G20-Gipfel - neues Paradigma für Entwicklung statt Empire!
3. Juli 2017 • 10:44 Uhr

Das eigentliche Highlight des G20-Gipfels am 7.-8. Juli in Hamburg wird das erste Zusammentreffen der Präsidenten Trump und Putin sein. Wenn es Trump gelingt, trotz der anhaltenden Russiagate/Fake News-Kampagne, ein gutes Verhältnis zu Putin aufzubauen, wie es ihm mit dem chinesischen Presidenten Xi Jinping gelungen ist, würde die Allianz zwischen den USA, Russland und China eine neue Ära der Kooperation einleiten.

Die Entwicklung Afrikas sollte beim G20-Treffen ein Hauptthema sein, doch die deutsche Agenda "Compact für Afrika", vom IWF und der Weltbank entworfen, bleibt im alten Paradigma der privaten Investitionen, Krediten mit kurzen Laufzeiten und hohen Zinsraten verhaftet. Dieser falsche Ansatz, den der Westen schon seit vielen Jahrzehnten verfolgt, ist der Grund dafür, das Afrika immer noch nicht im großen Stil industrialisiert ist.

Aber inzwischen ist in Afrika der Optimismus über eine bessere Zukunft ausgebrochen. Wie der jüngste Zeit-Artikel "Chinas neuer Kontinent" und die umfangreiche Studie von McKinsey&Company "Dance of the lions and dragons" zeigen, sind die alten Vorurteile, daß China nur an Rohstoffen interessiert sei und eigene Arbeiter mitbrächte, nicht mehr haltbar.

Ganz im Gegenteil: während die Investitionen der USA in Afrika zu 66% in rohstoffreiche Länder gehen, investiert China am meisten in Äthiopien, ein rohstoffarmes Land. 89% der Beschäftigten in den untersuchten chinesischen Firmen in Afrika sind Afrikaner, was auf die ca. 10.000 chinesischen Firmen in Afrika hochgerechnet bedeutet, daß mehrere Millionen Afrikaner in chinesischen Firmen Arbeit gefunden haben. 70% der Afrikaner begrüßen das chinesische Engagement.

Siehe dazu auch: Konferenz des Schiller-Instituts am 24.6.2017 in Berlin