Chinas „Manhattan-Projekt“ für Wissenschaftskooperation mit den Seidenstraßenländern
5. Oktober 2016 • 12:13 Uhr

Chinas Regierung hat einen Sonderplan zur Verbesserung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit den Nationen entlang der Seidenstraße vorgelegt. Daran sind das Wissenschafts- und Technologieministerium, die Nationale Reform- und Entwicklungskommission, das Handelsministerium und das Außenministerium beteiligt. China will demnach in den nächsten drei bis fünf Jahren mehr als 150.000 Wissenschaftler und Techniker aus den Seidenstraßenländern für Austausch- und Trainingsprogramme einladen und über 5000 Jugendliche, die sich durch besonderes wissenschaftliches Talent auszeichnen.

Das Ziel ist , Schlüsselbereiche der Entwicklung der Seidenstraßenländer zu unterstützen, dafür konkrete Resultate zu entwickeln, die Forschungszusammenarbeit zu verstärken und „Enthusiasmus und Kreativität zu stimulieren“.

China plant mit den Seidenstraßenländern Kooperationsmemoranden für die Errichtung gemeinsamer Forschungs- und Technologietransferzentren, die Förderung der Begeisterung für Wissenschaft durch besondere Einrichtungen und eine internationale Plattform für Innovationszusammenarbeit. Außerdem sollen Firmen entlang der Seidenstraße bei der Errichtung eigener Forschungs-und Entwicklungszentren unterstützt werden, die Beiträge zur praktischen Umsetzung der Seidenstraßen-Ziele leisten.

Die Zusammenarbeit umfasst die Bereiche Landwirtschaft, Energie, Transport, Information und Kommunikation, Ressourcen, Umwelt, Meeresprobleme, fortschrittliche Produktionsmethoden, neue Werkstoffe, Luftfahrt, Medizin und Gesundheit, Katastrophenprävention und weitere Schlüsselbereiche einer auf die Zukunft ausgerichteten Politik.

In dieser Richtung liegt auch Deutschlands Zukunft: beteiligen wir uns jetzt, statt uns weiter von grünen Technologiefeinden und Finanzspekulanten das Wasser abgraben zu lassen!