Die Bürger der Bundesrepublik mögen
vor den sophistischen, irreführenden Behauptungen der Medien gewarnt
sein! Allerorten wird die staatliche Übernahme des wertlosen
"Giftmülls" der Banken für unausweichlich erklärt.
Stichwort "Bad Bank". So schreibt heute
das Handelsblatt[sup]1[/sup], dass, da die Bundesregierung nebst der
Deutschen Bank auch die Commerzbank als zweiten "internationalen
Player" aufgestellt sehen möchte, sie sich doch für eine Art
oder Abart Bad Bank entscheiden werde. Das weiß das Handelsblatt
schon, obgleich es alle Parteien im Bundestag vehement abgelehnt
haben?
Auch der britisch geprägte Spiegel widmete
dem Thema der Verstaatlichung der "Risiken" der Banken
gestern gleich zwei Artikel[sup]2[/sup]. Nur weil die Bank of England selber zu
einer Bad Bank mutiert, indem sie sich zum Kauf von Giftmüllpapieren
bereit erklärt, ist dies noch lange keine aussichtsreiche Lösung!
Das anglo-holländische Finanzimperium zeigt sich mit dieser Aktionen
lediglich dazu bereit, eine Institution zu opfern, um das gesamte
Imperium zu bewahren.
Anhand der gebräuchlichen, aber
irreführenden Argumente, denen der Leser begegnen wird, kann
Klarheit über die Lage geschaffen werden:
Erstens wird
behauptet, dass nur indem die Abwärtsspirale beim
Wertverlust dieser faulen Papiere gestoppt wird, der völlige Absturz
der Bankenbranche verhindert werden kann.
Der
Sophismus: Finanzderivate hätten einen inhärenten Wert,
den es zu schützen gilt.
Richtig ist: Diese
Papiere, auch "kreative Finanzinstrumente" genannt, waren
von Anbeginn wertlos und betrügerisch! Der Handel mit
Finanzderivaten, die Bündelung und Verbriefung von Krediten, diese
völlig fiktiven Geschäfte wurden nach dem Börsencrash von 1987
unter der Führung von Federal Reserve Chef Alan Greenspan
entkriminalisiert und benutzt um den Bankrott des Finanzsystems zu
verschleiern. Wollen wir wirklich das Bankensystem retten, so müssen
diese Finanzderivate in einem Bankrottverfahren eingefroren und nach
Prüfung abgeschrieben werden. Dabei stellt sich der Staat
ausschließlich hinter den gesunden Teil des Bankwesens: Spareinlagen
und Kreditlinien an Industrie und Gewerbe. (Lesen Sie hierzu [url:“artikel/schon-2007-war-jahr-weltweiter-krise-wie-russland-uberrascht-wurde“]Schon
2007 war ein Jahr weltweiter Krise: Wie Rußland überrascht wurde[/url],
von Lyndon LaRouche)
Zweitens wird behauptet,
die Bilanzen der Banken müssten ganz von diesen Papieren bereinigt
werden, sonst könne das "normale Bankengeschäft" nicht
wiederaufgenommen werden. Hierbei wird darauf bestanden, dass der
Staat (mit real erwirtschafteten Steuergeldern der Bevölkerung)
diese Papiere übernehmen muss, weil nur der Staat dies unternehmen
könne.
Der Sophismus: Der Staat könne auf
diesem Weg für eine Wiederkehr der Normalität im Finanzsystem
sorgen.
Richtig ist: Die weltweit etwa 1,4
Billiarden Dollar an Finanzderivaten können niemals ausgezahlt
werden! Jeder Versuch würde den hyperinflationären Kollaps hin zu
einem neuen finsteren Zeitalter beschleunigen. Die Methoden, mit
denen gespartes Geld von leichtgläubigen Anlegern in
unverantwortlichen und eventuell kriminellen hochriskanten
Spekulationsgeschäften verzockt wurde, dürfte als Grund für eine
parlamentarische Untersuchungskommission ausreichen, wenn nicht zur
Klärung der Ursachen dieser gesamten Finanzkrise beitragen! Danach
würde sich die Frage nach dem Umgang mit diesen Papieren
relativieren. (Lesen Sie hierzu [url:“artikel/ist-ganze-weltfinanzsystem-riesiger-madoff-schwindel“]Ist
das ganze Weltfinanzsystem ein riesiger Madoff-Schwindel?[/url],
von Helga Zepp-LaRouche)
Wir verweisen auf eine Frage an
Lyndon LaRouche, die während des Webcasts vom 22. Januar gestellt
wurde: von dem Wirtschaftswissenschaftler, der wiederholt richtige
Vorhersagen zum Zusammenbruch des Finanzsystems traf, ist zu dieser Frage Klarheit zu finden.
Lassen Sie sich nicht von der
scheinbaren Mehrheit der Stimmen beeindrucken, mit der es den Medien
sonst oft gelingt, die wirkliche Mehrheit – die Bürger – zu täuschen
und entmutigen. Dieses Wahljahr 2009 wird das wichtigste in der
Geschichte der Bundesrepublik. Helfen Sie uns diesen Schwindel zu
verhindern!
[url:“mitglied-werden/formulare/werden-sie-mitglied-buso“]Werden
Sie Mitglied der BüSo![/url]
[url:“artikel/webcast-von-lyndon-larouche-22-januar-2009-0″]Den Webcast von Lyndon LaRouche
können Sie hier in seinem Gesamtheit ansehen
[/url]
Anmerkungen
1. Robert Landgraf, Warum wir eine "Bad Bank" brauchen, Handelsblatt.com, 24.01.2009
2. Anne Seith, Politiker und Experten streiten über beste Bad-Bank-Strategie, Spiegel Online, 23.01.2009