Die Süddeutsche Zeitung macht heute darauf aufmerksam, daß in Deutschland durch die Schauergeschichten über kleine Vorfälle in den beiden norddeutschen Kernkraftwerken in Brunsbüttel und Krümmel Hysterie verbreitet wird. Beide Kernkraftwerke werden von dem schwedischen Energieversorger Vattenfall betrieben.
In Schweden jedoch, wo im Forsmark-Reaktor vor einem Jahr ein wirklicher Zwischenfall eintrat, war dieser gar nicht groß in den Nachrichten. Jüngste Umfrageergebnisse zeigen, daß 70% der Schweden die bestehenden Kernkraftwerke akzeptieren.
In Übereinstimmung mit dieser Stimmung hat der Premierminister vor ein paar Wochen angekündigt, daß Schweden bis zum Jahr 2020 seine Energieversorgung vollständig ohne den Verbrauch fossiler Energieträger gewährleisten will. Kernkraft liefert heute etwa die Hälfte des Stroms für Schweden, und die meisten Schweden wollen diesen Anteil beibehalten.