China will Kooperation mit Mittelstand verstärken
6. Juni 2017 • 12:33 Uhr

Die Kooperation zwischen China und europäischen Ländern auf bilateraler Ebene sowie zwischen nationalen Industriebranchen macht Fortschritte – trotz der EU-Sabotagehaltung beim letzten EU-China-Gipfel in Brüssel.

So sagte Chinas Ministerpräsident Li Keqiang beim China-Deutschland-Forum in Berlin am 1.6. zu, die Zusammenarbeit zwischen mittelständischen Unternehmen in beiden Ländern zu fördern. Seine Regierung wolle auch den Schutz geistigen Eigentums stärken. Li sagte, Deutschland habe etwa 1300 „Hidden Champions“ - heimliche Weltmarktführer -, und in China gebe es Hunderttausende mittelständische Technologiebetriebe. Seine Regierung wolle mit Berlin einen staatlichen Mechanismus für die Zusammenarbeit des Mittelstands einrichten und „die Kooperation von vernetzter und gruppierter Innovation fördern“, zitiert ihn Xinhua.

Der Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften, Dieter Spath, sagte gegenüber Xinhua, er hoffe, daß Industriebetriebe beider Länder künftig kooperierten statt konkurrieren und so gemeinsam die industrielle Produktionskette verbessern können.

In Spanien eröffnete Handelsministerin Marisa Poncela am 1.6. ein Forum über „Geschäftsmöglichkeiten für spanische Unternehmen im Rahmen der Gürtel- und Straßen-Initiative“, das vom Unternehmerverband CEOE und der chinesischen Handelskammer veranstaltet wurde. Sie betonte, für die Initiative ständen „alle Werkzeuge des Handelsministeriums“ zur Verfügung. Laut CEOE-Vizechef Juan Pablo Lazaro begrüßten die spanischen Unternehmen die Initiative mit großem Interesse, weil sie „eine große Chance für die Integration asiatischer Märkte biete“.