Argentiniens Kongreß beschließt Renationalisierung der Rentenfonds

23.11.2008
Argentiniens Kongreß beschließt Renationalisierung der Rentenfonds admin 23.11.2008

Mit einem Abstimmungsergebnis von 46 zu 18 beschloß der argentinische Senat gestern den Gesetzesentwurf von Präsidentin Christina Fernandez de Kirchner zur Verstaatlichung der privaten Rentenfonds. Dieses System der privaten
Rentenfonds wurde 1994 nach chilenischem Vorbild gestaltet, so wie es dort 1981 unter der faschistischen Diktatur Pinochets etabliert wurde.

Das neue Gesetz bestimmt nun, daß die 25 Mrd. Dollar Einlagen in produktive Projekte, vorzugsweise den langfristigen Ausbau der Infrastruktur und ausschließlich im Inland investiert werden müssen. Während bisher ein großer Teil der Gelder außerhalb des Landes verzockt wurde, wird jetzt die Binnenwirtschaft gestärkt und damit werden die Rentenzahlungen für die Zukunft
gesichert.

In Chile wurden 80% der 110 Mrd. Dollar, die sich in den privaten
Rentenfonds befinden, in riskante Spekulation im Ausland investiert. Die aufgelaufenen Verluste allein in diesem Jahr werden auf etwa 40% des Gesamtinvestments geschätzt.
Deswegen sind diejenigen, die sich seit Jahren gegen Pinochets System der Rentenprivatisierung engagiert haben in heller Begeisterung ob der Nachrichten aus Argentinien. Denn
diese bedeuten, daß es auch Hoffnung für Chile gibt. Einer der Organisatoren sagte gegenüber EIR,  man hoffe, daß Präsidentin
Michelle Bachelet den Mut habe, dem argentinischen Beispiel zu folgen.

Nur die internationale Zockergemeinde der Hedgefonds schreit Zeter und Mordio, weil man ihnen ihr Spielgeld weggenommen habe.

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