Nein zum neuen Universalfaschismus: Finanzspekulanten und Ökoimperialisten bedrohen die Menschheit - nicht der Klimawandel!
2. Juni 2007 •

Bitte beachten Sie, daß der folgende Artikel bereits im Juni 2007 veröffentlicht wurde.

von Elke Fimmen

Sir Julian Huxley, der nach dem Krieg 2. Weltkrieg Präsident der UNESCO wurde, war von der Idee der Bevölkerungskontrolle besessen, er nannte sie „das Problem unseres Zeitalters“. Zwischen den beiden Weltkriegen gehörte er der Kommission der britischen Regierung für Bevölkerungsforschung an, und von 1937-44 war er Vizepräsident und zur Zeit der WWF-Gründung 1961 Präsident der rassistischen Eugenik-Gesellschaft.

Der amerikanische Politiker Lyndon LaRouche intervenierte Anfang der siebziger Jahre vor dem Hintergrund des Auseinanderbrechens des alten Weltfinanzsystems von Bretton Woods und dem Ölschock 1973 mit zwei grundsätzlichen Konzepten, da er die Gefahr eines neuen Faschismus wie nach der Großen Depression der 20er Jahre sah. In der Studie „Der biologische Holocaust“ warnte er 1974 vor dem Ausbruch alter und neuer menschheitsbedrohender Seuchen, wenn Afrika und die Entwicklungsländer durch Rohstoff- und Finanzkartelle ausgeplündert und die Industriestaaten an weiterer wissenschaftlich-technischer Entwicklung gehindert würden. Dagegen stellte er 1975 nach einem Besuch im Irak auf Konferenzen in Bonn und Mailand sein Konzept einer „Internationalen Entwicklungsbank“ (IDB) vor: eine langfristige wirtschaftliche Aufbauperspektive der Weltwirtschaft durch Kapitalgüterexporte modernster Technik aus den Industriestaaten in Ost und West in die Entwicklungsländer mittels langfristig garantierter, staatlicher Kredite. Ausarbeitungen über die Infrastruktur- und Industrieentwicklung Indiens, Afrikas, Iberoamerikas folgten kurz darauf.

Als wissenschaftliches Kriterium für den Erfolg oder Mißerfolg von Wirtschaftspolitik entwickelte LaRouche damals sein Konzept der „relativen potentiellen Bevölkerungsdichte“. Diese kann nur dann ansteigen, wenn die Grundlage der Gesellschaft wissenschaftlich-technischer Fortschritt ist, der in neue Technologien umgesetzt wird und zu besserem Lebensstandard, höherer Lebenserwartung und
einem Anstieg des Bevölkerungspotentials führt. Dafür wird vor allem billige und effiziente Energie gebraucht - wie die sichere Kernspaltung und als nächster Schritt die Kernfusion.

Aber dieselben oligarchischen, synarchistischen Finanzkreise, die wie in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts nur die Erhaltung ihrer Macht und kurzfristigen Profit im Sinn hatten, waren auch diesmal wieder bereit, über Leichen zu gehen. Ihnen war klar, daß mit ihrer Politik einer „kontrollierten Desintegration der Weltwirtschaft“ eine wachsende Weltbevölkerung auf Dauer nicht erhalten werden könnte. Gegen die Reorganisation des bankrotten Finanzsystems durch nationale souveräne Regierungen, wie dies Franklin Delano Roosevelt 1933 erfolgreich mit seinem „New Deal“ gemacht hatte, setzten einflußreiche Kreise der Londoner City und Wall Street deshalb Projekte wie den „Club von Rom“, das „Projekt für die 80er Jahre“, „Global 2000“ und ähnliche völkermörderische Projekte in der Tradition des britischen Kolonialreiches in Gang, mit dem Ziel, die Nationalstaaten endgültig zu zerstören, den wissenschaftlich-technischen Fortschritt als grundsätzlich schlecht zu brandmarken und eine weltweite Finanzglobalisierung zur ungehinderten Ausplünderung durchzusetzen.

Maßgeblich beteiligt am Marsch in die deregulierte, nachindustrielle Spekulationsgesellschaft war der frühere Chefbankier von Lehman Brothers und einflußreiche Politiker George Ball. Auf einer Serie von Konferenzen, darunter einem Treffen der Bilderberger 1968, verbreitete er die Idee des „Projekts Weltunternehmen“. Dabei ging es darum, die „archaischen Nationalstaaten“ durch globale Unternehmenskartelle zu ersetzen, die fähig wären, über die Grenzen von nationalstaatlichen Regierungen hinweg unbehelligt zu operieren. Dieses Projekt orientierte sich direkt an den großen, imperialen Handelsgesellschaften des 17. und 18. Jahrhunderts, wie der britischen und holländischen Ostindiengesellschaft, die nicht nur Handel trieben, sondern auch „regierten“.

