Investition in die Zukunt: China steigert als einziges Land die Finanzierung der Fusionsforschung
13. Dezember 2016 • 14:17 Uhr

China schreitet auch bei der Kernfusion voran: Chinesische Forscher experimentieren mit dem EAST-Reaktor (Experimental Advanced Superconducting Tokamak) in Hefei. EAST stellte kürzlich einen Weltrekord mit einem extrem dichten Wasserstoffplasma auf, das 102 Sekunden lang hielt. Dies sei ein „Meilenstein“, sagte der Vizedirektor von EAST, Prof. Luo Guangnan, am 8.12. der South China Morning Post, und ein „Vertrauensschub für die Menschheit, sich Energie aus Fusion nutzbar zu machen“.

Die chinesischen Wissenschaftler sind nun überzeugt, daß die Voraussetzungen dafür vorhanden sind, als nächsten Schritt den Testreaktor CFETR (Chinese Fusion Engineering Test Reactor) zu bauen, der 2025 ans Netz gehen soll. China erhöht als einziges Land seine Finanzierung, auch die Gelder für Fusionsforschung in Europa und den USA schrumpfen. An den chinesischen Experimenten sind über hundert ausländische Fusionsexperten beteiligt, die in ihren Heimatländern praktisch arbeitslos sind. Der Pionier der chinesischen Fusionsforschung, Dr. Wan Yuanxi, sagte im November bei einer internationalen Fusionskonferenz: „Wir hoffen, daß der Vorschlag für den Bau des CFETR von der Regierung innerhalb der nächsten fünf Jahre genehmigt werden kann.“ Er soll 2030 den Regelbetrieb aufnehmen und zunächst 200 MW Strom liefern. Dies soll im Lauf des folgenden Jahrzehnts auf etwa 1 GW gesteigert werden.

Das vierte von Lyndon LaRouches „Vier elementaren Gesetzen“ für einen Wirtschaftsaufschwung besagt, daß jedes Land einen „Wissenschaftsmotor“ braucht, in der heutigen Zeit vor allem Kernfusion und Raumfahrt. In beiden Bereichen macht China bemerkenswerte Forschritte, obwohl es mit einem gewaltigen Rückstand zu den westlichen Ländern angefangen hat.