„Treffen Sie den Mann, der bei Hillary Clintons großer Wirtschaftsrede hinausgeworfen wurde“
16. Juli 2015 • 11:48 Uhr

Unter dieser Überschrift berichtete die Londoner Zeitung Independent über die Intervention, mit der der LaRouchePAC-Aktivist Daniel Burke endlich Leben in Hillary Clintons langweilige Veranstaltung gebracht hatte. Independent berichtete u.a.:

„Daniel Burke wurde während Hillary Clintons Wirtschaftsrede an der New School hinausgeworfen. Herr Burke, ein Aktivist für Lyndon LaRouche, hatte gegen Ende der Rede von Frau Clinton angefangen, Fragen zum Glass-Steagall-Gesetz zu rufen: ,Senator Clinton, werden Sie jetzt Glass-Steagall wiederherstellen?’

Herr Burke sagte dem Independent, er habe mit seinem Zwischenruf bis zum Ende der Rede von Frau Clinton gewartet, weil er ihr die Chance geben wollte, ihren neuen Wirtschaftsplan vorzustellen. ,Glass-Steagall bedeutet, daß wir die wertlose Derivatblase der Wall Street und Europas abschreiben, was dringend notwendig ist. Wir müssen das ganze System einem Insolvenzverfahren unterziehen, wie es Franklin Roosevelt 1933 getan hat’, sagte er. ,Wir würden die Kontrolle der Wall Street und der Londoner City über unser politisches System beenden. Das muß sofort geschehen - sonst steuern wir in einen Zusammenbruch, der uns einem Krieg nahe bringen wird.’“

Der Independent weist darauf hin, daß die LaRouche-Bewegung „von dem kontroversen politischen Aktivisten Lyndon Hermyle LaRouche Jr.“ gegründet wurde, und fährt fort:

„Herr Burke sagte, er sei nicht überzeugt von Frau Clintons Wirtschaftspolitik, während die Senatoren Elizabeth Warren, John McCain, Maria Cantwell und Angus King gemeinsam ein Glass-Steagall-Gesetz für das 21. Jahrhundert eingebracht hätten, das den Schutz des Kerngeschäfts der Banken wiederherstellen und modernisieren würde. ,Das Gesetz wird den Bankinstituten eine fünfjährige Übergangsfrist einräumen, um ihre Unternehmen in verschiedene Institute aufzuspalten, somit deren Größe verringern und einen großen Schritt bedeuten, dem Too Big to Fail ein für allemal ein Ende zu setzen und das Risiko zukünftiger Stützungsmaßnahmen zu minimieren’, sagte Frau Warren in einer Erklärung.“

„Während der LaRouche-Vertreter hinauseskortiert wurde, schien Frau Clinton nicht beeindruckt. Ihre Position zu Glass-Steagall ist weiterhin unklar, während ihre demokratischen Rivalen Martin O’Malley und Bernie Sanders ihre Unterstützung für das Gesetz erklärt haben.“ (Noch am gleichen Tage erklärte Alan Blinder, ein früherer Beamter der Federal Reserve und jetziger Wirtschaftsberater Hillary Clintons, unmißverständlich, nachdem er mit Frau Clinton gesprochen habe: „Sie werden Glass-Steagall nicht erleben.“)

Das Wall Street Journal berichtete: „Die interne Debatte unter den Demokraten zeigte sich gegen Ende der Clinton-Rede, als ein Zwischenrufer wissen wollte, ob sie Glass-Steagall wiederherstellen werde, die gesetzlichen Bestimmungen aus der Depressionsära, die die Geschäftsbanken von den riskanteren Wettgeschäften der Investmentbanken trennten, wie es die Herren Sanders und O’Malley tun wollen. Frau Clinton antwortete nicht darauf und sprach das Thema auch nicht in ihrer Rede an.“

Die erste Zwischenüberschrift eines Bloomberg-Artikels am 14. Juli lautete: „Glass-Steagall nicht erwähnt.“ In dem Bericht heißt es: „Der Zwischenrufer, der Clinton gegen Ende ihrer Rede unterbrach, indem er rief, ,Senator Clinton, werden Sie Glass-Steagall wiederherstellen?’ wird enttäuscht sein. Ebenso wie die Frau, die auf dem schwülheißen Manhattener Bürgersteig ein Schild hielt mit der Aufschrift: ‚Die Wall Street ist bankrott, verabschiedet Glass-Steagall’. Clinton machte am Montag keine Andeutung, ob sie den Wiederaufbau der Mauer zwischen den Geschäftsbanken und den Investmentbanken unterstützen werde, die von ihrem Ehemann während seiner Zeit im Weißen Haus eingerissen wurde.“