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Argentinischer Präsident Kirchner gibt sich trotz eines Attentatsversuchs optimistisch

2. Mai (EIRNS) – Am 28. April versuchte Jose Walter Mansilla, mit einem gestohlenen Lastwagen anscheinend einen Anschlag auf das Haus des argentinischen Präsidenten Nestor Kirchner in Rio Gallegos in der Provinz Santa Cruz. Nach einer Irrfahrt durch mehre Stadtteile, wo er 10 Autos beschädigte und 6 Personen verletzte, eine davon schwer, verfehlte er das Haus nur um einige Meter. Kirchner selbst war zu der Zeit nicht anwesend, andere Familienmitglieder schon, wurden aber zum Glück nicht verletzt.

Entgegen den Behauptungen der politischen Opposition, es handele sich nur um einen Unfall, den eine geistig verwirrte Einzelperson verursacht habe, sagte Innenminister Anibal Fernandez am 29. April gegenüber [i]Radio America[/i], Ermittlungsbeamte hätten in Mansillas Haus Zeichnungen von Kirchners Anwesen gefunden. „Das war keine verrückte Einzelperson... das war keine Unfall", stellte Fernadez fest und berichtete, Manilla habe bei der Vernehmung gesagt: „Wissen Sie, es gibt zwei politische Gruppen, und dieser Nazi (Kirchner) muß beseitigt werden.“ Er betonte, es habe sich um einen vorsätzlichen Angriff gehandelt, und es werde untersucht, ob noch weitere Personen daran beteiligt waren.

In einer Rede am 30. April vom Präsidentenpalast in Buenos Aires entlarvte auch Kircher die Vorstellung, es wäre ein Unfall gewesen, indem er den Vorfall in eine breiten strategischen Zusammenhang stellte: „Ich werde täglich bedroht, jederzeit, aus vielen Gründen“, sagte er. Warum? „Weil ich mich mit vielen Themen befasse, die lange Zeit von niemanden angerührt wurden, und man weiß, wie diese Interessen reagieren, wenn sie jemand stört... Ich weiß, wenn man über Neoliberalismus spricht oder sagt, man will keine Anhäufung von Reichtum, oder erwähnt, daß es einige Unternehmen gibt, die zu mächtig sind und eine beherrschende Position haben, und wenn man sie hart anfaßt - nun, oft gibt es Kräfte, die dann gemeinsam handeln.“

Kirchner warnte die Zuhörer: „Ich fürchte mich nicht, allerdings habe ich natürlich die Ängste, die alle Christen haben... Aber ich fürchte mich nicht, weil ich weiß, welche Verantwortung ich trage, seit das Volk mir den Auftrag gab, ihr Präsident zu sein... Und ich rufe Sie auf, die Transformation Argentiniens fortzuführen, weiter an unserem industrialisierten Argentinien zu bauen, Armut, Elend und Arbeitslosigkeit zu beenden, weiter ganz Argentinien zu industrialisieren, und weiter mit aller unserer Kraft eine produktive Transformation zu erreichen, dieses Land für alle zu bauen - nicht nur für einige Konzerne, sondern für jeden, so, daß wir die Möglichkeit haben, an einer ständigen Verbesserung zu arbeiten.“ Der argentinische Präsident sagte zu seinen Zuhörern: „Ich garantiere Ihnen, trotz aller meiner Grenzen, alles zu geben, Tag um Tag, Stunde um Stunde; und ich fühle mich dabei wahrlich glücklich.“