BüSo-Direktkandidat Stephan Hochstein: Sachsen als Schnittstelle zur Neuen Seidenstraße
6. September 2017 • 12:05 Uhr

Stephan Hochstein kandidiert im sächsischen Wahlkreis Chemnitz (WK 162) für die BüSo zum Bundestag.

Sachsen als Schnittstelle zur Neuen Seidenstraße

Liebe Wähler,

ich kandidiere dieses Jahr für die BüSo, weil die Welt vor großen Gefahren steht, und wir zur Abwehr dieser Gefahren endlich kompetente Lösungen brauchen.

Einerseits kann die über die letzten Jahre zugespitzte Geopolitik jederzeit zu einem Weltkrieg führen. In den USA sehen wir gerade den Versuch, ähnlich wie 2013 auf dem Maidan in der Ukraine, wie ein Coup gegen den gewählten Präsidenten inkl. bürgerkriegsähnlicher Zustände angefacht wird.

Zusätzlich steigt die Zahl der Warnungen vor einer schlimmeren Finanzkrise als 2008. Das Ausmaß der Schulden und Spekulationen im Finanzsektor hat sich in den letzten neun Jahren massiv vergrößert, vor allem durch den politischen Einfluß der Großbanken Londons und New Yorks.

Ebenfalls droht uns durch die Sanktionen, die Energiewende und den Dieselskandal die Abwanderung und Zerstörung der deutschen Industrie.

Viel zu lange haben wir uns schon hier zu Lande mit der Abwehrhaltung „Wir schaffen das” selbst belogen.

Es wird Zeit für eine notwendige Veränderung: nicht nur in der Politik, sondern in der gesamten Gesellschaft. Deutschland und Eurasien brauchen nun dringend eine Zukunft in Frieden und wirtschaftlicher Zusammenarbeit.

Um das Dilemma zu verstehen, in dem wir uns befinden, müssen wir in die lange Geschichte Europas eintauchen und verstehen, welche Strukturen unsere Geisteshaltung so lange manipuliert haben.

Schon sehr lange wird Eurasien von geopolitischen und finanziellen Zwängen im Zaum gehalten. Bereits im alten Griechenland eröffnete sich die Schachpartie imperialer Großmachtansprüche, die wir heute in ähnlicher Form im Nahen Osten oder an der Grenze zu Rußland sehen. Damals fand vor und während des Peloponnesischen Krieges die große Auseinandersetzung von Persern, Spartanern und Tyrannen statt. Zur selben Zeit aber wurde dort auch zum ersten Mal die Saat für die Entstehung moderner Republiken gelegt.

Platon zeigte uns in seinem Werk „Der Staat“ einerseits das Dilemma der tyrannischen, selbstzerstörerischen Individuen und Herrscher, er zeigte uns aber auch gleichzeitig einen Ausweg in der Ausbildung unserer wahren menschlichen Fähigkeiten. Wir als Menschen und als Staatsbürger müssen uns nicht fremdbestimmen lassen, sondern können dank unserer schöpferischen geistigen Fähigkeiten die wahren Eigenschaften der Naturgesetze verstehen und die zugrundeliegenden Ursachen unserer Umwelt erkennen. Wir können die großen Geschicke des Universums verstehen, und wir können im Einklang damit unsere Zukunft selbst bestimmen.

Die imperiale Doktrin jedoch, die uns momentan durch die Politik mit Regimewechseln, Sanktionen oder Wirtschaftskriegen jeden Tag aufs Neue vorgeführt wird, glaubt nicht an die Selbstbestimmung des Individuums. In den Augen der imperialen Eliten aus Washington, Brüssel und der City of London gehören Krieg, Zerstörung und Manipulation zum Tagesgeschäft. Hier werden die Weichen gestellt für die drohende Zerstörung der Menschheit. Dies zeigt sich in der politisch motivierten mutwilligen Ablehnung von Entwicklung, der Erschließung und Schöpfung neuer Rohstoffe, der Verbesserung des Lebensstandards oder der Förderung der geistigen Entfaltung des Individuums.

Auch das Potential der Neuen Seidenstraße und die Entfaltung souveräner Republiken in Kooperation mit der wirtschaftlichen Zusammenarbeit der BRICS wird an allen Ecken sabotiert.

Ich kandidiere, weil hier in Sachsen und in Chemnitz durch wirtschaftliche Kooperation mit Rußland und China ein wichtiger Grundstein für friedliche Zusammenarbeit gelegt werden kann. Chemnitz galt früher als Manchester Sachsens und als Zentrum des deutschen Werkzeugmaschinenbaus. Hier liegt der Kern für die Kooperation mit der Neuen Seidenstraße.

Die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit zwischen Rußland und Sachsen hat eine lange Tradition. Hier haben sich Leibniz und Peter der Große getroffen und die gemeinsamen Pläne für den Bau einer Akademie der Wissenschaft diskutiert. In der Bergakademie Freiberg fand der wissenschaftliche Austausch mit russischen Gelehrten statt. In Chemnitz baute Hartmann eine der ersten Eisenbahnen für Luhansk. Auch in den 20er Jahren, in der Zeit großer Spannungen zwischen Ost und West, lieferten viele Chemnitzer Werkzeugmaschinenbauer wichtige Maschinen an die damalige Sowjetunion. Chemnitzer Unternehmen spezialisierten sich im Laufe der Zeit auf die prozeßgesteuerte Serienproduktion und den weltweiten Export wichtiger Werkzeugmaschinen für den Anlagenbau, die Landwirtschaft und die Industrie. Gerade wegen diesen bis heute noch vorhandenen Kapazitäten kann Chemnitz eine Schlüsselrolle auf der Neuen Seidenstraße spielen.

Seit Chinas großem Seidenstraßengipfel im Mai 2017 hat sich der Dialog vieler osteuropäischer Staaten mit der Neuen Seidenstraße vertieft. Sachsen und Chemnitz können eine wichtige Schnittstelle bilden für einen technologischen wissenschaftlichen Dialog Ost-West auf der Neuen Seidenstraße. Diese Chance muß genutzt werden.
Auf dieser Basis können wir die Sanktionsspirale unterbinden, die zunehmend gespaltenen Länder Europas auf einem echten Fundament zusammenführen, die Industrieproduktion Deutschlands wieder erhöhen und vor allem unserer Jugend wieder eine vernünftige Zukunft geben. Viele Flüchtlinge, die wir in letzter Zeit aufgenommen haben, können wir anlernen und ausbilden, damit Sie in ihrer Heimat, sobald die Konflikte gelöst sind, in die Wiederaufbaupolitik einbezogen werden können. Schon jetzt zeigt sich, daß durch Chinas und Rußlands Wirken in vielen Regionen Afrikas, im Nahen Osten und Asiens wirtschaftliche Stabilität entsteht. Hierbei muß Deutschland nach der Bundestagswahl eine wichtige Rolle spielen.

Stephan Hochstein, Ihr Direktkandidat im Wahlkreis Chemnitz