Ein Beispiel für diese Zielsetzung ist das berüchtigte Memorandum NSSM-200 des erklärten britischen Agenten und damaligen US-Sicherheitsberaters Henry Kissinger von 1975, der behauptete, das Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern sei eine strategische Bedrohung für die nationalen Interessen der USA, da diese Völker ihre Rohstoffe für ihre eigene Entwicklung benutzen wollten! Er empfahl damals „geschickte“ Propaganda zur Bevölkerungskontrolle. Daß es dabei nicht blieb, sehen wir an den heutigen Rohstoffkriegen und dem über dreißigjährigen Genozid in Afrika.

In den Industriestaaten wurde in dieser Zeit die grüne Bewegung in Gang gesetzt, die sich ausdrücklich zum Ziel setzte, billige und effiziente Energie wie die Kernenergie zu verteufeln und überhaupt die moderne Industriegesellschaft zu zerstören. Damit erreichte man eine systematische Gehirnwäsche der Bevölkerung, die dazu gebracht werden sollte, diesmal den „Gürtel freiwillig enger zu schnallen“, und die perverse Idee der „Überbevölkerung“ zu akzeptieren. Gleichzeitig fand der Marsch in Richtung Deregulierung und Privatisierung statt, der unter Margaret Thatcher richtig in Gang kam und dann einen weltweiten Siegeszug antrat. Heute stehen wir vor dem weltweiten Scherbenhaufen dieser Politik mit apokalyptischen Bedrohungen für das weitere Bestehen der Zivilisation.

Vor diesem dramatischen Hintergrund wird die gegenwärtige Klimahysterie inszeniert, die ein weiterer Versuch finanzoligarchischer Kreise ist, ihr bankrottes System durch eine neue globale Spekulationsblase zu retten. Regierungen werden durch supranationale Organisationen gezwungen, künstliche und ständig sinkende Obergrenzen für das bei industrieller und landwirtschaftlicher Produktion und der lebensnotwendigen Energieerzeugung anfallende CO2 zu akzeptieren. Für die immer knapperen Bewilligungsscheine wird ein spekulativer Markt geschaffen, der sog. Emissionshandel, bei dem heute die EU der Vorreiter ist.

Die jüngste CO2-Offensive ist vor allem deshalb extrem gefährlich, weil sie erstens die nationale Souveränität von Regierungen frontal angreift, und weil sie zweitens die Grundlagen der lebensnotwendigen Energie- und Industrieproduktion der Menschheit zerstört. Und das zu einem Zeitpunkt, wo weltweit, Rußland, Indien, China und viele andere Staaten für das ihnen so lange vorenthaltene Recht auf Entwicklung und für eine Wissenschaftsoffensive für das 21. Jahrhundert mit Kernenergie, Transrapid und globalen Industrie-Entwicklungskorridoren kämpfen. Lyndon LaRouche und seine internationale Bewegung stehen dabei im Zentrum, da er seit mehr als 30 Jahren unbeirrt genau diese Ideen vorgeschlagen hat.

„Grüne“ Heuschrecken und die Londoner City...

Schaut man sich die heutigen Vorreiter der Klimawandel-Lüge an, fällt dem aufmerksamen Betrachter die Verbindung zu höchsten Kreisen der Finanzoligarchie sofort ins Auge. Exemplarisch sticht hier natürlich Al Gore - schon aufgrund seines spezifischen Körpervolumens - und sein 2004 gegründeter „grüner“ Londoner Generation Management Fund (auch „Blood and Gore“ genannt) heraus. Seine wichtigsten Gesinnungsgenossen stammen aus dem Wallstreet-Finanzhaus Goldman Sachs, wie David Blood, der mit Al Gore die Firma leitet. Goldman Sachs ist auch Großaktionär der 2003 von einer Gruppe in London gegründeten Chicagoer Klimabörse CCX, die sich jetzt auf den schwunghaften Spekulationshandel mit CO2-Emissionsrechten vorbereitet.

Von Goldman Sachs kommt übrigens auch der gegenwärtige US-Finanzminister Henry Paulson, der gerade den G8-Finanzgipfel, auf dem es um den schüchternen deutschen Vorstoß für internationale Transparenz im Hedgefonds(Heuschrecken)-Geschäft ging, boykottiert hat.

