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Arbeitslosigkeit und zerfallendes Sozialsystem - Massenstreikferment in den USA nimmt zu

Laut den neuesten offiziellen US-Arbeitslosenstatistiken waren 6,3
Millionen Amerikaner ein halbes Jahr oder länger arbeitslos - die höchste Zahl,
seit es Aufzeichnungen darüber gibt. Ungefähr 2,7 Millionen Menschen werden vor
April ihre Arbeitslosenunterstützung verlieren, wenn der Kongreß die Laufzeit nicht
noch einmal verlängert. Bereits ein Drittel der Arbeitslosen erhält überhaupt kein
Arbeitslosengeld, entweder weil diese Unterstützung auslief,  weil sie nie beantragt wurde oder weil die
Arbeitslosen sich nicht "dafür qualifizierten". So wurde ab 2006 in
44 Staaten all denjenigen die Arbeitslosenunterstützung verweigert, deren Haushaltseinkommen
bei 75% der offiziellen Armutsdefinition liegt. Diese wurde künstlich extrem
niedrig angesetzt.

In New York gibt es laut offiziellen Angaben 450 000
arbeitslose Menschen und nur 21 000 offene Arbeitsplätze. Damit kommt auf
zwanzig Leute, die Arbeit brauchen,  ein
Arbeitsplatz.  51000 Menschen sind von dem
Verlust des Arbeitslosengeldes ab 28. März bedroht und im ganzen Bundesstaat werden
bis Juni etwa 365000 Personen davon betroffen sein.  Einer von sechs Amerikanern lebt zur Zeit in Armut, und fast
50 Millionen Menschen - darunter jedes vierte Kind  - hatten 2009 Schwierigkeiten, sich ausreichend
zu ernähren. Mindestens 15 Millionen Amerikaner, die Arbeit haben, fallen unter
die Armutsgrenze!

Die Nationale Vereinigung der Gouverneure, die seit 20.
Februar in Washington, DC. tagt, veröffentlichte folgende Zahlen: aufgrund fallender
Einnahmen kürzten 43 Staaten ihre Budgets um 31 Milliarden Dollar im Haushaltsjahr
2009. Für 2010 werden, sogar trotz zusätzlicher 30 Milliarden Dollar Einnahmen durch
Steuern- und Gebühren-Erhöhungen, in
weiteren 36 Staaten nochmals 56 Milliarden Dollar gekürzt.  In 45 Staaten erwartet man für 2010 ein Gesamt-Defizit
von 134 Milliarden Dollar.

All diese Projektionen werden sich noch als sehr
optimistisch herausstellen, da die realwirtschaftliche Basis rapide weiter verschwindet,
und die Bundesstaaten sich großen neuen Kosten für Medicaid (für besonders
Bedürftige) gegenübersehen. Der Zusammenbruch der Ökonomie und der
Lebensstandards verstärken das wachsende Massenstreikferment in der amerikanischen
Bevölkerung, genau wie Lyndon LaRouche im Sommer letzten Jahres feststellte. Nur
ein kompletter Wechsel zur Roosevelt-Tradition, einschließlich des
Glass-Steagall-Gesetzes und staatlicher produktiver Kreditschöpfung für langfristige Infrastruktur- und Hochtechnologieprojekte, einschliesslich der bemannten Raumfahrt, kann
die USA von ihrem gegenwärtigen selbstmörderischen Crash-Kurs befreien, der auch für die übrige Welt eine Katastrophe bedeutet. Das aber
bedeutet: einen klaren Bruch mit der gegenwärtigen britisch-imperialen Kontrolle
über das Weiße Haus.