APEC-Treffen: Neue Aufbauverträge in Asien

17.11.2009
APEC-Treffen: Neue Aufbauverträge in Asien admin 17.11.2009

Während die Überschriften der Zeitungen davon berichten, daß bei der APEC-Konferenz von einundzwanzig Staaten in Singapur nichts Neues entschieden worden sei, sind die Wirtschaftsabkommen am Rande der Konferenz sehr viel interessanter als offizielle Gipfelkommuniques:

So berichtete beispielsweise TEMPO interactive (indonesische Wochenzeitung), der chinesische Präsident Hu Jintao habe eine chinesische Beteiligung an Infrastrukturprojekten und Energieprojekten in Indonesien zugesagt. Während derzeit alle westlichen Nationen durch Abwesenheit in der Region glänzen, hat die chinesische Regierung in Indonesien bereits in die Suramadu Brücke und ein 10000 MW Kraftwerk investiert.

Der Präsident von Vietnam, Minh Triet, traf sich während der Konferenz mit Siemens-Vorstand Peter Losche. Dabei ging es um den Bau eines 400 km Schienennetzes für Ho Chi Minh City. Siemens ist bereits in die Anfänge dieses Projektes involviert. Loscher sagte, da die deutsche Regierung und der Bundestag das Projekt jetzt unterstützten, werde man den vorgesehenen Zeitplan auch einhalten können.

Präsident Triet hatte ebenfalls Unterhaltungen mit dem russischen Präsidenten Dimitry Medvedev, bei denen beide Staatschefs darin überein kamen, ihre bilateralen Beziehungen zu stärken. Vietnam wird sich für eine hochrangige Konferenz zwischen Russland und ASEAN (Vereinigung Süd-Ostasiatischer Staaten) in Hanoi 2010 einsetzen, da Vietnam dann den Vorsitz in der ASEAN stellt.

Kurz vor der Konferenz hatte der chinesische Präsident Hi Jintao Kuala Lumpur/Malaysia besucht. Neben technischen Abkommen über Bankenfragen und Bildungsprojekte, wurde ein chinesisches Kreditabkommen für den Bau einer Brücke in Penang unterschrieben. Außerdem wird ein 2,2 Mrd. Dollar Projekt zum Bau eines zweigleisigen Eisenbahnprojektes im Süden von Johor von einem Konsortium der China Railway Engineering Corporation und dem China Railway Telecommunication Center verwirklicht werden.

Währenddessen sieht Deutschland zu, wie immer mehr produktive Arbeitsplätze zerstört werden – laut neuesten Zahlen seit Jahresbeginn rund 1,2 Millionen allein in der Industrie. Es dürfte nicht schwer fallen, einzusehen, daß gerade Detuschland das größte Interesse an dem Gelingen der neuen 4-Mächte-Allianz für ein neues, weltweites Kreditsystem zum Aufbau der Weltwirtschaft hat.

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