David Blood und Al Gore sprachen im Mai bei einem Interview mit dem McKinsey Quarterly deutlich aus, worum es ihnen hinter dem Deckmantel von globalem „Klimaschutz“ und „nachhaltigen Investitionen“ in Wirklichkeit geht. Natürlich wolle man die „die besten Profite für die Anleger“ erreichen. Interessanterweise betonte Blood dann, „multinationale Unternehmen“ seien angesichts der jetzt erreichten „Grenzen des Ökosystems“ „oft besser als Regierungen dazu in der Lage, die kompliziertesten weltweiten Herausforderungen zu lösen, wie Klimawandel, HIV/AIDS, Wasserknappheit und Armut“! Al Gore pries als Beispiel ausgerechnet den Konzern WalMart, der international für seine brutalen Dumpingpreise für Bauern und Niedriglöhne für ihre Angestellten bekannt ist, für dessen Bemühungen, seine „Versorgungskette zu vergrünen“.

Daß Al Gore ideologisch im Dienste des britischen Empire und dessen internationalen Ableger steht, ist keine Übertreibung. Das wirkliche Zentrum der neuen Blase liegt in London, und Al Gore hilft eifrig mit, den dortigen Heuschrecken auch in den USA ein neues Betätigungsfeld zu eröffnen, während er gleichzeitig bei seinen Auftritten in Brüssel und anderen kontinentaleuropäischen Städten daran arbeitet, Europa auf Kurs zu halten. Gordon Brown, der Tony Blair als Premierminister nachfolgen soll, hatte Gore schon im vergangenen Jahr zum publikumswirksamen Berater der britischen Regierung ernannt. Der Daily Telegraph berichtete am 14. März, Al Gores wirkliche Botschaft bei seinen Auftritten in Großbritannien, wie in Edinburgh vor der Nationalen Vereinigung der Rentenfonds (NAPF), sei es, den „blühenden Markt des Emissionshandels“ anzupreisen. Gore habe ein „Gespür für Trends“, und der CO2-Handel sei jetzt das heißeste Geschäft.

Gordon Brown hatte am 12. März in einer Rede vor der Umweltlobby Green Alliance angekündigt, er wolle London zum Zentrum eines neuen „globalen CO2-Marktes“ machen. Unter Bezug auf den Panik-Bericht von Sir Nicolas Stern über die angebliche globale Erwärmung sagte Brown, Großbritannien könne Initiativen zum Klimawandel in Gang setzen, indem es neue Märkte schaffe. „Mein Ziel ist es, auf Grundlage der EU-Emissionsrichtlinien einen globalen CO2-Markt in London zu schaffen. Vom heutigen Volumen von 9 Mrd. $ könnte der Emissionshandel auf 50-100 Mrd. Dollar wachsen.“ Man wolle deshalb jetzt die existierenden Vorschriften in den Ländern zusammenführen und den Handel mit Entwicklungsländern ausweiten, um dieses „wachsende System in eine globale Kraft der Veränderung zu verwandeln“.

Die Londoner City hatte bereits 2002 den CO2-Handel versuchsweise eingeführt. Deshalb kam dieser Handel dort automatisch in Gang, nachdem dann die Europäische Emissionshandelsplattform (ETS) eingeführt worden war. Diese umfaßt bisher 60% des Volumens und 80% des Werts des gegenwärtig weltweit gehandelten CO2. Man schätzt, daß dieses Jahr 2,4 Mrd. t CO2 gehandelt werden können (2005 waren es noch 799 Mio. t).

Der Entwurf des britischen Umweltministers David Miliband für ein „Klimawandelgesetz“, mit dem England zum Vorreiter in Europa werden will, sieht rechtlich bindende drastische Emissionssenkungen bis 2050 um 60% vor. Das paßt gut zu der nachindustriellen Rolle der Londoner City und den „Naturreservaten für Hedgefonds“ wie den britischen Kaiman-Inseln, die der verhaßten Industrie weltweit den Garaus machen! Aber der europäischen Industrie würde es endgültig den Todesstoß versetzen. Nach dem Kahlschlag durch die grüne Politik der letzten dreißig Jahre, der Zerstörung der europäischen Stahl- und Kohleindustrie durch die EU-Bürokratie, dem Zwangskorsett von Maastricht und den Übernahmeorgien der Hedgefonds ist dies eine neue Phase der Entindustrialisierung und der Senkung des Lebensstandards der Bevölkerung. Und Frau Merkel ist an vorderster Front mit dabei.

... als „Freunde der Erde“?

Ein weiteres Beispiel für die unheilige Allianz von Heuschrecken und industriefeindlichem Ökofanatismus ist das sog. „Investorennetzwerk für Klimarisiken“ (INCR). Dazu gehören British Petroleum, die weltweit größte Versicherungsgruppe Allianz, der Chemieriese DuPont, General Motors und Ford sowie Finanzminister von zehn US-Bundesstaaten (Kalifornien, New Jersey etc.). Auch der Vorsitzende des Renten- und Sozialfonds der amerikanischen Gewerkschaft des Öffentlichen Dienstes AFSCME mit Einlagen von über einer Billion Dollar sowie der größte amerikanische Pensionsfonds CALPERS des Öffentlichen Dienstes von Kalifornien sind Mitglieder.

