Neue Seidenstraße und Eurasische Wirtschaftsunion: Synergie statt Konflikte
13. Dezember 2016 • 13:58 Uhr

Das Shanghaier Institut für Internationale Studien (SIIS) und das Forschungsinstitut für den Dialog der Kulturen (DOC) veranstalteten am 8.12. in Shanghai ein Seminar über den Ausbau von Wirtschaft und Infrastruktur in Eurasien. Der DOC-Webseite zufolge war eines der Hauptthemen die Umsetzung von Infrastruktur-Großprojekten im Rahmen der Eurasischen Wirtschaftsunion und der Neuen Seidenstraße.

Der Mitgründer des DOC und langjährige russische Eisenbahnchef Dr. Wladimir Jakunin verglich zwei verschiedene Vorstellungen von Globalisierung: das heutige neoliberale Paradigma von „globaler Governance, wie IWF, Federal Reserve und sogar die UN“ und das andere, das von Chinas zunehmendem Engagement in der Weltwirtschaft durch Infrastruktur- und Wirtschaftsaufbau in Verbindung mit der Neuen Seidenstraße geprägt sei. Mit diesem zweiten Paradigma sei das erstere „erloschen“. Jakunin verwies auf den kooperativen Ansatz der Seidenstraße und der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) und sagte, diese Zusammenarbeit könnte den Weg zur erfolgreichen Synergie weisen, statt zu Konflikten.

Li Xin vom SIIS, der im Aufsichtsrat des DOC sitzt, sagte, Chinas Initiativen sollten „sicherstellen, daß wir nicht in die statische Falle tappen, sich übermäßig von einem herkömmlichen Verständnis von Interessensphären“, sprich von Geopolitik, abhängig zu machen.