noch „tiefer“ verständlich machen möchte.

Klassische künstlerische Komposition

Man beschäftige sich sehr aufmerksam mit klassischer künstlerischer Komposition und den mit diesem Begriff verbundenen Ausdrucksmustern. Um der Neigung zu ignoranten vorgefaßten Meinungen über diesen Gegenstand zuvorzukommen, vergleiche man die Methoden in Wissenschaft und klassischer Kunst. Der Einfachheit halber befasse man sich mit zwei Perioden: der Entwicklung der antiken griechischen Klassik mit ihren Ausdrucksmitteln und der neuzeitlichen klassischen Komposition in Kunst, Wissenschaft und allgemein damit verwandten Trends des Sozialverhaltens seit der Zeit von Brunelleschi, Nikolaus von Kues u.a.

Als Maßstab verwende man bei dieser Aufgabe das Ansteigen oder Abfallen eines funktionellen Äquivalents der „effektiven Energieflußdichte“ in der Naturwissenschaft und klassischen Kunst seit dem Wirken von Brunelleschi, Cusa und ihren Anhängern. Man berücksichtige dabei die Folgen „langer Kriege“ als Mittel, den moralischen, kulturellen und realwirtschaftlichen Zerfall von Nationen zu beschleunigen. So berücksichtige man etwa die entsprechende Rolle „langer Kriege“ der Vereinigten Staaten seit der Ermordung von US-Präsident John F. Kennedy und seines Bruders Robert.

Man untersuche das Phänomen der rasanten Zunahme von Einkommen und Macht der nutzlosen Reichen und vergleiche dies mit dem Rückgang des Realeinkommens in den tatsächlich produktiven „Klassen“, zum Beispiel in Amerika und Europa.

Nun versuche man, diese Art von Gedankenspielen aufzulösen. Hierfür beschäftige man sich mit der Bedeutung des Begriffs der „Metapher“.

Metapher als Prinzip der Wissenschaft

Ich habe schon weiter oben angesprochen, welche Herausforderung in dem Begriff „Metapher“ steckt. Ich hatte angekündigt, die tiefere Bedeutung des Begriffs solange beiseite zu lassen, bis der Augenblick da sei, um die richtige Verwendung dieses Begriffs vorzulegen, und dies will ich hier und jetzt, mit sorgfältig ausgewählten Veränderungen, tun. Im Grunde ist - wenn ich den Leser jetzt mit der Bedeutung konfrontiere - die „Zeit“ ein Wortspiel (Paronomasie).

Das Muster, auf das sich unsere Aufmerksamkeit richten muß, das Muster hinter den diversen Beweiskategorien, die sich im folgenden Verlauf mehr und mehr auf das von mir vorgelegte Thema beziehen, läßt sich in groben Zügen wie folgt beschreiben.

Zu den schlimmsten Annahmen, die hier in Frage gestellt werden müssen, gehören zahlreiche mehr oder weniger populäre Mutmaßungen, die auf den Laplaceschen Trugschluß der „Uhrzeit“ hinauslaufen. Einige wichtige Wissenschaftler und andere haben erkannt, daß an Laplaces Argument irgendein Haken ist, aber es herrscht neben Bedenken und offenen Zweifeln oft auch Verwirrung, wenn ernsthafte Wissenschaftler auf Laplaces Theorie reagieren.

Aus meiner Sicht sollte die notwendige Aufmerksamkeit in dieser Frage sich auf die folgende interessante Anregung richten.

Insbesondere bei Lebensprozessen trifft man bestimmte Bedingungen an, wo biologischer Fortschritt wie in Wellen biologischer Entwicklung voranschreitet; doch dieser Prozeß scheint sich in seiner „Pionierphase“ erst einmal auf eine Seitenentwicklung zu verlegen. Wie beim wirtschaftlichen Fortschritt auch verlagert sich beispielsweise die Entwicklung in einigen Fällen auf eine Form der Vorwärtsbewegung, die eher „seitwärts“ als „einfach geradeaus“ gerichtet ist. Es geht dabei um Verbundwirkungen, die darauf hinweisen, daß sich der Prozeß offenbar so verlagert hat, daß der Verbundprozeß in seiner Zeitwirkung rückwärts verläuft, während sich die Vorwärtsbewegung im Vergleich zu den Fortschritten in den Nebenzweigen verlangsamt. „Progressives Wachstum“ findet dadurch sehr weitgehend als Wachstum der relativ „primitiveren“ Phase als bestimmender Aspekt des Gesamtprozesses statt.

Das ist beim realwirtschaftlichen Wachstum deutlich. Wir erleben ja den fortschreitenden Kollapsprozeß der Volkswirtschaften in Europa und Amerika seit der Wende, die etwa mit dem Indochinakrieg der USA in den sechziger Jahren einsetzte. Seit dieser Zeit sind im transatlantischen Sektor solche komplexen Prozesse vorherrschend geworden: Das Wachstum im Transatlantikraum ist in realwirtschaftlicher Hinsicht zunehmend rückläufig, und das insbesondere, seit Richard Nixon das amerikanische Präsidentenamt übernahm.

Solche Phänomene kombinierter Fort- und Rückschrittseffekte lassen sich am besten anhand der Fälle betrachten, wo progressive und regressive Entwicklungen gleichzeitig ablaufen, so wie dies im Transatlantikraum insbesondere seit der langen Verwicklung der USA in den Indochinakrieg der Fall ist.

Das geeignete grobe Maß von Prozessen, die nach diesem Muster ablaufen, muß mit der Tatsache abgeglichen werden, daß die biologischen Entwicklungen in unserer Galaxis dem sogenannten „Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik“ völlig widersprechen. Das Massenaussterben von etwa 96% der bekannten Arten auf der Erde während der letzten ungefähr halben Milliarde Jahre zeigt die Gefahren einer Unterbrechung des realwirtschaftlichen Fortschritts von relativ niedrigen zu höheren biologischen Standards für das weitere Überleben der Arten. Deshalb ist die große Torheit des 19. Jahrhunderts namens „Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik“ samt seines religiösen Ablegers, des „Umweltschutzes“, von Anfang an ein Betrug an seinen Opfern gewesen.

Wie ich im folgenden betonen werde, sind große Bevölkerungsteile in ihrem Massenverhalten häufig dumm, so beispielsweise mit der Wahl und der Duldung der Katastrophe Barack Obama als amerikanischer Präsident. Das Massenverhalten ganzer Völker oder großer Teile von ihnen kann durchaus zu einer massenselbstmörderischen nationalen Politik mit wiederholten schrecklichen Folgen der einen oder anderen Art führen. Nach unserem heutigen Wissen genießt nur die menschliche Gattung das Privileg, ihr eigenes Verhalten willentlich zu steuern. Ausbrüche von Massenwahnsinn, wie sie z.B. Schwachköpfe wie George W. Bush jr. bzw. Barack Obama in die US-Präsidentschaft gebracht haben, sind nicht überraschend, wenn man diese Tatsachen der Geschichte entsprechend berücksichtigt.

Das oligarchische Prinzip

Die meisten der bekannten Gesellschaften in der Geschichte sind Opfer einer kulturellen Geisteskrankheit geworden, die man als das oligarchische Prinzip bezeichnen kann. In vielen politisch-sozialen Bewegungen von Kulturen und Nationen lassen sich Erscheinungsformen dieses oligarchischen Prinzips erkennen. Auf unsere Erörterung hier bezogen kann man sagen, daß die gesamte transatlantische Gemeinschaft mehr oder weniger deutlich von dem oligarchischen Prinzip beherrscht ist. Es reduziert die Untertanenbevölkerung praktisch massenhaft zu dummen Schafen, wobei eine Generation schneller in Dekadenz verfällt als die vorige.

