Obamas Aufschwung – eine Schimäre
9. Dezember 2016 • 13:56 Uhr

Das US-Umfrageinstitut Gallup und der US Council on Competitiveness (USCC) haben eine gemeinsame Studie herausgebracht, die den Titel trägt „Kein Aufschwung: Eine Analyse des amerikanischen Langzeit-Produktivitätsrückgangs“. Die Zeitung USA Today wählte für ihre Berichterstattung die Überschrift: „Vielleicht war der Obama-Aufschwung unterm Strich gar kein Aufschwung“.

Wie der Bericht darstellt, betrug das extrem magere Pro-Kopf-BIP-Wachstum der letzten 15 Jahre jährlich berechnet gerade mal 1% und halbierte sich seit dem Finanzkrach von 2008. Zusätzlich stieg im letzten Jahrzehnt von 2005-2015 die sog. „Multifaktor-Produktivität“ nur um 0,4% jährlich. Dieser Maßstab, der die Auswirkungen zusätzlicher Einstellungen und Kapitalinvestitionen betrachtet, erlaubt auch eine zumindest grobe Einschätzung des Effekts von Erfindungen und technologischem Fortschritt. Betrug dieser Faktor während der Amtszeit von Franklin D. Roosevelt zu John F. Kennedy jährlich zwischen 3-3.5%, waren es 0,4% während der Obama-Administration (und mehrerer Jahre unter Präsident George W. Bush).

Da die US-Exporte als Anteil des BIP zwischen 2007 auf 2015 unter Bedingungen der Verlangsamung der Weltwirtschaft sogar leicht anstiegen (von 11,5% auf 12,6%), resultierte der wirkliche Rückgang also vor allem aus der sinkenden Binnennachfrage, der Abnahme privater Investitionen ebenso wie von Kapitalinvestitionen der Firmen.

Im Bericht wird der Yale Ökonom und Autor Robert Gordon mit den Worten zitiert, die Qualität der Erfindungen und Neuerungen sei gefallen. Seit 1970 seien Fortschritte vor allem auf einen sehr engen Bereich menschlicher Aktivität gerichtet worden, wie den Unterhaltungssektor, Kommunikation und das Sammeln und Verarbeiten von Daten. „Für den Rest dessen, was für Menschen wichtig ist – Nahrungsmittel, Bekleidung, Wohnraum, Transport, Gesundheit und Arbeitsbedingungen (zuhaus und bei der Arbeit) hat sich der Fortschritt seit 1970 verlangsamt.“ Daher, so die Einleitung, gebe es ein weitverbreitetes Gefühle, daß die Wirtschaft nicht funktioniert“. Das werde durch die Gallup-Umfragedaten und viele Medienberichte bestätigt.

Das US-Zentrum für Nationale Gesundheitsstatistiken veröffentlichte eine noch düsterere Studie, wonach die Lebenserwartung in der gesamten amerikanischen Bevölkerung fällt, während die Sterblichkeit bei fast allen verbreiteten Krankheiten steigt, ebenso wie die Kindersterblichkeit.

Diese Erkenntnisse sind dem überwiegenden Teil der US-Bevölkerung, also allen, deren Lebensschwerpunkt sich außerhalb der Finanzblase der Wall Street und ihren Schreiberlingen befindet, seit langem klar. Wenn die USA aus dieser Abwärtsdynamik herauskommen wollen, muß die neue Trump-Administration die „Vier Gesetze“ von Lyndon LaRouche einführen: Glass-Steagall-Bankentrennung; produktive Kreditschöpfung durch eine Nationalbank; Investitionen in große Infrastrukturprojekte und Hochtechnologie, einschliesslich der Kooperation mit Chinas „Neuer Seidenstraße“ und die Ankurbelung des „Wissenschaftsmotors“ menschlicher Kreativität, vor allem in der Kernfusionswirtschaft und Raumfahrt. Für dieses Programm mobilisiert LaRouche PAC (LPAC) jetzt in den ganzen USA und im US-Kongress.