Anhörung im UN-Sicherheitsrat: Gewalteinsatz nicht normalisieren

29.05.2026
Anhörung im UN-Sicherheitsrat: Gewalteinsatz nicht normalisieren klaus 29.05.2026

Im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen fand am 28. Mai der zweite Tag der Anhörungen zur Wahrung und Bekräftigung der Grundsätze der UN-Charta statt. Es gab eine lange Liste von Rednern, von denen insbesondere diejenigen aus dem Globalen Süden Chinas Rolle würdigten, das Treffen einberufen sowie einen multilateralen Ansatz zur Problemlösung und die Einbindung einer breiteren Basis von Nationen gefördert zu haben. Der Vertreter aus Sierra Leone erklärte, Multilateralismus sei der „Grundpfeiler der Stabilität“ gewesen, der jedoch massiv unter Beschuss stehe. Dagegen sei der Unilateralismus zu einer Bedrohung für alle geworden. Der Vertreter Äthiopiens erklärte, einige hätten sich zwar über die Vereinten Nationen beschwert, jedoch niemand habe eine bessere Alternative zur friedlichen Beilegung von Streitigkeiten vorgelegt. Der Vertreter von Belarus erklärte, er unterstütze die UN-Charta, nicht jedoch die „regelbasierte Ordnung“, die seiner Ansicht nach dazu diene, „engstirnige Partikularinteressen“ zu fördern.

Der Vertreter der Malediven meinte, die UN-Charta sei die „erste Verteidigungslinie“, und der Einsatz von Gewalt dürfe nicht zur Normalität werden. Der Redner von den Fidschi-Inseln betonte, die UN-Charta gebe seinem Land eine gleichberechtigte Stimme, nicht aufgrund seiner wirtschaftlichen oder militärischen Macht, sondern aufgrund des Gleichheitsgedankens. Der Redner aus Irland sprach die Notwendigkeit an, die Würde jedes Einzelnen in allen Ländern zu verteidigen.

Länder aus der Sahelzone Afrikas, wie der junge Vertreter aus Burkina Faso, forderten eine Reform des Finanzsystems. Die alten Kolonialmächte versuchten, die Region durch den Einsatz von Terrorismus zu schwächen. Er unterstützte die Menschen in der Region, die sich gegen diese koloniale Manipulation zur Wehr setzen, und forderte eine Untersuchung der Finanzierung von Terrorgruppen.

Quelle: eirna.de

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