Das wichtigste Beispiel hierfür ist heute das Britische Empire, das seit dem Pariser Frieden 1763, mit dem dieses moderne britische Weltreich errichtet wurde, unseren Planeten beherrscht. Die einzige große europäische Nation, die nicht völlig vom heutigen britischen Imperialismus zerschlagen wurde, ist Rußland unter der prominenten Führung von Putin und Medwedjew; der Rest Europas besteht überwiegend aus Opfern einer epidemischen Form britischer Imperialdiktatur namens „Governance“.

Das bringt uns an die Schwelle des großen Prinzips, mit dem wir uns nun beschäftigen wollen.

VI. Wissenschaft am Werk

Mit Beginn des Sommers 2011 hatte ich einen Gedanken über den Zeitbegriff abgeschlossen, ein Thema, mit dem ich mich jahrzehntelang beim Überdenken von Bernhard Riemanns Werk beschäftigt habe, besonders hinsichtlich der Bedeutung davon für den Begriff der physikalischen Zeit, einen Begriff, der in dem von mir oben zitierten Schlußabschnitt von Riemanns Habilitationsschrift von 1854 bereits implizit enthalten ist.

Im Laufe der Zeit fühlte ich mich ermutigt, eine Aussage über physikalische Zeit im Gegensatz zur bloßen linearen Uhrzeit in Angriff zu nehmen. Meine Ansichten über diese Frage standen bewußt in starkem Gegensatz zu denen der Anhänger Laplaces; ich habe dieses Argument im Frühjahr und Frühsommer dieses Jahres erneut aufgegriffen,20Vergleiche dazu auch Sky Shields’ Abhandlung über die Rolle der physikalischen Zeit in „Is the Past fixed?“, englischsprachiges Video auf www.larouchepac.com/node/18639 um nun in der vorliegenden Schrift „Drei Schritte zum Aufschwung“ vom 12. September weitere Schlußfolgerungen vorzunehmen.

Während des Sommers bis zu jenem 12. September, als ich mich entschloß, den jetzigen Bericht zu beginnen, hatte ich praktisch nichts wesentlich Neues über das Thema „Zeit“ geschrieben, und erst um den 12. September begann ich mit der Komposition des jetzigen Aufsatzes. Mir wurde jedoch klar, daß das Thema Zeit kniffliger war, als ich bisher angenommen hatte. Das Thema ist jetzt viel klarer und nachdrücklicher wieder zutage getreten und stellt sich inzwischen in einem fortgeschritteneren Zustand der Entwicklung dar, als ich ihn zuvor hätte darstellen wollen; ich ging also das Risiko ein, die aufgefrischten Gedanken zu Papier zu bringen, wie es hier geschieht.

Das Ergebnis dieser fortdauernden Genese ist der Bericht, den ich jetzt hier zum Studium vorlege. Dieser Bericht soll sich in seiner abgeschlossenen Form vor allem an meine jungen professionellen Mitarbeiter richten, in der Absicht, eine starke Motivation zur intensiven, aber auch angemessen vorsichtigen Beschäftigung mit den anspruchsvollen Fragen, die Gegenstand dieses Berichtes sind, zu bewirken.

Bei meinem Entschluß, diesen Bericht fertigzustellen, verfolgte ich auch die Absicht, mit einem hoffentlich erfolgreichen nächsten Sprung eine ganze Phase der Beschäftigung mit dem Thema der menschlichen Kreativität abzuschließen und zur Veröffentlichung im Herbst fertigzustellen.

Zu den folgenden Seiten sollte angemerkt werden, daß die Aufgabe, mit der ich beim Schreiben konfrontiert war, schon vor Jahren eine sehr zweckdienliche Vorstufe gefunden hatte, nämlich Albert Einsteins wichtige Bemerkung zu der Bedeutung von Johannes Keplers großem Werk: die Vorstellung, daß das Sonnensystem endlich, aber unbegrenzt ist. Der Inhalt der gewählten Aufgabe ist auch von Bedeutung für den Begriff der Kausalität in dem Sinn, wie sie Albert Einsteins als äußerst bedeutsam einzuschätzende Schlußfolgerung zu diesem Thema nahelegt.

Die politischen Jahre

Vor dem Hintergrund früherer Abschnitte der neuzeitlichen Weltgeschichte, die aus dem Blickwinkel des sogenannten transatlantischen „Westens“ zu sehen ist, versinkt die Welt derzeit in der bedrohlichsten Krise der bekannten Zeit.

Das erfordert von uns ein erhebliches Umdenken, was die tieferen Prozesse unserer Geistesfunktionen angeht. Damit kommen wir auf die Aussagen zurück, die ich zur weiteren Besprechung im ersten Kapitel dieses Berichts vorgestellt hatte.

Seit ich das erste Kapitel dieses Berichts geschrieben habe, haben nicht nur Rußland, sondern kürzlich sogar die gesamte Welt eine politische Revolution erlebt.

Das wurde an dem gemeinsamen Vorgehen des amtierenden russischen Präsidenten und seines derzeitigen Ministerpräsidenten deutlich, die demnächst ihre Ämter tauschen wollen.

Deshalb sollten wir kurz innehalten, um die strategische Lage neu zu überdenken. Vergegenwärtigen wir uns die große Überraschung, mit der die politische Führung Rußlands jüngst aufwartete, um Rußlands und auch Amerikas alten Hauptfeind, das Britische Empire, vorzuführen und auszumanövrieren.

Die derzeitigen politischen Führer Rußlands, Putin und Medwedjew, haben ihren Erfolg bei den nächsten russischen Wahlen noch nicht endgültig sichergestellt; aber sie sind sehr plötzlich ihrem wichtigen strategischen Ziel eindrucksvoll nahegekommen. Unser eigener alter imperialer Feind Britannien ist derzeit wegen Rußlands jüngstem Fortschritt mächtig verstört. Diese Leistung der russischen Führung bzw. der beiden quasi zur Wiederwahl stehenden Kandidaten fällt in eine Zeit, wo in den USA große Teile der „Parteiapparate“ nichts besseres zu tun hatten, als für sich selbst und ihre Anhänger eine verheerende politische Niederlage, vielleicht sogar eine Höllenfahrt vorzubereiten, was daran deutlich wird, daß die Wahlkampagne von Präsident Barack Obama und seinem Anhang für das Jahr 2012 in Gang gesetzt wird.

Im Gang der jüngsten Zeitgeschichte sind gerade wieder, wie Platon vielleicht geschrieben hätte, wenn er heute am Leben wäre, „titanische Veränderungen“ aufgetaucht, dieses Mal in Rußland und auch in anderen wichtigen Nationen der Welt.

Mit der politischen Wetteränderung östlich der europäischen Grenze Rußlands sollte dem Kern der potentiell siegreichen Wählerkreise in den USA jetzt bewußt werden, daß weder von der derzeit herrschenden politischen US-Führung um Obama noch von den politischen Führungen Westeuropas mit dem bisher jüngst so starken qualitativen Abwärtstrend irgend etwas wirklich Gutes zu erwarten ist. Hoffentlich verbessert sich die Lage dadurch ein wenig.

Wenn wir uns in den USA auf irgendwelche vermeintlichen Qualitäten der bestehenden Parteiführungen verließen, wäre dies bei dem derzeitigen Geisteszustand der Parteiführungen der Demokraten und Republikaner der schnellste Weg in den Untergang. Wir in den Vereinigten Staaten sind insbesondere aufgerufen, das widerliche moralische, wirtschaftliche und politische Versagen zu beenden, das die „Bosse“ der Demokraten und Republikaner an den Tag gelegt haben, seit Präsident „Bill“ Clinton vor nahezu elf Jahren aus dem Präsidentenamt schied. Trotz alledem gibt es erfreulicherweise in den Reihen beider großen politischen Parteien eine kleine Minderheit, die von Wert ist. Die Mehrheit der Wähler beider Parteien geht jedoch zunehmend auf Distanz zu ihren Parteiführungen, um sich mehr und mehr „unabhängigen“ Strömungen zuzuwenden.

