US-Verteidigungsminister Robert Gates hat sich gegen den Chor derjenigen gewandt, die zu einer Invasion Myanmars aufrufen, um angeblich der "Bevölkerung zu helfen", die vom Zyklon "Nargis" schwer betroffen wurde.
Am Donnerstag sagte Gates, ein Verband der US-Marine im Golf von Thailand hätte bereits Hubschrauber an Land geschickt, die bereit stünden, wenn Myanmar darum bitte; außerdem werde man durch die Straße von Malaka Schiffe nach Myanmar schicken, um bei Nachfrage helfen zu können.
Gates erteilte US-Hilfsorganisationen und dem französischen Außenminister Kouchner eine klare Absage, die eine "humanitären" Anstrengung mit Militäreinsatz verlangt hatten. Er sagte, er könne sich "nicht vorstellen, daß die USA ohne die Genehmigung der Regierung Mynmars handeln würden."
Hilfslieferungen werden entgegengenommen und sind absolut willkommen; aber die Regierung von Myanmar besteht darauf, die Hilfe selbst zu verteilen, statt diese Aufgabe in die Hände ausländischer Organisationen zu übertragen. Berichten zufolge hatte die UNO am Freitagmorgen Hilfsflüge gestoppt, nachdem angeblich die ersten UNO-Lieferungen am Donnerstag "beschlagnahmt" worden seien (weil die Behörden sie selbst verteilen wollten!). Im Laufe des Tages wurde die Lieferungen wieder aufgenommen.
Ein asiatischer Diplomat in Washington, der vom Wall Street Journal über die Gefahr einer drohenden Invasion aus "humanitären Gründen" befragt wurde, sagte, Myanmar habe angesichts dieser Vorgänge wohl alles Recht, mißtrauisch zu sein.