Vorsitzender ist der britische Aktivist Norman Dean, gleichzeitig Chef der „Friends of the Earth“. Das INCR verlangte am 19. März von der Regierung in Washington eine zwingende Senkung von Treibhausgasen und behauptete gleichzeitig, für die Finanzierung von Umweltprojekten stehe ein Fonds von 4 Billionen Dollar bereit. Die Lobbygruppe fordert weitgehende Gesetze, um den Ausstoß von CO2 und anderen Gasemissionen zu reduzieren - eine künstliche Verknappung, die für die neue Spekulationsblase Voraussetzung ist.

Passenderweise sprach zwei Tage darauf Al Gore vor Ausschüssen des Kongresses und erzählte, ein planetarer Notstand drohe, wenn man nicht sofort einschreite - ganz im Sinne des Investorennetzwerks. Gore machte das Bevölkerungswachstum des 20. Jahrhunderts für das Problem verantwortlich; nun komme die größte Krise der Menschheit. Er forderte u.a. ein sofortiges Einfrieren der CO2-Emission und eine 90%ige Reduzierung bis 2050, was der Forderung gleichkommt, die Menschheit solle aufhören, zu atmen! Er verlangte ein Moratorium für (gar nicht existierende) Kohlekraftwerke ohne Filter; die Amerikaner sollten ihren Strom selbst erzeugen und eine Verbrauchssteuer für Wasser zahlen! Wer hier offenbar Fieber hat, ist nicht der Planet, wie Gore behauptet, sondern er selbst, der wie im Delirium wahnsinnige, die Existenz der Menschheit bedrohende Forderungen erhebt.

Gore hatte bereits im Mai 2005 vor einem „Investorengipfel“ des INCR bei den Vereinten Nationen gesprochen. Dort sagte er, CO2-Emissionen müßten zu Geld gemacht, gehandelt und reduziert werden. Zehntausende entlassene Arbeiter der amerikanischen Autoindustrie können ein Lied von dieser nachindustriellen Politik singen.

„Globaler Rat für Klimawandel“

Ein anderes Beispiel für die Finanzkreise hinter der Klimahysterie ist die Investmentbank Lehman Brothers. Aus diesem Umfeld stammt auch die Blackstone-Gruppe, die in Deutschland wegen ihres Spar- und Entlassungskurses bei der Telekom unrühmlich bekannt ist. Der Vorsitzende von Lehman Brothers (1973-84), später Vorsitzender des Council of Foreign Relations, Peter Peterson, arbeitete 1971, als das Bretton-Woods-System durch George Shultz zerstört wurde, für die Regierung Nixon und ist ein führender Verfechter einer globalen Sparpolitik.

Lehman Brothers richtete im Februar einen „Globalen Rat für den Klimawandel“ unter der Leitung ihres langjährigen Spitzenbankers Theodore Roosevelt IV ein. Dieser ist neben Al Gore einer der beiden Vorsitzenden der amerikanischen „Allianz für Klimaschutz“. Er hielt bei der Parteiversammlung der Republikaner 2000, als Bush zum Präsidentschaftskandidaten gekürt wurde, die zentrale Rede zum Umweltschutz. Roosevelt setzt sich für das „Cap and Trade System“ in den USA ein, einen Emissionsrechtehandel nach europäischem Vorbild. „Kohlendioxid braucht einen Preis“, so der Banker, wobei die Öffentlichkeit die Verteilung der damit verbundenen Kosten als „fair“ empfinden müsse.

Theodore Roosevelt IV ist ein Urenkel des anglophilen amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt. Dieser regierte in den USA nach der Ermordung des fortschrittlichen und antibritisch eingestellten Präsidenten McKinley bis 1908 und war für seine Kanonenbootpolitik gegen Südamerika und seine rassistische Einstellung gegenüber den hispanischen und südeuropäischen Einwandern bekannt. Nach dem Vorbild des britischen Empire in Afrika und der industriefeindlichen Südstaatentradition stellte er 70 Millionen Hektar Land in den USA unter „Naturschutz“ und ist bis heute durch diese „Conservation Policy“ ein großes Vorbild für die heutigen Naturschützer.