So kommt immer häufiger vor, daß sich die Parteiführer von zunehmend anders denkenden Massen ihrer Wählerbasis umringt sehen. Der jetzt hereinbrechende allgemeine Wirtschaftszusammenbruch des transatlantischen Bereichs der Weltwirtschaft hat im sozialen und politischen Bereich ein beträchtliches Ferment für eine grundlegende Erneuerung hervorgebracht.

Gleichzeitig sind unsere Republik und die gesamte transatlantische Welt genötigt worden, den von Britannien gewiesenen, steil abfallenden, hyperinflationären Weg in den schlimmsten allgemeinen Zusammenbruch der modernen „westlichen“ Geschichte zu beschreiten. Dieser Trend ist das Ergebnis von nunmehr fast zwölf offen und unverschämt britisch-imperial dominierten Jahren, den ruinösen Jahren unter der Herrschaft des geistig verunstalteten Präsidenten George W. Bush jr., der schon schlimm genug war, und zuletzt am allerschlimmsten unter dem sichtlich geistig gestörten Barack Obama, gewissermaßen einer Kopie des Kaisers Nero.

Die Finanziers und ihre Torheit

Die gegenwärtige politische Systemkrise in den Vereinigten Staaten begann im Grunde mit dem Tod von Präsident Franklin Roosevelt und der Amtsübernahme durch Harry S Truman, der praktisch eine Marionette der Wallstreet und Londons war. Die beiden Amtszeiten unter Präsident Dwight Eisenhower machten die schlimmsten strategischen Folgen der Truman-Regierung rückgängig, doch der Einfluß Londons und der Wallstreet auf die amerikanische Wirtschaft wuchs immer weiter. Unter Präsident John F. Kennedy kehrten die USA in der Wirtschaftspolitik und verwandten Bereichen wieder zur Tradition von Präsident Franklin Roosevelt zurück, doch die Ermordung Präsident Kennedys sowie der Mord an seinem Bruder Robert Kennedy ließen die USA wieder in die entgegengesetzte Richtung abstürzen. Und dieser Absturz hielt letztlich die gesamte Zeit seit der Ermordung von John und Robert Kennedy bis heute an.

Sollte die transatlantische Welt weiter unter der Tyrannei der heutigen britischen Monarchie verbleiben, gäbe es keine Hoffnung, die Vereinigten Staaten vor der hereinbrechenden Zusammenbruchskrise ihres gesamten politischen und wirtschaftlichen Systems, vielleicht sogar des ganzen Planeten zu retten.21Beim Lesen dieser Zeilen sollte der Leser mit uns zusammen die Tatsache bedenken, daß die allgemeine Zusammenbruchskrise des transatlantischen Systems bei weitem schlimmer zu werden droht als die der Weimarer Republik 1923. Wenn das heutige transatlantische System erst einmal „abgestürzt“ ist, würde dadurch ein Schaden angerichtet, der sich nie wieder reparieren ließe. Unter solchen Bedingungen wäre der Wunsch des britischen Königshauses, eine Bevölkerungsobergrenze von höchstens einer Milliarde Menschen zu erreichen, fast eine prophetische Vorhersage für die kommenden Generationen. Eine von London angestoßene Hyperinflation unter Leuten wie Geithner u.a. ließe sich praktisch nicht mehr aufhalten, sobald es zum wirklichen „Crash“ gekommen ist. Das erste wirkliche Hoffnungszeichen für einen besseren Ausgang kam als für manche schmerzvoll-schockierende Überraschung, als plötzlicher Schlag gegen die Strategie der britischen Imperialbestrebungen und schwere Schlappe für die Briten und ihre Lakaien, in Form des überraschenden gemeinsamen Vorgehens des russischen Präsidenten Medwedjew und Ministerpräsidenten Putin auf ihrem jüngsten Parteitag.

Ich betone nochmals, daß West- und Mitteleuropa die Schwelle zur Endphase der schlimmsten hyperinflationären Zusammenbruchskrise in der modernen transatlantischen Geschichte überschritten haben. Das wichtigste Merkmal der Krise liegt bisher darin, daß wir speziell seit der Einsetzung Tony Blairs als britischer Premierminister praktisch keine Chance mehr hatten, wenn der britische Lakai Barack Obama nicht umgehend des Präsidentenamtes enthoben wird. Es schien unmöglich, eine akute realwirtschaftliche Zusammenbruchskrise der transatlantischen Region, die auch die übrige Welt im weiteren Verlauf nicht lange überstehen würde, zu verhindern.

Die jüngste Entscheidung der russischen Führung unter Putin und Medwedjew, ihre Ämter zu tauschen, hat erfreulicherweise einen revolutionären Faktor in die Weltgeschichte zurückgebracht: einen Moment, der nicht nur ein großes Potential zur Einleitung tiefgreifender Veränderungen zugunsten von Rußland, China, Indien und anderer ost- und mittelasiatischer Länder bietet - und das trotz des sehr weit fortgeschrittenen Prozesses drohenden Zusammenbruchs der gegenwärtig führenden politischen Strömungen in den Regierungen -, sondern auch ein großes Potential, das Vermächtnis Präsident Franklin Roosevelts, eines wahren Staatsmannes der Vergangenheit, wiederzubeleben. Das jüngste Vorgehen Rußlands und das seiner Partner bedeutet die derzeit einzige Hoffnung, dem hereinbrechenden, hyperinflationären Kollaps und der Massenauslöschung von Menschen im gesamten transatlantischen Raum und anderen Regionen zu entkommen, es sei denn, Präsident Barack Obama wird umgehend aus seinem Amt entfernt.

Es schien, als führten insbesondere in der transatlantischen Welt die schlimmsten Einflüsse die Regie in der jüngsten Weltgeschichte, doch nun sind unter der Oberfläche der scheinbar vorherrschenden Trends andere Prozesse in Gang gekommen.

Zu diesen Trends gehört vor allem die sich weiter beschleunigende transatlantische Hyperinflation, die bereits jetzt die gesamte „Hyperinflation“ übertrifft, die Weimardeutschland 1923 erlebt hat; der transatlantische Wirtschaftskollaps ist bereits von seinem globalen Umfang her weit schlimmer als jede frühere Finanzkrise nach dem Zweiten Weltkrieg.

Doch halt! Unter der Oberfläche vollziehen sich weniger beachtete Prozesse.

Die großen Nationen Asiens könnten die Nachbeben der transatlantischen „Hyperinflationsblase“, deren Platzen in Form eines völligen monetaristischen Kollapses überreif ist, nicht lange überdauern. Nur der umgehende Sturz von Präsident Barack Obama kann verhindern, daß vielleicht Hunderte von Millionen Menschenleben in Afrika, Europa und selbst hier in Nordamerika allein durch massive Hungersnöte und Seuchen ausgelöscht werden. Obama muß friedlich aus dem Amt scheiden, es ist keinerlei Alternative zu seiner Entlassung in Sicht. Wahrscheinlich würde eine Ermordung Obamas einen Alptraum entfesseln, der genauso unheilvoll oder schlimmer wäre, als wenn er in den kommenden Monaten im Amt verbliebe. Er muß umgehend in den Ruhestand versetzt und dabei gut geschützt werden; alles andere grenzte an Landesverrat - aber er muß gehen.

