Bank des Südens soll im November starten

22.09.2007
Bank des Südens soll im November starten admin 22.09.2007

Der venezolanische Präsident Huga Chavez erklärte gestern nach Gesprächen mit Ecuadors Präsident Rafael Correa, sie hätten sich darauf geeinigt, noch im November diesen Jahres die gemeinschaftliche Bank zur Finanzierung transnationaler Infrastrukturprojekten, die Banco del Sur [Bank des Südens], zu eröffnen, obwohl sich nicht alle an den Verhandlungen beteiligte Länder einig sind. In einem Interview sagte Präsident Correa, "manche Länder wie Argentinien, Venezuela, Bolivien und Ecuador wollen rasch fortfahren… Wir, die den Integrationstempo beschleunigen wollen, haben unter uns vereinbart, voranzugehen, und daß andere folgen und wollkommen sein werden. Wir können aber nicht mit dem Tempo der Langsameren verfahren."

Diese Bemerkungen sowohl von Correa als auch von Chavez bezogen sich offensichtlich auf die Trägheit der brasilianischen Regierung Lula da Silvas, die von Seiten der Banco Santander und anderer internationaler Spekulanten unter starken Druck geraten ist, die Errichtung der Banco del Sur zu untergraben. Chavez sagte dazu, Lula habe dem Start im November zugestimmt, aber sollte Brasilien "nicht bereit sein, werden wir trotzdem voranschreiten."

Laut Chavez bewiesen die gegenwärtigen Turbulenzen im Finanzsystem, daß Mechanismen zum Schutz der Nationen gegen die Krise geschaffen werden müßten, und daß die Banco del Sur ein solches sein könne. "Was derzeit in den Vereinigten Staaten vorgeht, könnte das erste Zeichen eines Finanzerdbebens sein," sagte Chavez. "Man muss auf das Schlimmste vorbereitet sein."

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