Völkermord in Afrika

Paul Wolfowitz, der mittlerweile geschaßte korrupte Präsident der Weltbank, sprach im Februar vor einer Veranstaltung der „Global Legislators Organization for a Better Environment“ (GLOBE). GLOBE wurde 1989 von einigen britischen Parlamentariern und Al Gore gegründet, um für „tragfähige/nachhaltige Entwicklung“ einzutreten. Dort pries Wolfowitz den Emissionshandel, der bis zu 200 Mrd. $ erreichen könne. Afrika könne dann seine „Verschmutzungsrechte“ verkaufen und damit mehr Geld einnehmen als gegenwärtig mit der Entwicklungshilfe! Aber unter diesen Bedingungen kann sich Afrika nie entwickeln - und bliebe weiterhin ein Kontinent, der von den internationalen Rohstoffkartellen ungehindert ausgeplündert werden könnte.

Für Al Gore, der während seiner Amtszeit als amerikanischer Vizepräsident die wichtigste Pharmafabrik des Sudans bombardieren ließ, weil er dort angeblich Al-Kaida-Terroristen ausgemacht hatte, und der Südafrika bedrohte, als es selbst billigere Generika von AIDS-Medikamenten entwickeln wollte, ist der ausgeplünderte Kontinent Afrika überbevölkert:

Energieverbrauch und Lebensstandard Kindersterblichkeit und Lebenserwartung, so belegt diese Grafik, hängen direkt mit der verfügbaren Energie zusammen: Wer in einem Industrieland neben einem Kernkraftwerk wohnt, hat weit mehr Lebensjahre vor sich, als derjenige, der in einem Land der dritten Welt, weit entfernt von jeder Industrie, leben muß

„Die Länder Afrikas strapazieren bereits ihre Rohstoffressourcen, was die Integrität ihres ökologischen Systems bedroht; es ist daher wirklich beängstigend, sich vorzustellen, sie [die Afrikaner] würden ihre Anzahl verdrei- oder vervierfachen - gar nicht davon zu sprechen, was die bedauerliche voraussichtliche Lebensqualität dieser zusätzlichen Millionen sein wird. Schon entwickeln sich neue Krankheiten - von Cholera bis AIDS - in Gesellschaften, die durch rasches Bevölkerungswachstum und die daraus folgende Störung ihrer traditionellen Lebensweisen und der Zerstörung ihres Lebensraums aus dem Gleichgewicht gebracht wurden.“ (Al Gore, Earth in the Balance, 1992, dt: Wege zum Gleichgewicht, zitiert nach dem englischen Original)

Damit steht Gore ganz in der Tradition Henry Kissingers und des Memorandums NSSM-200. Man hat ja auch sonst gemeinsame Freunde, wie z.B. in Chile, wo die Kreise, die mit Unterstützung von Kissinger, Felix Rohatyn und ITT 1973 den blutigen Putsch gegen Salvador Allende verübten, Al Gore zu einem Vortrag über das Klima einluden. Die Veranstaltung sollte von der für ihre geopolitischen Machenschaften in Afrika berüchtigten Firma Barrick Gold gesponsert werden. Ehrenvorsitzender von Barrick Gold ist George Bush senior. Der Auftritt mußte abgesagt werden, nachdem chilenische Umweltschutz- und Menschenrechtsgruppen auf Initiative des LaRouche-Aktionskomitees LPAC dagegen Sturm gelaufen waren. Dafür will Gore nun mit dem Sohn des internationalen Aufsichtsratschefs von Barrick Gold, Brian Mulroney, bei einer gemeinsamen Veranstaltung in Toronto sinnigerweise zugunsten des „Simon Wiesenthal Center for Holocaust Studies“ sprechen.

Rassismus und Eugenik im neuen Gewand

Bei der Klimahysterie handelt es sich schlichtweg darum, in Zeiten eines zusammenbrechenden Finanzspekulationssystems die supranationale, man kann auch sagen, imperiale Kontrolle über Rohstoffe und globale Finanzströme auf Kosten der physischen Lebensgrundlagen der Bevölkerung zu sichern. Nach der Definition der Klima-Propagandisten ist die Menschheit durch ihre industrielle und landwirtschaftliche Aktivität und das daraus resultierende Bevölkerungswachstum verantwortlich für den angeblich tödlichen Anstieg von CO2, der einen sofortigen gigantischen Klimawandel verursache und das Überleben der Zivilisation bedrohe. Der britische Prinz Philip antwortete als internationaler Präsident des World Wildlife Fund (WWF) am 21.12.1991 auf die Frage der Zeitschrift People, was er für die schlimmste Umweltbedrohung halte:

„Das Bevölkerungswachstum ist wahrscheinlich die ernsthafteste langfristige Bedrohung für ihr Überleben. Wir bewegen uns auf eine größere Katastrophe zu - nicht nur für die Natur - auch für die menschliche Gesellschaft, wenn es nicht gebremst wird. Je mehr Menschen es gibt, desto mehr Ressourcen werden sie verbrauchen, desto mehr Verschmutzung werden sie hervorrufen, desto mehr Konflikte wird es geben. Wir haben keine andere Wahl. Wenn es nicht freiwillig eingedämmt wird, wird dies unfreiwillig durch das vermehrte Auftreten von Seuchen, Hunger und Krieg geschehen.“

Philips grüner Sprößling Prinz Charles ist selbst ein Umweltguru, der sich bestens mit Al Gore versteht.