Für diese notwendige, praktisch sofortige Amtsenthebung Obamas gibt es zwei Optionen. Die eine ist ein Amtsenthebungsverfahren (Impeachment) wegen schwerer Verbrechen und Amtsvergehen, für die er bereits jetzt schuldig gesprochen werden muß. Die andere Option ergibt sich aus Abschnitt 4 des 25. Verfassungszusatzes (Amtsunfähigkeit). Im Sinne dieses Abschnitts 4 wäre im Minimalfall die Aussetzung seiner Amtsgeschäfte aus diesen Gründen das geeignetste Vorgehen, das bevorzugt in Betracht zu ziehen ist. Eine gewaltsame Massenaktion für oder gegen die verräterische oder schlicht verrückte Obama-Administration könnte einen Alptraum nach sich ziehen, der mit einer blutigen Säuberungsaktion wie unter Hitler oder Dick Cheney vergleichbar wäre.

Die Frage des Aufschwungs

Die Zerstörung des derzeitigen Wirtschaftssystems hat in Verbindung mit dem zunehmenden Tempo und Umfang der transatlantischen Geldhyperinflation ein Ausmaß angenommen, bei dem inzwischen so gewaltige, umwälzende Veränderungen drohen, daß selbst eine unmittelbare Unterbrechung der Hyperinflation mit Hilfe eines Trennbankensystems allein das Problem der inzwischen erreichten Stufe des Bankrotts nicht lösen könnte.

Jawohl, das ist offenbar der Stand der Dinge. Dennoch muß Glass-Steagall in Kraft gesetzt werden, bevor die Grenze überschritten wird. Ohne das ist eine irreversible Zusammenbruchskrise, die bald eine Welle des Massensterbens nach sich zieht, nicht zu verhindern. Leider sind die noch vorhandenen funktionsfähigen realwirtschaftlichen Anlagen soweit abgebaut, daß selbst eine notdürftige Rettung nur gelingen kann, wenn Glass-Steagall mit der Schaffung eines staatlichen Kreditsystems, wie es bereits in der amerikanischen Bundesverfassung angelegt ist, einhergeht. Ein solches Kreditsystem muß sofort eingeführt werden, um das derzeitige Geldsystem bzw. die noch schlimmere Wirtschaftskrankheit, das monetaristische System, zu ersetzen.

Dieses politische Vorgehen muß dargestellt werden, bevor wir die eben begonnene Diskussion fortsetzen.

„Der alte Adam“

Aus etwas raffinierteren und trotzdem monetaristischen Kreisen wird mit Einwänden zu rechnen sein, die darauf hinauslaufen, daß die Vereinigten Staaten (und anderen Nationen) immer noch dieselbe alte Politik (die des „alten Adam“) vertreten müssen, die ein Ausdruck des großen Übels ist, welches das Überleben der Zivilisation bedroht.

Kurz gesagt, das Ausmaß und Tempo der Geldmengenausweitung, die beim heutigen Bedarf der transatlantischen Welt erforderlich wäre, um tatsächlich ein gewisses Maß an wirtschaftlicher Erholung zu bewirken, würde hyperinflationär werden, wenn man eine solche „Freihandelsreform“ oder etwas ähnliches versucht. Anders gesagt, wir brauchen dringend ein staatliches Kreditsystem, das auf umfangreiche „Spritzen“ an Energieflußdichte abzielt. Von der US-Regierung gestützte Programme mit erhöhter Kapitalintensität für den Aufbau einer erweiterten Version des NAWAPA-Netzes müssen sofort mit der höchsten wissenschaftlich möglichen Geschwindigkeit in Gang gesetzt und beibehalten werden.

Außerdem muß die NAWAPA-Planung auf die Ebene des gesamten Pazifikraums erweitert werden, also neben den USA und Kanada auch weite Gebiete von Ländern wie Rußland und China erfassen. Ein solches kreditbasiertes staatliches System mit seinen internationalen Kooperationssystemen zum Aufbau von Plattformen sehr hoher Energieflußdichte als agro-industrielles Fundament von Nationen, wie es für den Aufschwung unter den nächsten beiden Menschheitsgenerationen dringend erforderlich ist, erfordert eine sehr hohe Kapitalintensität bei der Stromerzeugung und Industrieproduktion.

Einige Überlebenshilfen

Wir brauchen jetzt dringend produktive Arbeitsplätze in gewaltiger Zahl, sogar noch dringender als in den ersten Jahren der Präsidentschaft Franklin Roosevelts. Die Energieflußdichte muß ein relativ sehr hohes Niveau erreichen, vor allem bei umfangreichen, hochproduktiven Investitionen in die wirtschaftliche Grundstruktur, von welcher wichtige marktfähige Dienstleistungen und die Herstellung direkt konsumierbarer Agrar- und Industrieprodukte abhängen.

Glücklicherweise machte der Aufschwung der amerikanischen Wirtschaft unter Präsident Franklin Roosevelt den sonst unerreichbaren Sieg über Adolf Hitler möglich. Dank des Rooseveltschen Aufschwungs der US-Wirtschaft unter den Bedingungen des Zweiten Weltkriegs konnten wir unsere Streitkräfte mit Tonnen an Material ausrüsten, wo die Nazis mit ein paar Kilos auskommen mußten - wie die deutsche Heeresleitung damals klagte. Wir müssen und können heute das Vorbild von Franklin Roosevelts Aufschwung wieder aufgreifen, und das mit größtmöglicher Eile und Kraft. Nur das und nichts weniger wird funktionieren.

Kurz gesagt, wir müssen mit so rasch steigenden Energieflußdichten zur Produktivitätssteigerung produzieren, daß die reale Nettoproduktion in der US-Wirtschaft sehr viel schneller wächst als die Verschuldung durch die Investitionen in immer schnelleres und produktiveres Wachstum pro Kopf und Quadratkilometer. Wie einer der frühen amerikanischen Siedler, Captain John Smith, einmal sagte: „Um zu essen, muß man erst arbeiten.“ Gemeint ist nicht nur körperliche Arbeit, sondern hochtechnologische, kapitalintensive Industrieproduktion.

Kurz, wir müssen zu jener Kapitalmarktpolitik von Finanzminister Alexander Hamilton zurückkehren, die unsere Republik vor den Klauen des Monetarismus rettete - eine Bedrohung, die noch heute die amerikanischen Anstrengungen für einen weiteren Sieg über unseren alten Feind, die britische Monarchie, in Frage stellt.
 

Die beiden zentralen Motive

Es gibt zwei verschiedene Ebenen bei der Notwendigkeit, den haarsträubend inkompetenten Präsidenten Barack Obama dringend aus dem Amt zu entfernen, um ihn unter geeignete Aufsicht und staatlichen Schutz  zu stellen und rechtliche Schritte gegen ihn einzuleiten. Dies ist nicht nur dringlich, sondern obligatorisch: sofortige Entfernung aus dem Amt zur Beendigung seiner Tätigkeit und zu seiner persönlichen Sicherheit.

Erstens und vor allem sind die Vereinigten Staaten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zum Untergang verurteilt, wenn er im Amt verbleibt; zweitens aber wird sich ohne eine bestimmte Form des Bündnisses zwischen den USA, Rußland, China und entsprechenden anderen maßgeblichen Nationen besonders im Pazifikraum das Verderben von der unmittelbar vom Kollaps bedrohten transatlantischen Region auf den gesamten Planeten übertragen.

Die galaktische Bedrohung

Außerdem müssen wir auch die Implikationen einer bestimmten Bedrohung durch das galaktische Wetter berücksichtigen, wie folgt.

