Bei einer ersten gemeinsamen russisch-amerikanischen Militäroperation in der östlichen Provinz Nangarhar in der Nähe der pakistanischen Grenze wurde fast eine Tonne Heroin vernichtet. Viktor Ivanov, der Chef des russischen Anti-Drogen-Ausschusses, gab dazu eine gemeinsame Pressekonferenz in Moskau mit Eric Rubin, dem stellvertretenden Missionschef der US-Botschaft. Die drei Monate lang geplante Operation zerstörte drei Heroin- und ein Morphiumlaboratorien.
So begrüßenswert diese Operation ist, zeigt sie zunächst jedoch nur das Potential eines konsequenten Vorgehens. Um alle Laboratorien und Lager in Afghanistan zu zerstören, wären solche Aktionen jeden Tag nötig. Das widerspricht der Politik des Weißen Hauses, während das Außenministerium genau solche Maßnahmen unterstützt. Nervös über die potentielle Bedrohung der britischen Interessen in der Region reagierte der BBC-Korrespondent in Moskau, Richard Galpin. Er malte das Gespenst einer "wachsenden Einmischung Rußlands in Afghanistan" an die Wand. In Wirklichkeit ist man in London wohl eher über mögliche Veränderungen in Washington besorgt, die den Weg zu der von LaRouche vorangetriebenen Vier-Mächte Allianz zwischen den USA, Rußland, China und Indien für ein neues Weltkreditsystem souveräner Nationen freimachen würden.