Madeleine Fellauer zur Landtagswahl Baden-Württemberg: Die menschliche Seele erheben!
19. Februar 2016 • 14:10 Uhr

Madeleine Fellauer tritt im Wahlkreis Stuttgart 4 als Kandidatin der Bürgerrechtsbewegung Solidarität zur Landtagswahl in Baden-Württemberg an. Hierzu veröffentlichte sie die folgende Erklärung.

Für die Sache der Menschheit eintreten:
Befreit die menschliche Seele von der oligarchischen Unterjochung

Steht man in Baden-Württemberg oder auch anderswo als politischer Aktivist mit einem Infostand vor Postämtern, in der Einkaufsstraße oder redet bei verschiedenen politischen Veranstaltungen mit Bürgern und Politikern, vertieft sich der Eindruck, daß der einzige langfristige Weg aus der Menschheitskrise eine kulturelle und wissenschaftliche Renaissance ist, durch welche die Menschen ihre Seele wiederfinden müssen.

Ich kandidiere für die Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo), weil die BüSo als einzige Partei Deutschlands und zusammen mit der internationalen Bewegung von Lyndon LaRouche und seinem Aktionskomitee in den USA die einzige Organisation ist, die genau diese langfristigen Lösungen für die Zukunft seit Jahrzehnten vertritt.

Alle anderen Parteien und Organisationen versuchen lediglich, über pragmatische Lösungen Teilbereiche innerhalb des gescheiterten Systems zu verändern. Pragmatismus hat aber sehr wenig mit der menschlichen Natur zu tun. Die menschliche Natur ist es, kreativ zu sein und willentlich (durch den freien Willen, den nur wir Menschen haben) Veränderungen zu erzeugen, die dem Wohle der ganzen Menschheit dienen. Nur Veränderungen kreativer Natur werden das Schicksal der Menschheit in eine positive Richtung verändern.

Aber genau diese, eigentlich natürliche Fähigkeit des menschlichen Geistes, kreative Durchbrüche zu machen, ist den meisten Zeitgenossen unglücklicher Weise abhanden gekommen. Leider ist es so, daß dies genau die Absicht der Imperialkräfte ist. Die Absicht einer imperialen Kultur ist es, Menschen nicht durch eiserne, sondern vor allem durch mentale Ketten zu versklaven und gleichgültige seelenlose Hüllen zu schaffen, die 100% davon überzeugt sind, daß am Lauf der Geschehnisse nichts verändert werden kann.

Theodor Adorno schreibt in „Über populäre Musik“ mehr oder weniger deutlich, daß Popmusik den Effekt haben muß, daß die Menschen abstumpfen, weil sie durch den Konsum dieser Musik gezwungen werden, jegliche Verbindung zu ihrem Umfeld zu verlieren. Den Menschen wird das eigenständige Denken abtrainiert, sie schwelgen im Hier und Jetzt, es gibt keine Vergangenheit und - schlimmer noch - keine Zukunft.

Der amerikanische Politiker und Wissenschaftler Lyndon LaRouche charakterisiert diesen Zustand als ein Gefangensein in der Sinnesgewißheit. Das ist ziemlich unmenschlich, weil jeglicher Fortschritt, den der Mensch als Gattung erreicht hat, dadurch zu Stande kam, daß sich Individuen von der Sinnesgewißheit abgewandt und der eigentlichen Funktion der menschlichen Seele zugewandt haben.

Nikolaus von Kues beschreibt dies in seiner Schrift De Docta Ignorantia als einen Sprung über eine Mauer: Hinter dieser Mauer liegt die unbekannte Entdeckung. In diesem Sinne ist insbesondere die transatlantische Gesellschaft von Mauern umgeben, die es den Bevölkerungen scheinbar unmöglich machen, die Geschehnisse auf der Welt kompetent einzuordnen, „unter einen Hut zu bringen“, geschweige denn, eine Perspektive für die Zukunft auf die Beine zu stellen.

Viele Bürger können sich zum Beispiel nicht vorstellen, daß es in den BRICS-Nationen Staatsoberhäupter gibt, die sich tatsächlich um ihre Bevölkerung bemühen. Die Menschen sind an die schlechte Politik in Europa und den USA gewöhnt, das ist ihre lebenslange Erfahrung. Im Bereich der persönlichen Erfahrung der meisten Mitmenschen gibt es nichts Positives. Diese Erfahrung wird in die Zukunft projiziert und auf die ganze Welt übertragen - sie glauben, die BRICS seien genauso ausgerichtet wie unsere Politiker. Dieses Paradox zwischen der Lage in der transatlantischen Welt auf der einen Seite und dem kommenden „asiatischen Jahrhundert“ auf der anderen können Bürger in Deutschland nur schwer erkennen und überwinden.

Friedrich Schiller schreibt in Über das Erhabene, daß der Mensch in seinem Leben von zwei Genien der Natur begleitet wird: Zum einem ist es das Gefühl des Schönen, zum anderen das Gefühl des Erhabenen. Zwar stelle das Schöne einen Ausdruck von Freiheit dar, aber nicht jener Freiheit, die den Menschen über die Natur erhebe. Freiheit durch Schönheit empfinde der Mensch, wenn die sinnlichen Triebe mit der Vernunft harmonieren, Freiheit im Sinne des Erhabenen, weil sinnliche Triebe keinen Einfluß auf die Gesetzgebung des Geistes haben; der menschliche Geist handle in diesem Fall, als ob er ausschließlich unter dem Einfluß seiner eigenen Gesetze stünde.

