Bankier fordert Rückkehr zur klassischen Hausbankpolitik

23.10.2007
Bankier fordert Rückkehr zur klassischen Hausbankpolitik admin 23.10.2007

Überraschendes war heute von Wolfgang Sprissler, Vorstandschef der Hypovereinsbank, zu hören: in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen sagte er: "Man muß sich in der Tat die Frage stellen, ob der feste Glaube, daß Verbriefungen die Finanzmärkte per se stabilisieren, nicht revidiert werden muß… Die Banken – und den Vorwurf müssen wir uns alle machen – haben die Risiken durch die Vordertür raus- und durch die Hintertür wieder reingeschaufelt. Denn wir Banken haben selbst in die verbrieften Produkte investiert und auf diesem Markt aktive Hedge-Fonds finanziert. Zudem haben wir uns die Weitergabe der Risiken bitter erkauft – nämlich mit einer riesigen Intransparenz durch immer komplexere Produkte, unter der nun alle leiden."

"Es wäre vernünftig," sagte Sprissler weiter, " wenn die komplexen Anlageklassen wieder mehr durch einfache Produkte ersetzt werden. Dies wäre ein wichtiger Beitrag zur gebotenen Transparenz. Eine Renaissance des klassischen Hausbankenprinzips halte ich ebenfalls für wahrscheinlich."

Der Katzenjammer, der neuerdings unter Spitzenbankiers um sich greift, kann positiv gewendet werden – nämlich durch die Unterstützung der Banken selbst für Maßnahmen gegen den Totalkollaps, wie sie im jüngsten Vorschlag von Lyndon LaRouche  enthalten sind (Gesetz zum Schutz der Hausbesitzer und Banken), sowie im Auf ruf zum "Schutz des Gemeinwohls" der BüSo-Bundesvorsitzenden Helga Zepp-LaRouche.   

Scroll to Top