Früherer britischer Botschafter in Syrien greift Amnesty International an
16. Februar 2017 • 19:16 Uhr

Der frühere britische Botschafter in Syrien (2003-2006), Peter Ford, griff in einem Interview mit Sputnik am 15.2. Amnesty International wegen ihrer Behauptung über angebliche Massenexekutionen syrischer Gefangener scharf an. Ford sagte, die Behauptungen hielten keiner Überprüfung stand; außerdem müsse man sich fragen, warum Amnesty diesen Bericht am 7. Februar veröffentlicht habe, also gerade zwei Monate, nachdem den syrischen Streitkräfte Aleppo befreiten. Es handele sich um anonyme Zeugenaussagen und die Behauptung, in dem Gefängnis Saydhaya außerhalb von Damaskus seien 10-20.000 Gefangene auf einmal untergebracht gewesen, könne größenmässig nicht zutreffen.

Ford erinnerte daran, daß diese Anschuldigungen von derselben Organisation kämen, die während der irakischen Invasion in Kuwait 1990 „sensationelle“ Anschuldigungen verbreitete, wonach irakische Soldaten Brutkästen für Babies aus Kuwait gestohlen und die Kinder dazu verdammt hätten, auf dem Boden zu sterben. „Das war eine totale Erfindung … sie benutzten es, um den Irakkrieg zu rechtfertigen.“

In Wirklichkeit, so der frühere Botschafter, sei Amnesty International die „Speerspitze des liberalen Interventionismus…Sie sind Teil des liberalen Establishments der Elite geworden. … Das ist die neue Methode, die ‚Bürde des Weißen Mannes zu tragen`- man zieht um die Welt und stürzt die Regierungen, die man wegen Menschenrechtsverstößen anklagt.“

(„Die Bürde des Weissen Mannes tragen“ – geflügeltes Wort für Kolonialismus)