Afrikanische Außenminister fordern Schuldenmoratorium zur Coronavirus-Bekämpfung

31.03.2020
Afrikanische Außenminister fordern Schuldenmoratorium zur Coronavirus-Bekämpfung elke 31.03.2020

Die Außenminister Afrikas forderten in einem Appell an die Konferenz der G20-Staaten (26.3.) eine Aussetzung der Zinszahlungen auf ihre multilateralen und Staatsanleihen, die 2020 fällig werden. Dadurch würden rund 44 Mrd.$ frei („Peanuts“ im Vergleich zu den von der EU angekündigten Summen), um gegen das Coronavirus und seine wirtschaftlichen Auswirkungen zu kämpfen. Ein Moratorium auf Zinsen und Tilgung für die „anfälligsten“ afrikanischen Nationen wird dringend empfohlen. Viele dieser Länder haben kein nennenswertes Gesundheitssystem, was durch den sehr begrenzten Zugang zu Wasser und verbreitete Unterernährung noch verstärkt wird.

Der äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmedi schrieb in einem Gastbeitrag in der Financial Times vom 25.3. : „Die fortgeschrittenen Volkswirtschaften legen beispiellose Konjunkturpakete auf. Den afrikanischen Ländern hingegen fehlen die Mittel, um ähnlich sinnvolle Interventionen durchzuführen. Doch wenn das Virus in Afrika nicht besiegt wird, wird es nur auf den Rest der Welt zurückschlagen. Deshalb ist die derzeitige Strategie unkoordinierter länderspezifischer Maßnahmen zwar verständlich, aber kurzsichtig, nicht nachhaltig und potentiell kontraproduktiv. Ein Virus, das Grenzen ignoriert, kann so nicht erfolgreich bekämpft werden.“

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