19.Mai (EIRNS)-Amr Moussa, Generalsekretär des Arabischen Liga, sagte laut der heutigen Jerusalem Post in seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Jordanien, die Politik der Bush-Administration in Irak und Palästina habe „das Tor zur Hölle geöffnet". Moussa forderte auch die Aufhebung der Sanktionen gegen die palästinische Regierung, die die Ursache des Streites zwischen den palästinischen Fraktionen seien, sowie die Umsetzung der Friedensinitiative der arabischen Liga.
Moussa verurteilte die Politik der Sanktionen und Besetzung als den wahren Grund der Kämpfe zwischen Fatah und Hamas, die mehr als 40 Tote zur Folge hatten, und sagte: „Die interpalästinischen Kämpfe können nicht verhindert werden, weil die israelischen Truppen die Palästinischen Kämpfer umringen und das palästinische Volk bis an den Rand des Verhungerns belagert, während die Arbeitslosigkeit 70 Prozent übersteigt."
Obwohl die Kämpfe „nicht gerechtfertigt werden können", zitierte die heutige Ausgabe der israelischen Tageszeitung Ha'aretz Moussa, habe die Belagerung „eine psychologische Atmosphäre geschaffen…, die zur jetzigen Lage degenerierte". Trotzdem fügte er hinzu: „Die Kämpfe sollten aufhören, weil sie die Haltung der Palästinenser und Araber schädigen und Israel begünstigen."
Die halbherzigen Angebote des israelischen Premierministers Ehud Olmert, Gespräche über die Friedensinitiative der arabischen Liga zu führen, nimmt Moussa nicht ernst: „Wir brauchen keine formalen Besuche und Medienpropaganda. Israel muß zuerst ihre Ansiedlungen stoppen und direkte Gespräche mit den Palästinensern führen und realisieren, daß der arabische Friedensplan ziemlich klar ist und eine unmißverständliche Botschaft des Friedens repräsentiert."