Australien: 300.000 Menschen bei Pro-Palästina-Kundgebung in Sydney

05.08.2025
Australien: 300.000 Menschen bei Pro-Palästina-Kundgebung in Sydney root 05.08.2025

Am Samstag, dem 2. August, marschierten über 300.000 Menschen bei der Protestkundgebung „March for Humanity“ der Palestine Action Group und legten damit Sydney fast lahm. Die Sydney Harbour Bridge, ein Wahrzeichen der Stadt, auf der seit über zwei Jahrzehnten keine solche Demonstration mehr stattgefunden hatte, war dicht gedrängt mit Demonstranten aus ganz Australien.

An der Spitze des Marsches standen eine Reihe prominenter Australier, die ein Schild mit der Aufschrift „March for Humanity Save Gaza“ trugen und das Gewissen der Menschheit aufforderten, sich zu erheben und für unsere moralische Überlebensfähigkeit einzutreten. Einer der Personen, die das Schild trugen, war Julian Assange, zweifellos ein Mann mit Gewissen. Mit ihm war der ehemalige Premierminister von New South Wales und australische Außenminister Bob Carr. Vor einer Woche hatte Carr die australische Bundesregierung aufgefordert, Sanktionen gegen den israelischen Premierminister Netanjahu zu verhängen.

„Viele sind durch die Bilder des Leidens in Gaza dazu bewegt worden, zum ersten Mal an einem Marsch teilzunehmen. Die hungernden Kinder von Gaza können keinen Tag länger warten. Beendet die Gewalt. Es gibt immer mehr von uns, die stolz darauf sind, Juden zu sein, und die sagen, dass dies nicht uns repräsentiert und nicht das, wofür wir stehen. Für die meisten Demonstranten war diese Aktion Ausdruck ihrer tiefen Besorgnis über das Ausmaß des menschlichen Leids in Gaza. Sie wollen, dass es aufhört, und fordern die australische Regierung auf, jetzt zu handeln“, berichtete ABC Australia.

In einem weiteren Bericht von ABC Australia hieß es: „Der Marsch über die Harbour Bridge erregte weltweit Aufmerksamkeit, sogar in Gaza. Diese vier [im Bericht gezeigten] Geschwister in Gaza hielten Schilder hoch, auf denen sie Australien für seine Solidarität dankten.“ Der Reporter Nabil al-Nashar von ABC News in Sydney entlockte diesen Kommentar: „Ich bin heute an diesem schrecklichen regnerischen Tag hier, um die weltweite Aufmerksamkeit auf den Hunger von Kindern, Müttern und Babys zu lenken.“ Er berichtete auch, dass „die Organisatoren der Proteste nun eine noch größere nationale Demonstration für den 24. August planen“.

Schließlich fanden am selben Tag mindestens drei weitere Solidaritätskundgebungen in anderen australischen Städten statt: in Melbourne mit über 25.000 Demonstranten sowie in Adelaide und Brisbane mit jeweils einigen Hundert Teilnehmern.

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