Afrikanische Nationen treffen Notmaßnahmen gegen Nahrungsmittelverknappungen und Hyperinflation

29.05.2008
Afrikanische Nationen treffen Notmaßnahmen gegen Nahrungsmittelverknappungen und Hyperinflation admin 29.05.2008

Schon vor Beginn der [url:“http://wwwKonferenz über die Entwicklung Afrikas in Jokohama]Konferenz über die Entwicklung Afrikas in Jokohama[/url] zwang die globale Nahrungsmittelkrise mehrere afrikanische Nationen zu verzweifelten Maßnahmen, um die Ernährung ihrer Völker zu sichern und die explodierenden Nahrungsmittelpreise und Verknappungen zu bekämpfen:

* Liberia wird von China bis Juli Düngemittel, Pestizide und Saatgut erhalten. Chinas Vizeaußenminister kündigte außerdem an, daß chinesische Agrarexperten während der Trockenzeit nach Liberia kommen werden, um dort liberianische Landwirte in modernen landwirtschaftlichen Methoden zu unterrichten. Kurzfristig sagte China Liberia auch Unterstützung bei der Anlage von Reisvorräten zu.

* In Benin, wo bereits 23% der Kinder unter fünf Jahren erste Zeichen von Entwicklungsstörungen aufgrund von Unterernährung zeigen, gab die Regierung Getreide aus seinen Nahrungsmittelreserven frei, aber die Marktpreise stiegen weiter. Benins Landwirtschaftsminister Roger Novonou setzt sich dafür ein, daß das Land Selbstversorger wird, wozu die Nahrungsmittelproduktion mehr als verdoppelt werden müsse.

* Nigeria und Südkorea haben ein Abkommen unterzeichnet, ein Reisverarbeitungswerk zu errichten, um die Produktion zu steigern. Das Werk soll im kommenden Jahr fertiggestellt sein, und Südkorea beteiligt sich mit 1,8 Mio. $ an der Finanzierung.

* Kenia genehmigte den Import von 270.000 t Mais, die wohl aus Südafrika kommen werden, um seine schwindenden Reserven wieder aufzufüllen. Das Welternährungsprogramm der UNO (WFP) warnte, es müsse wahrscheinlich sein Schulernährungsprogramm um die Hälfte reduzieren, sodaß die Schulspeisung für 550.000 Kinder entfallen wird.

* In Namibia beauftragte das Kabinett nach einer dreitägigen Klausurtagung das Büro des Premierministers, angemessene Interventionsmaßnahmen zu untersuchen, mit denen der steigernde Preisdruck bei Nahrungsmitteln und Treibstoffen gemildert werden kann.

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