Baltische Staatschefs in Berlin – gemeinsam an die Ostfront, auch nuklear?

04.07.2026
Baltische Staatschefs in Berlin – gemeinsam an die Ostfront, auch nuklear? klaus 04.07.2026

Bundeskanzler Friedrich Merz empfing am 3. Juli in Berlin die Staatschefs von Estland, Lettland und Litauen und versprach einen verstärkten militärischen Aufbau. Litauens Präsident Gitanas Nausėda will sogar das Verbot der Stationierung von Atomwaffen auf litauischem Boden aufheben und strebt deswegen eine Verfassungsänderung an. Merz habe das „mit Respekt zur Kenntnis genommen.“

Merz betonte die Bereitschaft, Russland entgegenzutreten. Er sagte: „Die Bedrohung ist nicht abstrakt, sie ist sehr konkret an der Ostflanke der NATO… Moskau testet, wie geschlossen und entschlossen die NATO ist. Wohin dieser russische Revisionismus führen kann, erleben wir seit über vier Jahren in der Ukraine“.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz sprachen sich Merz und die baltischen Regierungschefs dafür aus, mehr in die Streitkräfte zu investieren. Nauseda begrüßte die dauerhafte Stationierung der 45. Panzerbrigade der Bundeswehr, die bis Ende 2027 vollständig in seinem Land angekommen sein soll. „Fragt man manche Litauer, was sie von deutschen Soldaten auf den Straßen von Vilnius oder anderen litauischen Städten halten, werden sie antworten: Sie sind mehr als willkommen“, so Nauseda.

Der estnische Ministerpräsident Kristen Michal sprach von einer engeren Zusammenarbeit sowohl bei den Streitkräften als auch bei der gemeinsamen Beschaffung. Er verwies dabei auf das erste deutsch-niederländische Korps, das das taktische Kommando über die alliierten Landstreitkräfte in Estland und Lettland übernommen hat, sowie auf Deutschlands Rolle bei den NATO-Luftüberwachungsmissionen im Baltikum.

Quelle: eirna.de

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