Friedrich Schiller schreibt weiter über das Erhabene: „Das Gefühl des Erhabenen ist ein gemischtes Gefühl. Es ist eine Zusammensetzung von Wehsein, das sich in seinem höchsten Grad als ein Schauer äußert, und vom Frohsein, das bis zum Entzücken steigen kann und, ob es gleich nicht eigentlich Lust ist, von seinen Seelen aller Lust doch weit vorgezogen wird. Diese Verbindung zweier widersprechender Empfindungen in einem einzigen Gefühl beweist unsere moralische Selbständigkeit auf eine unwiderlegliche Weise. Denn es ist absolut unmöglich, daß der nämliche Gegenstand in zwei entgegengesetzten Verhältnissen zu uns stehe, so folgt daraus, daß wir selbst in zwei verschiedenen Verhältnissen zu dem Gegenstand stehen, daß folglich zwei entgegengesetzte Naturen in uns vereinigt sein müssen, welche bei Vorstellung desselben auf ganz entgegengesetzte Art interessiert sind. Wir erfahren also durch das Gefühl des Erhabenen, daß sich der Zustand unseres Geistes nicht notwendig nach dem Zustand der Sinne richtet, daß die Gesetze der Natur nicht notwendig die unsrigen sind, und daß wir ein selbständiges Principium in uns haben, welches von allen sinnlichen Erfahrungen unabhängig ist.“

Diese Vorstellungskraft als Grundeigenschaft des menschlichen Geistes, ohne die es keine Zukunft geben kann, ist in unserer Gesellschaft fast vollkommen in der Versenkung verschwunden.

Die oben angesprochenen, kreativen Durchbrüche, die die Gesellschaften als solches zu immer weiterer Verbesserung treiben, erfordern aber die von Schiller beschriebene Vorstellungskraft, oder besser gesagt, die natürliche Funktion des menschlichen Geistes - unabhängig von den Sinnen. Die Unabhängigkeit von den Sinnen ist die Grundlage für jede ernst gemeinte Wissenschaft. Jeder Leser kann mal versuchen, folgende Tatsache zu beweisen: Die Erde dreht sich um die Sonne. Die Sinne sagen mir, das es anders herum ist, denn ich sehe jeden Tag, wie die Sonne um die Erde kreist.

Das Wissen um die Funktionsweise des eigenen Geistes gibt den Menschen auch die nötige Portion des Optimismus, die wir brauchen, um uns mit China, Rußland und den anderen BRICS-Nationen die Hände zu reichen und eine neue Ära der Menschheit zum Vorteil aller einzuläuten. Es gibt eigentlich keinen ersichtlichen Grund, daß die Menschheit in Finanzkollaps und Weltkrieg untergehen muß.

Die Kraft, die in der menschlichen Seele oder dem Geist steckt, kann durch die Fähigkeit, wissenschaftliche Prinzipien zu verstehen, die Erde und das Universum revolutionieren. Genau darin sieht die Oligarchie die größte Gefahr: Menschen handeln mit „gesundem Menschenverstand“ und streifen das oligarchische System als eine Kinderkrankheit der Vergangenheit ab. Aus diesem Grund ist das oberste Ziel der Oligarchie ein Großangriff auf den menschlichen Geist.

Deshalb ist ein besonders wichtiger Bestandteil unserer Wahlkampagne in Baden-Württemberg die Arbeit an der Wiederbelebung unserer klassischen Kultur, besonders der Musik. An den Infoständen merken wir immer wieder die Wirkung von klassischem Gesang: Er berührt die Menschen in der Seele, im tiefsten Inneren, und spricht ihre natürliche Identität an. Das ist ein Beweis, daß die Natur der Seele stärker ist als alles, was das Imperium auffährt, um sie zu zerstören.

In den USA ist auf Initiative von Lyndon LaRouche in New York seit über einem Jahr die Idee eines „Manhattan-Projektes“ für eine klassische Renaissance erfolgreich in Gang gekommen, die breite Schichten der Bevölkerung dazu inspiriert, die brutalen Auswirkungen der Politik der Obama-Regierung nicht länger hinzunehmen. In Zusammenarbeit mit Aktivisten, professionellen Sängern und Instrumentalisten sowie der Stiftung zur Wiederbelebung der klassischen Kultur und nach zwei erfolgreichen Aufführungen von Händels Messias wächst dieser Chor kontinuierlich an und mittlerweile breitet sich das Manhattan-Projekt nach San Francisco, Houston und Boston aus.

Diese Art von kulturellem Optimismus, mit Schönheit die Identität und Würde der Menschen zu stärken und zu erheben, brauchen wir auch hier - und mit der großartigen Musiktradition Deutschlands ist dies absolut möglich. Ein Chorprojekt, an dem gegenwärtig in verschiedenen Büros und mit Freunden in anderen Ländern gearbeitet wird, ist die Krönungsmesse von Mozart. Sie sind herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen!

Deshalb: geben Sie am 13. März den Kandidaten der BüSo Ihre Stimme, und werden Sie ein aktiver Teil der Mobilisierung für die Zukunft. Erich Kästner sagte: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“