Volksfeind Nr. 1 ist in ihren Augen also der Mensch selbst, der produziert und die Segnungen der modernen Industriegesellschaft auch noch konsumieren will! Nach den völlig unwissenschaftlichen Theorien über die Gefährlichkeit von DDT, das Waldsterben und das Ozonloch schallt uns heute wie in den besten Zeiten der Gleichschaltung die große CO2-Lüge von allen Seiten entgegen: in Radio, Fernsehen, von den Kanzeln, im Supermarkt, im Kindergarten, in den Schulen und vor allem von den Politikern hört man, es handele sich um eine menschheitsbedrohende Gefahr, die Nationen sofort dazu veranlassen müsse, ihre Souveränität aufzugeben.

Passenderweise zitierte der britische Schatzkanzler Brown bei seiner Rede über den kommenden CO2-Spekulationshandel als sein Vorbild den britischen Außenminister George Canning, der Anfang des 19. Jahrhunderts gesagt hatte, er habe die „neue Welt“ - d.h. das Empire - geschaffen, um das „Gleichgewicht der alten Welt wiederherzustellen“. Daran anknüpfend forderte Brown eine grüne „neue Ordnung“ globalisierter Abhängigkeiten. Ein globales Europa müsse „das Kernstück dieser neuen globalen Institutionen“ bilden. Das gesamte System der internationalen Beziehungen nach 1945 müsse „dringend reformiert werden, für eine Welt von 200 Staaten und eine globale Wirtschaft, die jetzt auch eine Führung beim globalen Umweltschutz übernehmen muß“.

Die Klimaideologie steht in einer Reihe mit den unseligen politischen Lügen der im 19. und 20. Jahrhundert von „angesehenen“ Wissenschaftlern, Politikern und Künstlern propagierten „Eugenik“ oder Rassenlehre. Diese sprach den „niederen Rassen“ zugunsten der „Herrenmenschen“ willkürlich das Recht auf Leben und Entwicklung ab, sortierte sie als „unnütze“, kostenverursachende Esser aus und eliminierte sie dann systematisch.

Die Eugenikbewegung war Anfang des 20. Jahrhunderts besonders in den USA und Großbritannien populär, wobei die Familie Harriman (Demokratische Partei der USA) eine Vorreiterrolle hatte. Bei ihren gefeierten Kongressen wurde die Nazi-Eugenikgröße Dr. Ernst Rüdin eingeladen, der die Präsidentschaft der internationalen Föderation der Eugenikgesellschaften übernahm. Der 3. Internationale Kongreß in New York fand unter dem Vorsitz des Präsidenten des Amerikanischen Museums für Naturgeschichte, Fairfield Osborn statt - einem engem Mitarbeiter des notorischen britischen Rassisten und späteren UNESCO-Präsidenten Julian Huxley. Die Wallstreet-Firma Harriman, für die u.a. Prescott Bush, der Großvater des jetzigen US-Präsidenten, arbeitete, war auch, wie gut dokumentiert ist, entscheidend am Aufstieg der Nazis beteiligt. Die Nazis setzten die Eugenik dann mit ihrem Massenmord an Juden und der Bevölkerung in den eroberten Ostgebieten „praktisch um“.

Kein Platz für Menschen

Ein prominenter Vertreter der Eugenik und der Idee einer „grünen“ Weltregierung, unter deren Diktat die Nationen das „Gleichgewicht des Planeten“ respektieren und auf schädliche eigenständige industrielle Entwicklung ihrer andersfarbigen Einwohner verzichten müssen, war Sir Julian Huxley. Er beeinflußte nach dem Zweiten Weltkrieg auch die Gründung des World Wildlife Fund (WWF). Sein Bruder Aldous Huxley war berüchtigt für seine LSD-Experimente, die er in Schöne Neue Welt, einem Alptraum der kommenden weltweiten sozialen Manipulation einer heruntergezüchteten, reduzierten Menschheit, publizistisch ausbreitete.

