Glass-Steagall Trennbankensystem Jetzt!

Worum geht es?

Durch das von US-Präsident Franklin D. Roosevelt unterzeichnete Bankengesetz von 1933, meist Glass-Steagall-Gesetz genannt, konnte die US-Regierung damals die wucherische Macht der Wall Street-Banken zerschlagen und eine stabile Grundlage für eine souveräne Wirtschaftspolitik legen. Erst dann war es möglich, den Wiederaufbau der durch die Große Depression zerüttete Gesellschaft in Gang zu setzen. Das Gesetz teilte die Geschäftsbanken (Spareinlagen, usw.) von dem Investmentbereich ab, um so die traditionellen und produktiven Bankenfunktionen u.a. vor Spekulation zu schützen.

Heute ist diese Maßnahme der einzige Weg, das Gemeinwohl vor dem neuen Faschismuss der Finanzoligarchie zu retten!

Schäuble: ohne Hedgefonds bricht die Wirtschaft zusammen

http://bueso.de - (Berlin, 25.08.2013) Daß der deutsche Finanzminister nicht der Mann ist, der wie Präsident Franklin D. Roosevelt die Bevölkerung und das Gemeinwohl gegen eine mächtige Finanzelite schützen will, zeigte sich erneut am letzten Sonntag beim Tag der Offenen Tür in Berlin. Dort lehnte Minister Schäuble auf die Frage einer BüSo-Vertreterin Roosevelts Glass-Steagall-Trennbankensystem klar ab; die Zeiten seien heute ganz andere (einschließlich des damals fehlenden Fernsehens).

Überhaupt habe man ja in Deutschland das so gut funktionierende Universalbankensystem (Stichwort: ausgerechnet Deutsche Bank mit ihren 72 Billionen $ an Derivatepositionen!). Für Herrn Schäuble ist die "Finanzindustrie" eine "große Wachstumsbranche" -- der Finanzplatz London leiste immerhin einen Beitrag zum britischen Bruttosozialprodukt von ungefähr 25%". Hedgefonds und Private Equity Fonds seien "große Investoren", die "die Wirtschaft antreiben und wenn die uns kein Geld geben, wenn die kein Geld investieren, dann geht die Wirtschaft kaputt."

Da muß man sich dann wirklich über nichts mehr wundern. Sehen Sie selbst.

Fortschritte

29. Januar 2011 •

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