Neues Interview mit Helga Zepp-LaRouche im chinesischem Fernsehen
10. September 2014 • 15:09 Uhr

Am 9. September strahlte das chinesische Fernsehprogramm CCTV - Dialog erneut ein ausführliches Interview mit Helga Zepp-LaRouche aus. Diesmal ging es um den Wirtschaftsgürtel der Seidenstraße und insbesondere um die Bedeutung des kommenden Besuches von Präsident XI Jinping in Tadschikistan und Sri Lanka. Frau Zepp-LaRouche war zusammen mit Viktor Gao Zhikao, Übersetzer des früheren chinesischen Staatspräsidenten Jiang Zemin (1993-2003), als Gast im Studio. Interssanterweise wurde das Gespräch am zweiten Tag des Besuches von Obamas Nationaler Sicherheitsberaterin Susan Rice in Peking gesendet.

Frau Zepp-LaRouche erläuterte die umfassende politische Perspektive der Neuen Seidenstraße als Friedensordnung für das 21. Jahrhundert. Das Schiller-Institut habe dazu viele Konferenzen durchgeführt. Sie unterstrich die Rolle Rußlands bei dieser Politik und betonte die strategische Beziehung, die dieses Jahr beim Gipfeltreffen zwischen Präsident Xi und Präsident Putin etabliert worden war. Rußland sei zwar Opfer der Sanktionen, aber sie gehe davon aus, daß Rußland diese Gelegenheit dazu nutzen werde, ein eigenes Kreditsystem zu entwickeln und die Wirtschaft auf einer anderen Grundlage aufzubauen, wie beispielweise im 15-Punkte-Plan von Sergej Glasjew formuliert.

Das Problem des sich ausbreitenden Terrorismus in der Region der künftigen Seidenstraße könne man nur durch wirtschaftliche Entwicklung lösen, sagte Frau Zepp-LaRouche. Vielen Jugendliche, die sich sonst aus Verzweiflung dem Jihad anschlössen, könne man so eine Perspektive für eine bessere Zukunft geben.

Sie betonte die Bedeutung der BRICS-Allianz für viele Staaten des Entwicklungssektors in Asien, Afrika und Lateinamerika . Sie erhielten damit ganz neue Möglichkeiten, Projekte zu beginnen, die sonst für sie nie erreichbar gewesen wären.

Auf die Bedeutung des Renminbi als Reserwährung angesprochen, unterstrich sie, wie wichtig es sei, die Kontrolle über die eigene Währung zu behalten – im Gegensatz zu dem, was in Europa vor sich geht. Die Asiatische Entwicklungsbank (AIIB) und die Neue Entwicklungsbank (NDB) der BRICS-Nationen, die Kredite für die Realisierung der benötigten Infrastruktur bereitstellen werden, seien Rettungsboote im kommenden Finanzsturm. Ihr Ehemann, Lyndon LaRouche, habe deshalb dazu aufgerufen, eine internationale Konferenz zur Schaffung einer Neuen Wirtschaftsordnung durchzuführen.