Algerien und Niger haben einen weiteren Durchbruch in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit erzielt. Am 23. März erfolgte der erste Spatenstich für ein neues 40-MW-Kraftwerk namens „Solidarity“ in der Nähe von Niamey, der Hauptstadt von Niger. Am 16. Februar war das Pipeline-Projekt Nigeria-Niger-Algerien nach einer langen Phase der Spannungen zwischen Niger, Algerien und Nigeria wiederaufgenommen worden, nachdem der nigrische Präsident Abdourahamane Tiani Algerien besucht hatte.
Die Zeremonie fand während einer hochrangigen Sitzung der Gemischten Kommission für Zusammenarbeit statt, an der der algerische Premierminister Sifi Ghrieb und der nigrische Premierminister Ali Mahaman Lamine Zeine teilnahmen. Beide Delegationen wurden von Nigers Präsident Abdourahamane Tiani empfangen.
Dabei wurden Vereinbarungen für eine umfassende wirtschaftliche, politische und sicherheitspolitische Zusammenarbeit getroffen, unter anderem in den Bereichen Energie und fossile Energieträger, Verkehr und Transit, Infrastruktur, Finanzen und Bankwesen sowie Kommunikation.
Die Delegationen vereinbarten zudem, den Bau der Transsahara-Autobahn, von Glasfaserverbindungen und der Transsahara-Gaspipeline zu beschleunigen. Im Sicherheitsbereich soll die Koordination bei der Bekämpfung von Terrorismus, gewalttätigem Extremismus und grenzüberschreitender organisierter Kriminalität verbessert werden.
Es besteht die Hoffnung, dass diese neuen Vereinbarungen auch zu einer Verbesserung der Beziehungen zwischen Algerien, Burkina Faso und Mali beitragen werden, die mit Niger in der Dreistaaten-Konföderation, der Allianz der Sahelstaaten, verbündet sind. Dies könnte zu einer Wiederbelebung sahara-übergreifender wirtschaftlicher und politischer Initiativen führen.