Ein Leitartikel in der afghanischen Zeitung The Daily Outlook vom 13. Dezember unterstrich, daß „das Opium, das in den Dörfern des Landes produziert wird, seine Spur des Todes auf den Straßen Europas, Rußlands und des Irans fortsetzt“ und ein internationales Problem darstelle. Die Tageszeitung berichtete weiter, daß die Plage von Drogenproduktion und -handel die größte Hürde auf dem Weg zur Rechtstaatlichkeit und geordneten Staatsverhältnissen im Lande sei.
Ein Leitartikel in der afghanischen Zeitung The Daily Outlook vom 13. Dezember unterstrich, daß „das Opium, das in den Dörfern des Landes produziert wird, seine Spur des Todes auf den Straßen Europas, Rußlands und des Irans fortsetzt“ und ein internationales Problem darstelle. Die Tageszeitung berichtete weiter, daß die Plage von Drogenproduktion und -handel die größte Hürde auf dem Weg zur Rechtstaatlichkeit und geordneten Staatsverhältnissen im Lande sei.
Ohne den früheren UNODC-Chef Antonio Mario Costa beim Namen zu nennen, heißt es in dem Artikel weiter: „Es ist eine Ironie, daß während der gegenwärtigen globalen Finanzkrise, in der die großen Banken und Finanzhäuser in den westlichen Ländern das Kreditgeschäft zum Erliegen brachten, laut Aussagen eines hochrangigen Beamten des Büros für Drogen- und Kriminalitätsbekämpfung bei den Vereinten Nationen (UNODC), es afghanische Drogengelder in Verbindung mit kolumbianischen Kokainerlösen waren, die diese Banken und Finanzhäuser vor der Illiquidität retteten. Hunderte von Milliarden Dollar an Rauschgifterlösen, die ja größtenteils in Form von Bargeld vorliegen, stellten auf dem Höhepunkt der Krise, sobald sie eingezahlt wurden, die einzigen handelbaren und liquiden Vermögenswerte der Banken dar“.
In den Pressekonferenzen des Pentagon wurde immer wieder die Behauptung aufgestellt, daß die US-Truppen Mohnfelder vernichten würden. Der Artikel stellt dem gegenüber allerdings fest, daß „sich die westlichen Militärmächte bei der Zerstörung der Rauschgiftproduktion in den südlichen Landesteilen sehr zögerlich anstellen, weil sie meinen, eine Gegenreaktion der Bevölkerung befürchten zu müssen, die ihre Truppen und deren Aufgabe, die Taliban zu besiegen, gefährden könnte. … Der Erfolg bei der Eindämmung des wachsenden Handels war über die Jahre gering. Ein Grund war sicherlich diese von militärischen und Sicherheitsüberlegungen geprägte Haltung gegenüber der Vernichtung der Opiumproduktion in den südlichen Landesteilen“.