Die offensichtlichste Gefahr für das menschliche Überleben geht derzeit von der heraufziehenden realwirtschaftlichen Zusammenbruchskrise besonders in der transatlantischen Region und anschließend dem Planeten insgesamt aus. Das plötzliche und rapide Einsetzen eines allgemeinen realwirtschaftlichen Zusammenbruchs des Planeten vor allem anfangs im Atlantikraum läuft wahrscheinlich auf den Alptraum eines sturzartigen Rückgangs der Weltbevölkerung hinaus, eine Entvölkerung im Sinne der erklärten Absicht der britischen Monarchie, die menschliche Bevölkerung auf einen Stand von höchstens einer Milliarde Menschen zu senken.

Die zweite Bedrohungsebene geht von unserer Galaxis aus. Wenn es stimmt, daß die Menschheit erst vor einigen Millionen Jahren auf der Erde erschienen ist, wäre es möglich, daß die menschliche Gattung genauso wieder verschwinden könnte wie die Dinosaurier. Es wäre äußerst töricht, eine solche Gefahr nicht in Betracht zu ziehen. So gesehen, benötigt die Menschheit unter den veränderten Verhältnissen, die mit der Positionsverlagerung der Erde in unserer Galaxis zu erwarten sind, für ihr Überleben Technologien mit weit größerer „Energieflußdichte“ als alles, was mit den relativ niedrigen verfügbaren Energieflußdichten auf dem derzeitigen primitiven Technikstand im Rahmen des von der britischen Monarchie gelenkten sogenannten „Umweltschutzes“ heute zugelassen wird.

Diese Völkermordpolitik, die die britische Monarchie seit Ende des 18. Jahrhunderts faktisch betreibt, ist ein zentraler Bestandteil der globalen Gefahr für den Fortbestand der menschlichen Gattung: die „Umweltschutzbewegung“, das oligarchische Programm zur Förderung des Völkermords, das heute die Zukunft der Menschheit bedroht.

VII. Das Vermächtnis Karls des Großen

Wechseln wir kurz zu einem zeitnahen Thema.

Die unvollendeten Memoiren der Hoffung des französischen Präsidenten General Charles de Gaulle beginnen wie folgt:

„Frankreich ist aus den Tiefen der Vergangenheit wiederauferstanden. Es ist ein Lebewesen. Es folgt dem Ruf der Jahrhunderte. Doch es bleibt sich immer treu...“

Diese Eingangserklärung von Präsident de Gaulle ist nicht ganz richtig.

In diesem Zusammenhang darf das Frankreich Karls des Großen nicht vergessen werden, das damals im wesentlichen aus dem Gebiet der heute separaten Nationen Frankreich und Deutschland bestand, und Karls Frankreich war Partner in einer antiimperialistischen Allianz mit einem weiteren großen Souverän, dem damaligen Kalifen von Bagdad, Harun al-Raschid. Als die beiden Staatsmänner starben und ihre Reiche zerfielen, versank Europa sehr schnell in fortwährenden Religionskriegen, bis die Herrschaft des sogenannten Rittertums mit der großen Pestwelle des 14. Jahrhunderts endete.

Der Fehler in Präsident de Gaulles damaligen Gedanken war, daß er nicht die entscheidende historische Bedeutung des Scheiterns der europäischen Zivilisation im Gegensatz zu der historischen Rolle der Vereinigten Staaten berücksichtigte - derselbe Fehler wie seine Unterschätzung der wichtigen Rolle der Amerikanischen Revolution in der bisherigen Weltgeschichte.

Die Bedeutung Karls des Großen

Es gab unter Karl dem Großen ein großartiges Wirtschaftssystem, eine wahre Zivilisation und umfangreiche Wasserprojekte in Mitteleuropa (d.h. auf dem Gebiet des heutigen Frankreichs und Deutschlands), doch als Karl starb, brach die europäische Zivilisation ein. Kontinentaleuropa verrohte zunehmend und versank im Herrschaftssystem der „Kreuzritter“, das in der Folge den Schwarzen Tod nach sich zog - etwas, was prophetisch sein könnte, wenn sich heute die „grüne“ Option durchsetzen sollte.

Jahrzehnte danach kam es in der Zeit vor dem großen ökumenischen Konzil von Florenz zu einer fortschreitenden Erholung, wodurch nach Jahrhunderten Elemente der fernen Erinnerung an Karl den Großen aufgegriffen wurden. Diese Renaissance ließ im wiedergeborenen Frankreich einen großen Staatsmann im Andenken an die große Jeanne d’Arc aufsteigen, Ludwig XI., der in einer kurzen Herrschaftsperiode als politisches und wirtschaftliches Instrument einer aufstrebenden neuzeitlichen Zivilisation in Erscheinung trat.

Dann kam es zum Wiederaufstieg des Hauses Habsburg, das die königlichen Schlafzimmer der Iberischen Halbinsel eroberte und zwischen 1492 und 1648 in ganz Europa die großen Religionskriege anzettelte. Krieg zwischen Frankreich und Deutschland, verschärft durch den englischen König Heinrich VIII., wurde zum entscheidenden Mittel, um das Vermächtnis des alten Römischen Reichs als imperialistischen Trick zur Spaltung Europas fortzuführen. Das Römische Reich wurde in der einen oder anderen Form fortgesetzt, um die Länder Europas und darüber hinaus zu beherrschen und zu ruinieren.

Dann stieg in Britannien die Neue Venezianische Partei auf, deren Machtbasis die Finanzzentren der Niederlande waren. Der kriminelle, verlogene René Descartes und sein Nachfolger Wilhelm von Oranien begründeten dieses neue Reich durch Wilhelms Besetzung der Britischen Inseln und dank der schieren Dummheit der Franzosenkönige Ludwig XIV. und Ludwig XV. Beim Pariser Frieden von 1763 wurde das Britische Empire in der Erbfolge des neuen römischen Weltreiches errichtet, das Britische Empire der Erben von Lord Shelburne, die heute den Ruin der transatlantischen Welt bewirkt haben.

Wenn man die Geschichte der Neuzeit vor dem gerade geschilderten geschichtlichen Hintergrund versteht, muß folgendes überlegt werden.

Die amerikanische Option

Nikolaus von Kues hatte die Gründung einer neuzeitlichen Zivilisation entworfen, die in einigermaßen sicherer Entfernung vom „alten Europa“ errichtet werden sollte, so wie Cusa als erster erkannte, daß das „alte Europa“ versagte, weil es viel zu eng mit der Tradition des Römischen Reiches verbunden war. Das ist ein Problem, das bis zur heutigen Zeit anhält; der Einfluß dieser Dekadenz des „alten Europa“ in dem Sinn liegt bis heute wie ein Fluch über Europa und den Amerikas.

Die Kritik, die an Präsident de Gaulles Sicht der wahren Ursprünge der nationalen Identität Frankreichs zu üben ist, war vor Ablauf seiner Mission der Fünften Republik gerechtfertigt, praktisch in dem Maße, wie es der Wahrheit über die Geschichte der europäischen Zivilisation entspricht. Er hat, wenn auch nur kurz, richtig eine andere Qualität von Europa angestrebt und ersehnt, was er als kühnes und edles Vorhaben mit Bundeskanzler Konrad Adenauer teilte. Die Pläne de Gaulles und Konrad Adenauers wurden durch den imperialen britischen Einfluß hintertrieben. Es gab britische Lakaien nach Art des französischen Präsidenten Mitterrand. Britische Interessen erlangten Macht über die Vereinigten Staaten durch das Werk der Mörder von US-Präsident John F. Kennedy und seines Bruders Robert.