Sir Julian, der nach dem Krieg Präsident der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Soziales und Kultur (UNESCO) wurde, war von der Idee der Bevölkerungskontrolle besessen, er nannte sie „das Problem unseres Zeitalters“. Zwischen den beiden Weltkriegen gehörte er der Kommission für Bevölkerungsforschung der britischen Regierung an, war von 1937-44 Vizepräsident der rassistischen Eugenikgesellschaft und deren Präsident bei der WWF-Gründung 1961, und auch Vizepräsident der „Fauna“.

Die Ideologie dieser beiden Institutionen und ihres Abkömmlings WWF geht in ihrer modernen Variante zurück auf Sir Francis Galton, der den Begriff „Eugenik“ prägte, sowie auf seinen Cousin ersten Grades, Charles Darwin. Dieser verfaßte 1859 sein Werk Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl oder Die Erhaltung der begünstigten Rassen im Kampfe ums Dasein. Galton versuchte, den pseudowissenschaftlichen darwinistischen „Kampf des Überlebens“ auf die menschliche Gesellschaft zu übertragen und erklärte zum Ziel seiner „Bewegung für Rassenhygiene“, „durch Eugenik eine neue und überlegene Rasse zu schaffen“.

Vor dem Zweiten Weltkrieg fanden sich diese Ideen in der politisch-wirtschaftlichen Planungsabteilung des Royal Institute of International Affairs (RIIA), einer in der Tradition des Imperialisten Cecil Rhodes stehenden Denkfabrik des britischen Außenministeriums. Die Planungsarbeit dieser Abteilung, in der Huxley arbeitete, konzentrierte sich auf Eugenik, Rohstoffkontrolle und das Konzept einer Weltregierung.

Julian Huxley verfocht die Ziele der Eugenik im Sinne des britischen Empire unter dem neuen Deckmantel von Umweltschutz und „Conservation“ (Naturschutz) - ursprünglich ein Begriff des britischen Empire für die Verwaltung der Ressourcen der Kolonialverwaltung in Indien und Afrika. Huxley erklärte später im Gründungsdokument der UNESCO, radikale eugenische Maßnahmen würden auf viele Jahre hinaus politisch und psychologisch unmöglich sein. Aber die UNESCO erachte es für wichtig, das öffentliche Bewußtsein über die anstehenden Fragen zu informieren, „so daß vieles, was heute undenkbar ist, vielleicht wenigstens denkbar wird“.

Für ihn war eine Weltregierung die Lösung, um die „unberührte Natur“ zu erhalten und „die Ausbreitung des Menschen gegenüber der Erhaltung anderer Arten zweitrangig“ zu machen. Sein Mitarbeiter Max Nicholson, nach dem Krieg ständiger Staatssekretär unter fünf britischen Außenministern, schrieb 1970 die Geschichte der weltweiten, hauptsächlich von Huxley und ihm mit in Gang gesetzten Umweltschutzbewegungen: The Environmental Revolution: A Guide for the New Masters of the World („Die Umweltrevolution: Ein Führer für die neuen Herren der Erde“), in dem er behauptete, die Souveränität von Nationen sei nun ein überholter Begriff.

Fortschritt - Feind der Oligarchie

Die Ursprünge des World Wide Fund for Nature (WWF), neben Greenpeace weltweit eine der wichtigsten „Umweltorganisationen“, sind nicht nur von historischem Interesse. Erster internationaler Vorsitzender des WWF wurde der frühere SS-Offizier Prinz Bernhard der Niederlande. Danach übernahm ein führender Vertreter des Ölmultis Royal Dutch Shell das Amt, und schließlich wurde der britische Prinzgemahl Philip, der im Hintergrund sowieso die Fäden gezogen hatte, 1971 selbst der Vorsitzende. Er betrachtet die Menschheit vom Standpunkt eines Wildhüters, der für „die Erhaltung des Gesamtsystems“ sorgen muß. Philip sagte von sich, er möchte gern als tödliches Virus wiedergeboren werden, um die angebliche Bevölkerungsexplosion in den Griff zu bekommen.

Der WWF wurde 1961 mit dem Ziel gegründet, die Aktivitäten der International Union for the Conservation of Nature (IUCN) erheblich auszuweiten. Diese war mit einer vom britischen Außenministerium entworfenen Satzung im Jahre 1948 in der Schweiz ins Leben gerufen worden und brüstete sich in den 90er Jahren damit, die größte „professionelle Naturschutzorganisation“ der Welt zu sein. 1994 gehörten der IUCN u.a. 103 Regierungsstellen und über 640 teils weltweite NGOs aus 68 Nationen an.

Der WWF stand von Anfang an unter direkter Regie der Krone. WWF und IUCN waren Ableger von zwei maßgeblichen Institutionen des britischen Empire: der Society for the Preservation of the Wild Fauna of the Empire (heute Fauna and Flora Preservation Society, mit der Queen als Schirmherrin). Diese leitete die Kampagne für Wildreservate in Afrika ein, die nach dem formellen Ende der Kolonialherrschaft die Entwicklung der neuen afrikanischen Nationen verhinderte. Die zweite Organisation war die Eugenik-Gesellschaft.

