Deutsche Bevölkerung will keine antirussische Hetze
22. August 2017 • 11:07 Uhr

In den Wochen vor der Bundestagswahl am 24.9. verurteilen die etablierten Medien in Deutschland in vorauseilendem Gehorsam sogar die vorsichtigsten Vorstöße einiger weniger Politiker, die die Propaganda gegen den russischen Präsidenten Putin in Frage stellen und eine Verbesserung der Beziehungen fordern. In vorauseilendem Gehorsam attackieren dieselben Medien mit wütenden Ausfällen Präsident Trump, der die Verbesserung des Verhältnisses zwischen den USA und Rußland ganz oben auf seine Tagesordnung gesetzt hat.

Besonders stark angegriffen wird der ehemalige SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder, für die Übernahme eines Postens als Aufsichtsratsmitglied beim russischen Unternehmen Rosneft. Auf die massiven Angriffe antwortete er am 18.8.: „Es ist eine politische Kampagne zugunsten von Frau Merkel. Man will ihr über die Diffamierung meiner Person helfen.“ Die Rolle des russischen Staates bei Rosneft werde bewußt übertrieben, schließlich seien auch Glencore, BP und Staatsfonds u.a. aus Katar Aktionäre. Einer dieser „Übertreiber” ist der Außenpolitische Sprecher der CDU, Norbert Röttgen, der Rosneft als „integralen Bestandteil des Putin-Systems“ bezeichnete.

Doch die Propaganda der Medien und des politischen Establishments hat offenbar nicht die gewünschte Wirkung auf die deutsche Bevölkerung. Umfrage zufolge wünscht eine Mehrheit der Deutschen eine Deeskalation gegenüber Rußland. Tatsächlich ist sogar einer der am schnellsten aufsteigenden Politiker, wie Bloomberg News anmerkte, der Vorsitzende der liberalen FDP, Christian Lindner, der am 5.8. einen Kurs der Kooperation mit Rußland (und implizit mit Trumps USA) vorschlug, indem man sich vorläufig damit abfinden solle, daß die Krim Teil Rußlands wurde. Eine Umfrage in Welt 24 vom 9.8. ergab, daß immerhin 44,4% der Befragten Lindner zustimmten, während 43,2% nicht zustimmten (siehe: https://www.bloomberg.com/view/articles/2017-08-09/don-t-expect-anti-rus...).