So war, solange Präsident Kennedy lebte, die Zusammenarbeit zwischen de Gaulles Frankreich und Adenauer ein glücklicher Moment, doch leider wich dieser mit der Ermordung Präsident Kennedys einem Sieg des Empire über den europäischen Kontinent. De Gaulles Absichten wurden durchkreuzt, darüber hinaus zerfiel das von Präsident Franklin Roosevelt eingerichtete System fester Wechselkurse. Wertvolle, glückliche Momente kamen und gingen, und heute hoffen wir auf die Rückkehr zur Tradition Franklin Roosevelts, worauf die Welt bisher vergebens gewartet hat.

Daß Frankreich die Tradition des Friedens in der Region, den Karl dem Großen gegen die unheilvolle Tradition des zweiten Römischen Reiches geschaffen hatte, seit dem Tod Ludwig XI. lange Zeit mißachtete, ist wesentlich, um angemessen zu verstehen, warum Frankreich nicht in der Lage war, Präsident de Gaulles Zukunftspläne mit der Fünften Republik fortzuführen und damit Karls Bemühungen zur Zerschlagung der unheilvollen römischen Tradition zu vollenden.

Frankreichs Versagen seit der Ermordung von Präsident John F. Kennedy muß hauptsächlich zwei Faktoren angelastet werden. Eine Schuld trifft die britischen Interessen, die den Mord an Kennedy geschickt ausnutzten. Der andere Faktor ist Frankreichs eigene Unfähigkeit, zu erkennen, wie das Britische Empire seit dem Kennedy-Mord die Strategie des römischen „Teile und Herrsche“ fortgeführt hat - eine Entwicklung, die entscheidend ist, um den Mord an Präsident Kennedy und auch an Robert Kennedy zu verstehen, der wahrscheinlich neuer US-Präsident geworden wäre.

Was man irrtümlicherweise als Versagen de Gaulles auffassen könnte, läßt sich vielleicht mit Recht über die Zeit vor Präsident de Gaulles Rolle unter der Fünften Republik sagen, nicht jedoch über de Gaulle in der Fünften Republik bis zu Kennedys Ermordung. Der Fehler Frankreichs vor der Fünften Republik war seine Nachgiebigkeit gegenüber der Tradition des Römischen Reiches in den Versionen der Briten und der Habsburger. Frankreichs Schwäche in der Zeit vor der Fünften Republik war es, das Böse hinter den vielfältigen Ausdrucksformen des Römischen Reichs bis auf den heutigen Tag nicht zu erkennen - insbesondere bei Frankreichs Torheit, sich mit der britischen Spielart der römischen Imperialtradition zu verbünden, d.h. nicht zu sehen, wie die Briten die Konflikte zwischen Frankreich und Deutschland zum Vorteil ihres imperialen Angriffs gegen beide nutzten.

Grundsätzlich sollte man hier festhalten, daß Frankreich wiederholt in der Zeit vor der Fünften Republik und genauso später mit dem Aufstieg des britischen Gewährsmannes Mitterrand nicht erkannt hat, daß die Schuld an seinen schlechtesten Erfahrungen immer bei der Tradition des Römischen Reiches lag - Roms Reinkarnation in der alten venezianischen Tyrannei, dem Monetarismus des neuvenezianischen Imperiums, das unter dem Banner Wilhelms von Oranien in England und Irland einmarschierte.

Europas Fluch

Im Grunde müssen die Fehler von Frankreich selbst und auch von Deutschland der Unfähigkeit zugeschrieben werden, zwei zentrale Fakten der antiken und modernen Geschichte zu erkennen: Erstens die bösartige Methode des oligarchischen Systems, wie sie sich im Römischen Reich und dessen Nachfolgern ausdrückte; zweitens, daß Frankreich und Deutschland in den letzten Jahrhunderten nicht bewußt war, wie häufig beide das Vermächtnis Karls des Großen verraten haben.

Der tragische Fehler Frankreichs und Deutschlands (und anderer) war, daß sie die Bedeutung der großen Reformen Karls nicht erkannten, besonders für den souveränen Nationalstaat, der so bravourös auf dem Fundament eines Friedensplans für den Mittelmeerraum, den Karl der Große und Harun al-Raschid zeit ihres Lebens verfolgten, errichtet worden war.

Die Wahrheit über das neuzeitliche Europa und seine ehrenwerteren Absichten war häufig begraben unter den Trümmern des großen ökumenischen Konzils von Florenz, das von der bösartigen Tradition des Römischen Reiches erdrückt wurde - von Kaiser Augustus bis zum Verlust der früheren Souveränität West- und Mitteleuropas heute unter dem gnadenlosen Stiefel des Nachfolgers des römischer Imperiums, dem derzeitigen Britischen Empire unter Elisabeth II. Man vergesse nie, daß das römisch-imperialistische System des „Teile und Herrsche“ unter dem praktisch weltweiten britischen Imperialanspruch in der Nachfolge des alten Römischen Reiches und des oligarchischen Prinzips die Pläne von Präsident Charles de Gaulle zunichte machte, die gemeinsamen Bestrebungen gegen den britischen imperialen Feind praktisch ganz Kontinentaleuropas zu vereinigen.

Trotz des durchgehenden Versagens Frankreich in der Zeit vor der Fünften Republik verkörperte Präsident de Gaulle jene Bestrebungen, die sehr weitgehend zu den neuzeitlichen Grundsätzen der Staatskunst wurden, die der geniale Karl der Große zu seiner Zeit vertrat. Die Verbindung zu diesen Grundsätzen Karls des Großen war bereits mit seinem Tod abgerissen und ist später mehrfach wieder unter den Trümmern des späteren „altvenezianischen“ neuen dunklen Zeitalters des 14. Jahrhunderts begraben worden. Die gleiche Torheit kam nach der Größe Ludwigs XI. wieder zum Vorschein; sie war Ausdruck der bleibenden venezianischen Verkommenheit, die erneut in der „Neuen Venezianischen Partei“ Wilhelm von Oraniens sowie in der Verkommenheit von Leibniz’ erbittertem Feind, dem Abt Antonio S. Conti, sowie von Contis britischem „Double“, dem erbärmlichen Isaac Newton, in Erscheinung trat.

Für den Zweck des vorliegenden Berichts liegt die besondere Bedeutung von Präsident de Gaulle darin, daß West- und Mitteleuropa immer noch weitgehend die Marionette des von Britannien fortgeführten ursprünglichen Römischen Reichs ist, seit Reichskanzler Bismarck „als Lotse von Bord“ ging. Vor der Ermordung von US-Präsident John F. Kennedy war de Gaulle der Teilhabe an jener Rolle, die Karl der Große einmal eingenommen hatte, für einen Moment in der europäischen Geschichte sehr nahe gekommen. Mit der Ermordung Präsident Kennedys und seines Bruders, des voraussichtlichen nächsten US-Präsidenten Robert Kennedy, verlor Frankreich die Kontrolle über seine Souveränität an britische Gewährsmänner wie François Mitterrand, der in die Fußstapfen Napoleons III. trat.

Nach diesen wichtigen Bemerkungen über die politische Zeitgeschichte kehren wir wieder zu dem Wissenschaftsthema der beiden ersten Kapitel dieses Berichts zurück.

VIII. Der menschliche Geist

Eingangs in diesem Bericht skizzierte ich den Unterschied zwischen der trügerischen Sicht menschlichen Wissens, die sich als Sinneswahrnehmung darstellt, und der gegenteiligen Sicht, die ich als „das menschliche Prinzip“ bezeichnet habe. Ich möchte die Aufmerksamkeit erneut auf das erste Kapitel dieses Berichts lenken, worin ich auf die entscheidende Rolle des Prinzips der Metapher hingewiesen habe, welche ein typisches Wirkprinzip darstellt: das ontologische Prinzip der Elementarität des Vorgangs, anstatt sich auf ein relativ endliches Ziel zu versteifen. Umformuliert findet sich unser Ansatz zum Wiederaufbau des heute massiv gefährdeten Weltwirtschaftssystems in Heraklits ontologisch/kosmischem Prinzip der Metapher: „Nichts ist so beständig wie der Wandel!“

In diesem kurzen abschließenden Kapitel beschränke ich mich auf einige wenige nützliche Illustrationen.