Heute ist die menschliche Gattung als ganze Zielscheibe der Klimapropagandisten. Jeder Mensch, der einen Anspruch auf Erziehung, ärztliche Versorgung, einen produktiven Arbeitsplatz und ein funktionierendes modernes Verkehrswesen erhebt, ist nach der Definition der Klimaschwindler eine CO2-Schleuder, die es am besten ganz zu eliminieren gilt. Schon wird, wie man im Internet feststellen kann, der Nutzen/Schaden von Menschen nach ihrer „CO2-Verbrauchsbilanz“ berechnet, die sich aus dem allgemeinen Lebensstandard einer modernen Industriegesellschaft ergibt. Greenpeace will z.B. weltweit im Durchschnitt jedem Menschen nur 2 t CO2-Verbrauch zugestehen (statt in Deutschland heute 10 Tonnen). Bei diesen Berechnungen schneiden Vegetarier und Menschen, die wenig essen, gut ab. Und je weniger moderne Technik in Anspruch genommen wird, desto so besser sieht diese „Bilanz“ natürlich aus. Fühlt man sich da nicht an die Berechnungen des zulässigen Kalorienverbrauchs in den Konzentrationslagern erinnert, diesmal auf globaler Ebene?

In einer Rede vor dem gemeinsamen Treffen der Allparteien-Gruppe für Bevölkerung und Entwicklung und dem Allparteien-Naturschutzkomitee am 11.3.1987 in London sagte Prinz Philip: „Ich glaube, daß der Druck der menschlichen Bevölkerung - die bloße Anzahl der Menschen auf diesem Planeten - die bedeutendste Einzelursache für die Zerstörung der natürlichen Umwelt ist, für die fortschreitende Auslöschung der wilden Arten von Pflanzen und Tieren und für die Destabilisierung des Klimas und der Erdatmosphäre.“ Es sei „eine simple Tatsache, daß die Weltbevölkerung die natürlich erneuerbaren Ressourcen schneller verbraucht, als diese sich wieder erneuern können, und der Ausbeutungsprozeß verursacht noch weiteren Schaden. Wenn dies schon bei einer Bevölkerung von 4 Mrd. geschieht, stellen Sie sich bitte vor, wie sich diese Dinge verhalten, wenn die Weltbevölkerung auf 6 und dann auf 10 Mrd. Menschen angewachsen ist... All dies wurde erst durch die industrielle Revolution und die explosive Entwicklung der Wissenschaft möglich, und es verbreitet sich über die ganze Welt durch die neue wirtschaftliche Religion der Entwicklung.“

Damit ist das Grundaxiom der Oligarchie identifiziert. Für sie schrieb einst Thomas Malthus sein Traktat, in dem er „begründete“, warum eine wachsende Bevölkerung „naturgesetzlich“ verhungern müsse, wenn die Tragfähigkeit überschritten sei. Sein Argument lautete, daß die Nahrungsmittelproduktion nur arithmetisch steige und mit dem geometrischen Wachstum der Bevölkerung einfach nicht Schritt halten könne. Technisch-wissenschaftlicher Fortschritt, der die Menschen aus der geistigen und materiellen Unterdrückung befreit hätte, kam bei ihm nicht vor. Ebensowenig wie bei Adam Smith, dem britischen Vater des „Freihandels“ und der heutigen Globalisierung mit seinem Hauptdogma „billig einkaufen, teuer verkaufen“. Und Jeremy Bentham, der britische Begründer des Nützlichkeitsdenkens („Utilitarismus“), in dessen Fußstapfen dann die „liberalen“ britischen Imperialisten wie John Stuart Mill, Bertrand Russell und H.G. Wells traten, sagte, man müsse das „größtmögliche“ Glück für eine „größtmögliche“ Zahl von Menschen verwirklichen. Die anderen haben dann eben Pech gehabt. In Wirklichkeit sahen Benthams, Malthus‘ und Smiths Auftraggeber genau wie ihre heutigen Nachfolger die Gefahr in der historischen Bedeutung der Amerikanischen Revolution von 1776, die in der naturrechtlich begründeten Verfassung das Prinzip des „Gemeinwohls“ und der unveräußerlichen Rechte aller Menschen auf Entwicklung an die oberste Stelle setzte und damit ein leuchtendes Beispiel für alle Nationen weltweit schuf. Die Rückkehr zu diesem Prinzip in den USA und seine weltweite Verwirklichung stehen heute auf der Tagesordnung.





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