Chinesische Intellektuellenzeitschrift führt Interview mit Helga Zepp-LaRouche
1. Juli 2016 • 16:00 Uhr

Die chinesische Tageszeitung Guangming (Aufklärung), die traditionell ein Forum für Diskussionen und Debatten unter den Intellektuellen in China ist, veröffentlichte am 26. Juni einen Artikel über ein Interview, das sie anläßlich des 95. Jahrestages der Gründung der Kommunistischen Partei Chinas (KPC) mit Helga Zepp-LaRouche geführt hatte. Das Ereignis findet dieser Tage in den chinesischen Medien große Aufmerksamkeit. Zepp-LaRouche wird vorgestellt als Gründerin des Schiller-Instituts und aufmerksame Beobachterin Chinas, das sie oft bereist hat. Sie berichtet über ihren Besuch in China auf dem Höhepunkt der Kulturrevolution 1971, und die „enorme Transformation“ des Landes seit jener Zeit unter der Führung der KPC, die 600 Millionen Menschen aus der Armut geführt habe.

„Gewisse Kreise im Westen kritisieren China als Ein-Parteien-System“, sagte Zepp-LaRouche, „aber meiner Ansicht nach war China genau deshalb so erfolgreich. Die westlichen Nationen oder andere asiatische Nationen mit einem parlamentarischen Mehrparteiensystem haben enorme Probleme, weil oft engstirnige ,Parteiinteressen’ die Fähigkeit blockieren, gemeinsame Interessen zu verwirklichen, was es für Finanzinteressen oder Lobbygruppen einfach macht, die Lage zu manipulieren.“

Sie hob die besondere Bedeutung der Neuen Seidenstraße („Straße und Gürtel“) für die Region und die ganze Welt hervor. Dies sei eine Beziehung zwischen China und Europa, wie sie schon Gottfried Wilhelm Leibniz im 17. Jahrhundert schaffen wollte. Auf diese Weise realisiere China den „chinesischen Traum“ einer Wiedergeburt der chinesischen Nation und mache daraus einen „globalen Traum“.

Sie lobte Präsident Xi Jinpings Strategie, die Wissenschaft zur Grundlage des „Volkswohls“ zu machen und durch neue Durchbrüche in so wichtigen Bereichen wie der „Struktur der Materie, der Evolution des Universums, dem Ursprung des Lebens und der Natur des Bewußtseins“ (Xi) die Grenzen der Wissenschaft immer mehr zu erweitern. Mit Durchbrüchen in diesen Bereichen werde China „ein neues Paradigma des Denkens und eine neue Ära in der Geschichte der Menschheit“ definieren.