An dem bereits im ersten Kapitel vorgestellten Argument wurde insbesondere deutlich, daß die eigentliche menschliche Identität für das Sinnessystem des einzelnen Menschen „unsichtbar“ ist; dennoch ist die „unsichtbare“ tatsächliche Individualität der eigentliche „Ort“ der wirklichen Identität dieser Individualität.

Das Individuum „sieht sich selbst“ nicht, sondern der gesunde individuelle menschliche Geist erkennt die Tatsache seiner wirksamen Existenz und kann die „gefühlte“ Gegenwart dieser Individualität erfassen. Viele meinen eher, die wahrgenommene eigene Gegenwart werde durch die Sinneserfahrung und entsprechende persönliche Attribute verkörpert. Der gesund denkende Mensch spürt eine nicht mit den Sinnen wahrnehmbare „Seele“ im tiefsten Innern seiner Identität.

Ein als gesunde Persönlichkeit erkennbarer Mensch betrachtet deshalb die nicht mit den Sinnen spürbare Seele als das „Ich“ der persönlichen Identität.

Ein vernünftiger Mensch wird die Realität eher in dem metaphorischen Zusammenhang des Begriffs „Geist“ lokalisieren, wie ich diese Unterscheidung im ersten Kapital dargestellt habe.

Das, was eine ontologisch so definierte gesunde Persönlichkeit kennzeichnet, sollten wir als anti-entropische Kreativität bezeichnen. Der Begriff anti-entropische Kreativität geht einher mit der Vorstellung eines anti-entropischen universellen Prinzips (d.h. „kreativen“ geistigen und anderen Aspekten der menschlichen Identität).

Im gesunden menschlichen Denken gibt es deshalb keinen „Raum“ als solchen. Wirkliches menschliches Sein ist grundsätzlich anti-entropisch.

Anmerkungen

1Der „Pariser Frieden“ vom Februar 1763 bewirkte, daß in der europäischen Kultur ein langfristiger Trend etabliert wurde, in dessen Mittelpunkt das Ziel steht, eine anglo-holländische transatlantische Kultur zu schaffen. Dies begann damit, daß Wilhelm von Oranien nach seiner Eroberung der Britischen Inseln unter der Flagge der „neuen venezianischen Partei“ an die Macht kam und 1688 Nachfolger Jakobs II. wurde. Wilhelm, dessen Macht auf Paolo Sarpis Coup innerhalb der alten venezianischen Partei basierte, leitete den Machtwechsel auf den Britischen Inseln ein, der dann in die Gründung der britischen Monarchie unter Georg I. mündete. Das moderne Britische Empire entstand mit dem Pariser Frieden vom Februar 1763 in Form der aufstrebenden Macht der Britischen Ostindiengesellschaft unter Führung Lord Shelburnes, der 1782 das britische Foreign Office begründete, das damit faktisch die eigentliche Unterordnung des britischen Königreichs unter die Autorität des späteren Britischen Empire besiegelte.
2Man vergesse nicht den Umstand, daß die Briten Adolf Hitler genau zu jener Zeit an die Macht brachten, als Franklin Delano Roosevelt (kurz als FDR bekannt) ins US-Präsidentenamt eingeführt werden sollte. Alle wichtigen Entscheidungen zur Unterstützung Hitlers wurden zwischen der britischen Königsfamilie, der Bank von England und den Wallstreet-Kreisen abgestimmt; Prescott Bush von Brown Brothers Harriman und die Bank von England schufen und überwachten Hitler in dieser Zeit und kontrollierten seinen Machtaufstieg bis hin zu Hitlers späterem Selbstmord.
3Das ursprüngliche (erste) Römische Reich wurde von Byzanz, der Normannenherrschaft und dem Britischen Empire („viertes Rom“) abgelöst. Dieses „vierte Römische Reich“ entstand faktisch durch den britischen Sieg beim „Pariser Frieden“ von 1763. Seit dieser Zeit wurde die britische Imperialmacht nur durch die antiimperialistischen Vereinigten Staaten von Amerika (USA) wirklich herausgefordert. Was die britische Monarchie am meisten fürchtet, war immer eine wirkliche Wiedergeburt der Vereinigten Staaten. Unter den meisten Kontinentaleuropäern und den Erben der Habsburg-Dynastie sowie selbst unter einfältigen Bürgern der Vereinigten Staaten und sogar unter einigen ihrer Präsidenten herrscht hier allerdings von jeher ziemliche Verwirrung.
4Als Präsident Abraham Lincoln die irregeführten konföderierten Soldaten begnadigte, sollte damit nicht die Tatsache geleugnet werden, daß eine solche Begnadigung als Akt der Vergebung für wirkliche Verbrechen, zu denen viele Teilnehmer der von Britannien ausgehaltenen Konföderation verleitet worden waren, erforderlich war. Lincoln wollte mit diesem Vorgehen die verlorenen Söhne in die Familie, die sie verraten hatten, wieder aufnehmen - ein Vergeben der Verblendung der Soldaten, sich in den britisch-imperialen Schwindel der „Bundesstaatenrechte“ einspannen zu lassen. Gut ein Jahrzehnt nach Präsident Lincolns Tod wurden leider die Rechte der befreiten Negersklaven aufgrund von Britannien angestifteter Übergriffe weitgehend für nichtig erklärt, wodurch ein Zustand faktischer, wenn nicht sogar realer Sklaverei entstand. Britisch beeinflußte, verirrte Kreise hatten sich auf diese moralische Untat als Konzession an britische Imperialinteressen lange nach Präsident Lincolns Ermordung (1865) eingelassen - ein gewissenloses Vorgehen des korrupten designierten Präsidenten Rutherford Hayes. Hayes kam ziemlich genau 100 Jahre vor meiner Geburt (8. September 1922) am 4. Oktober 1822 auf die Welt. Hayes hatte sich in einer hart umkämpften Präsidentschaftswahl durchgesetzt, in der er sich von Präsident Abraham Lincolns gesamtem Vermächtnis abwendete - ein Verhalten, dessen Fluch unsere Vereinigten Staaten bis heute verfolgt: genauso wie das Verhalten des bösartigen Präsidenten Barack Obama, der ein noch viel abscheulicheres Verbrechen als Hayes begangen hat, nicht nur gegen die Vereinigten Staaten, sondern gegen die ganze Menschheit und besonders gegen die heutigen Opfer britischen Massenmords und sklavenähnlicher Brutalität in Afrika.
5Siehe auch Nikolaus von Kues, Concordantia Catholica und De Docta Ignorantia. Die Entstehung einer kompetenten Naturwissenschaft sowie der Prinzipien der modernen europäischen Wissenschaft und Staatskunst läßt sich in hohem Maße auf die Beiträge von Filippo Brunelleschi und Nikolaus von Kues zurückführen. Beide teilen sich die Ehre, das physikalische Prinzip der Kettenlinie als Kern der Entwicklung einer physikalischen Geometrie etabliert zu haben, wie es in Brunelleschis Entwurf der Kuppel von Santa Maria del Fiore und in Kardinal Nikolaus von Kues’ De Docta Ignorantia zum Ausdruck kommt. Auch die Weiterführung verwandter Formen der Kettenlinie und deren Beziehung zur Schlepplinie durch den Cusa-Anhänger Leonardo da Vinci ist hier von großer Bedeutung. Auf Cusa gehen auch die Unternehmungen zurück, mit denen im 14. und 15. Jahrhundert die „Entdeckung Amerikas“ möglich wurde. Der Trend zum Verfall der Wissenschaften Ende des 14. und während des 15. Jahrhunderts erzeugte die ironisch gegensätzlichen Richtungen von wissenschaftlichem Fortschritt und der Korruption der modernen Wissenschaft im Zwiespalt zwischen kompetenter Entwicklung und Unterwanderung durch den Liberalismus, ein Prozeß, der bis heute anhält.
6d.h. nicht im Sinne des gescheiterten Pierre-Simon Laplace.
7An diesem Punkt des Berichtes ist es wichtig zu erwähnen, daß die wahre Entdeckung des Prinzips der universellen Gravitation diejenige ist, die Johannes Kepler als seine Entdeckung beschrieben hat. Diese Entdeckung ergab sich aus der ironischen Gegenüberstellung zweier Reihen physikalischer Messungen, die einen Wert ergaben, der keiner von beiden entsprach. Die Vorstellung, die Kepler zu diesem Zweck anwandte, spiegelt wider, daß er zuvor auf die Stellvertreterhypothese gekommen war, was sein Echo darin fand, wie er in seiner Neuen Astronomie ausdrücklich einen größeren Rahmen im Sonnensystem als vorher behandelte. Aus der vorteilhaften Sicht der Erkenntnisse der späteren modernen Wissenschaft des 19. und 20. Jahrhunderts ist wissenschaftlich schlüssig belegt, daß die wirkliche wissenschaftliche Entdeckung der Gravitation keinesfalls von Sir Isaac Newton stammt; Newton war eindeutig ein Schwindler. Die häufige Inschutznahme des Scharlatans der „schwarzen Magie“ Newton, selbst durch Leute, die sonst den Anspruch erheben, professionelle Wissenschaftler zu sein, ähnelt mehr einem heidnisch-religiösen politischen Betrug, bei dem man mitmacht, um als Mitglied in einem zur Mystik neigenden Club von Scharlatanen ohne Verbindung zu echter Wissenschaft aufgenommen zu werden.

