Der internationale, London-zentrierte Rauschgiftgeschäft, von Lyndon LaRouche als "Drogen Gmbh" ["Dope, Inc."] bezeichnet, hat Afghanistan zu einer einzigen Produktionsmaschine von Opium und Heroin für einen expandierenden weltweiten Drogenmarkt verwandelt. Die Opiumproduktion Afghanistans ist in den letzten 5 Jahren um unglaubliche 140% gestiegen – von 3.400 Tonnen 2002 auf etwa 8.200 Tonnen 2007 – eine Steigerung an der Weltproduktion von 75% auf 92%.
Dies sei nicht einfach eine Frage der lokalen Produktion, erklärte der US-Politiker Lyndon LaRouche am 25.1. "Das Problem besteht im internationalen Vertrieb, der Lieferung des Erzeugnisses auf den Markt." Wenn man ernsthaft das Problem angehen wolle, so LaRouche, "muss man das System des Drogenverkaufs zerstören. Die Frage ist doch, wie kann man das gesamte System lahmlegen? Und das bedeutet den Export der Drogen und die finanzielle Abwicklung durch die ‚Drogen GmbH‘ [zu beseitigen]."
Afghanistan ist aus zusätzlichen Gründen für die ‚Drogen GmbH‘ attraktiv geworden. Der Opiumertrag liegt dort bei 40 Kilogramm pro Hektar, während andere Anbauregionen ca. 15kg pro Hektar bringen, ein beträchtlicher Unterschied. Es ist eine bekannte Tatsache, daß die Hälfte des afghanischen Opiums in der britisch besetzten Helmand Provinz angebaut wird, die lediglich 9% der Fläche des Landes ausmacht.
Zudem konnte seit 2002 die Effizienz bei der Heroinherstellung aus Opium in Afghanistan um etwa 15% gesteigert werden. Anstatt 10kg Opium pro Kilo Heroin zu benötigen, weltweit der Standard seit Jahrzehnten, sind heute in Afghanistan nur 8,5kg erforderlich, um 1kg Heroin zu erzeugen.
Also stellte Afghanistan von der geschätzten Weltproduktion von Opium 2007 von 795 Tonnen etwa 753 Tonnen (95%) her, während der Rest der Welt "nur" 42 Tonnen produzierte. Der aus der "Effizienzsteigerung" hervorgehende "Afghanistan-Bonus" hat demnach zu 110 Tonnen zusätzlicher Produktion geführt, was allein schon dreimal soviel ist, wie die gesamte übrige Welt herstellte!