Der Fall des Wahnsinns, der den Mathematiker Georg Cantor in den letzten Jahrzehnten seines Lebens erfaßte, ist für den Fall des Newton-Schwindels von Relevanz: Cantor, bereits Ziel scharfer Verfolgung durch die Kreise Bertrand Russells, wollte sich unter diesem schädlichen Einfluß des Newton-Kults für einen ganz erfolglosen Versuch verewigen, den Papst zur Anbetung Isaac Newtons zu bekehren! Diese Angelegenheit klärte sich im Zuge zweier recht turbulenter Sitzungen prominenter Wissenschaftler, die sich bei Treffen einer führenden Wissenschaftsorganisation, der Fusion Energy Foundation (FEF), wiederholt versammelten.

Siehe die Anmerkungen zu Philip E. B. Jourdains englischer Übersetzung von Cantors Beträgen in The Founding of The Theory of Transfinite Numbers, 1915, pp. 202-208. Siehe weiter: Herbert Meschkowski und Winfried Nilson (Hrsg.), Georg Cantor Briefe, und den Briefwechsel mit Kardinal Franzelin, Springer-Verlag, Berlin, 1991. Vergleiche auch Cantors eigene Korrespondenz in: Georg Cantor, Gesammelte Abhandlungen mathematischen und philosophischen Inhalts, Springer 1990.

8In Wirklichkeit existieren Objekte an sich gar nicht. Das tun nur die Quasi-Objekte, die man als „Werdendes“ bezeichnet. Insofern war Heraklit gar nicht so rätselhaft, wie oft angenommen wird, als er schrieb: „Das einzige, was bleibt, ist die Veränderung.“ Auf dieser Besonderheit beruht die Vorstellung eines physikalisch wirksamen Begriffes von „Ontologie“. Elementar? Ja, aber auch in Hinsicht auf althergebrachte Trugschlüsse, als simple Korrektur eines sehr verbreiteten Fehlers, nämlich der Vorstellung fixer Sinnesobjekte, der sog. „sinnlichen Gewißheit“, ein Thema, das ich an einem passenden Punkt weiter unten in diesem Bericht klären werde.
9Die Erkenntnis des Unterschieds zwischen den Werten, die der menschlichen Sinneswahrnehmung zugeschrieben werden, u.a. Berücksichtigung der inhärenten systemischen Unterschiede zwischen Euklidischen Methoden und physikalischen Systemen, die den Geometrien von Kettenlinie und Schleppkurve (Traktrix) entsprechen, veranschaulicht, um welche relevanten Gegensätze es hier geht. Man muß diese Unterschiede auf einer tieferen ontologischen Ebene untersuchen und sich dabei auf die Bedeutung der ontologischen Überlegungen im dritten Hauptteil von Bernhard Riemanns Habilitationsschrift beziehen.
10Ein Mensch ist mehr als sein Schatten.
11Trotz des abscheulichen Betrügers G.W.F. Hegel.
12Zum Unterschied zwischen Symbol und Realität siehe auch Kapitel I.
13Adam Smith, Theorie der moralischen Empfindungen, 1759, und Der Reichtum der Nationen, 1776.
14Siehe Kurt-R. Biermann, Carl Friedrich Gauß: Der „Fürst der Mathematiker“ in Briefen und Gesprächen, Urania-Verlag, 1990. Brief 99, An F. Bolyai, Göttingen, 1832. Und siehe Bernhard Riemann, Habilitationsschrift, III. Anwendung auf den Raum, 1854.
15Siehe die brillante Aufdeckung des Schwindels der Euklidischen Geometrie sowie deren wichtigen theologischen Bedeutung durch einen Freund des Apostels Petrus, Philo von Alexandria, in bezug auf diesen Abschnitt des vorliegenden Kapitels.
16Siehe Bernhard Riemanns Habilitationsschrift, Abschnitt III: „Es führt dies [von der Mathematik] hinüber in das Gebiet einer andern Wissenschaft, in das Gebiet der Physik, welches wohl die Natur der heutigen Veranlassung nicht zu betreten erlaubt.“
17Ebendieser „Zweite Hauptsatz der Thermodynamik“.
18„Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Wort, dann aber von Angesicht zu Angesichte. Jetzt erkenne ich's stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.“ 1. Korinther 13, 12. Das Römische Reich, das die Apostel Peter und Paulus ermordete, war offensichtlich nicht erfreut.
19Wie Wernadskij selbst ab Mitte der dreißiger Jahre betonen sollte, beruht ein kompetentes Konzept für ein universelles Lebensprinzip, besonders wenn es um den menschlichen Geist (d.h. die Noosphäre) geht, auf dem Werk Riemanns.
20Vergleiche dazu auch Sky Shields’ Abhandlung über die Rolle der physikalischen Zeit in „Is the Past fixed?“, englischsprachiges Video auf www.larouchepac.com/node/18639
21Beim Lesen dieser Zeilen sollte der Leser mit uns zusammen die Tatsache bedenken, daß die allgemeine Zusammenbruchskrise des transatlantischen Systems bei weitem schlimmer zu werden droht als die der Weimarer Republik 1923. Wenn das heutige transatlantische System erst einmal „abgestürzt“ ist, würde dadurch ein Schaden angerichtet, der sich nie wieder reparieren ließe. Unter solchen Bedingungen wäre der Wunsch des britischen Königshauses, eine Bevölkerungsobergrenze von höchstens einer Milliarde Menschen zu erreichen, fast eine prophetische Vorhersage für die kommenden Generationen. Eine von London angestoßene Hyperinflation unter Leuten wie Geithner u.a. ließe sich praktisch nicht mehr aufhalten, sobald es zum wirklichen „Crash“ gekommen ist.

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